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Bräkers Globe Theater wurde vor 20 Jahren von Lichtensteig nach Rust in den Europapark verkauft

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Bräkers Globe wurde vor 20 Jahren in Lichtensteig demontiert um nach Rust in den Europapark transportiert zu werden. (Bild: PD)

Bräkers Globe wurde vor 20 Jahren in Lichtensteig demontiert um nach Rust in den Europapark transportiert zu werden. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

26. Juli: Wattwil. Die 30 hier untergebrachten Münchner Kinder verliessen nach sechswöchigem Aufenthalt unsere Gemeinde, um in ihre Heimat zurückzukehren. Die Kinder haben sich durchwegs gut erholt und wiesen teilweise beträchtliche Gewichtszunahmen auf. Die Sammlung der Kinder erfolgte in St.Margrethen, wo sich den 300 Feriengästen aus dem Toggenburg, 130 aus der Stadt St.Gallen, 110 aus dem Rheintal und 60 aus dem Tessin anschlossen. In Begleitung von Lehrern und Lehrerinnen aus München fuhr der Zug der Heimat zu.

26. Juli: Lichtensteig. Abends zirka halb 10 Uhr wurde die Bewohnerschaft durch Feueralarm aufgeschreckt. Unweit des letzten Brandobjektes, im Hintergebäude der Herberge zum «Kreuz» war Feuer ausgebrochen. Den sofort herbeigeeilten Feuerwehrleuten gelang es verhältnismässig rasch, der Feuers Herr zu werden. Die Brandursache ist vermutlich durch die dort untergebrachte Schnapsbrennerei entstanden.

30. Juli: Obertoggenburg. Die Fremdenpensionen und Hotels sind gegenwärtig trotz des misslichen Wetters gut besetzt. In Wildhaus weilen über 500 Kurgäste; auch in Unterwasser ist das letzte Zimmer besetzt.

Vor 50 Jahren

25. Juli: Ganterschwil/Lütisburg. Die Letzibrücke zwischen Ganterschwil und Lütisburg steht vor der Vollendung. Die Brücke wird von Endwiderlager zu Endwiderlager eine Länge von 156 Metern aufweisen und passt ausgezeichnet in das Landschaftsbild. Die alte Holzbrücke wird bald nur noch romantisches Erinnerungsbauwerk einer geruhsamen Zeit sein.

30. Juli: Krummenau. In einer Rekordzeit von 18 Stunden haben zwei junge Schweizer die Eigernordwand bezwungen und dabei fünf Seilschaften überholt. Der 21-jährige Andreas Scherrer aus Walenstadt und der etwa 22-jährige Albrecht Bösch aus Krummenau stiegen um 4 Uhr in die Wand ein und erreichten gleichentags über die Normalroute den Gipfel. Erleichternd dürfte sich für sie ausgewirkt haben, dass sie im untern Teil die von einer japanischen Seilschaft befestigten Seile benützen konnten.

Vor 20 Jahren

29. Juli: Dietfurt. Die «Ben-Tronic-2200», eine Hochleistungs-Konusschärmaschine der Firma Benninger, Uzwil – und zugleich die erstmontierte in der Schweiz, traf in Dietfurt ein. Für die Ankunft des Prachtstücks mussten in der Weberei Schönenberger einige Vorbereitungen getroffen werden. Ein Fenster musste vergrössert werden, zusätzliche Metallträger wurden in die Decken (Boden) montiert und ein über 60 Meter hoher Kran der Firma Grob, Wattwil, stand an diesem Vormittag parat. Dann war es soweit: Mit ein wenig Verspätung traf der zweite Lastzug mit den schweren in Holzkisten verpackten Teilen, ein. Behutsam und mit dem nötigen Feingefühl zirkelte der erfahrene Kranführer mit seiner Maschine das Frachtgut in das Loch der Hauswand.

Dort in der Maschinenhalle warteten auch schon die Helfer, welche die Kisten auf den letzten Metern begleiteten. Dann brachten die Arbeiter jene beiden Teile zum Vorschein, die wohl das Herz jedes Weberei-Fabrikanten höherschlagen lässt: unter anderem der Schärteil mit seinen 5,3 Tonnen. Die neuste Maschine auf dem Markt hielt während der Betriebsferien der Firma Einzug. Sie wir in der Kettvorbereitung der Weberei eingesetzt und löst damit ihre Vorgängerin ab. In das Vorhaben wurde gesamthaft über eine Million Franken investiert. Die neue Schärmaschine basiert auf zukunftsweisender Technologie, optimaler Ergonomie und Produktivität sowie höchster Flexibilität.

30. Juli: Lichtensteig. Wochenlange Gerüchte haben sich nun bestätigt: Der Nachbau von Shakespeares Globe Theater wird verkauft. Christoph Blocher verkauft Bräkers Globe an den Europapark Rust. Nicht glücklich über den Export von Bräkers Globe ist der ehemalige Lichtensteiger Stadtammann Fridolin Eisenring. Er hatte sich mit Herzblut für den Verbleib im Toggenburg eingesetzt, nachdem die Regionalplanungsgruppe sich gegen die Übernahme entschieden hatte. Aus seiner Sicht ist ein Vergnügungspark für den Charakterbau «entwürdigend». «Das Toggenburg hat einfach zu spät reagiert und eine Chance vertan», ist er überzeugt.

Vor 10 Jahren

31. Juli: Wattwil. Der 14-jährige Andrin Albrecht hat nach vierjähriger Arbeit sein erstes Buch geschrieben. Zuerst wollte er ein Märchen schreiben, dann wurde der 270 Seiten lange Fantasy-Roman «Das Auge der Macht» daraus. «In der Fantasy-Literatur kämpfen die Guten gegen das Böse und das Gute siegt immer», erklärt der junge Autor. Andrin Albrecht trennt klar zwischen Roman und Wirklichkeit. Er sagt: Die Welt des Fantasy ist schwarz-weiss. Es gibt Gut und Böse. Die Wirklichkeit hat Zwischenstufen. Sie ist grau.» Die Schule falle ihm leicht, sagt er. Da habe er genügend Zeit fürs Schreiben, wie für seine anderen Hobbys Zeichnen, Malen und Gitarre spielen. Es ziehe ihn förmlich an den Schreibtisch und den Computer zum Schreiben, sagt er. Später will Andrin Albrecht freier Schriftsteller werden.

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