Bösch muss sich erst im Schlussgang geschlagen geben

Der Höhepunkt der Schwingersaison war in diesem Jahr das Bergkranzfest auf der Schwägalp. Vor 15'450 Zuschauern konnte Samuel Giger nach 8:49 Minuten den Toggenburger Daniel Bösch besiegen.

Pascal Schönenberger
Drucken
Teilen
Daniel Bösch im Schlussgang gegen Samuel Giger. (Bild: Pascal Schönenberger)

Daniel Bösch im Schlussgang gegen Samuel Giger. (Bild: Pascal Schönenberger)

Wo Samuel Giger in diesem Jahr startete, da war er am Abend auch der Sieger. Bei seinem sechsten Kranzfest der Saison 2018, dem Schwägalp Schwinget, war dies ebenfalls der Fall. Der Thurgauer sorgte ab dem ersten Gang für Spektakel und riss das Publikum richtig mit.

Im fünften Gang, als es zur Paarung Samuel Giger gegen Christian Stucki kam, kochte die Arena wortwörtlich. Mit vielen Anfeuerungsrufen feierte das Publikum die beiden Schwinger. Als der Thugauer dann mit seiner Technik den 140-Kilogramm-Koloss aus dem Kanton Bern angriff und besiegte, tobten die 15'450 Zuschauer. Es kam schon fast eine Stimmung wie bei einem Schlussgang von einem Eidgnenössischen Schwingfest auf. Im Schlussgang war dann die Stimmung nochmals so, als Giger das Fest für sich entscheiden konnte.

Bösch muss sich am Ende geschlagen geben

Für den Toggenburger Daniel Bösch war der Start in den Tag 15 Sekunden vor Gangende misslungen. Beim Anschwingen musste er sich gegen Christian Stucki geschlagen geben. Diese Niederlage brachte den Vorjahressieger nicht aus dem Konzept und er besiegte mit Andreas Höfliger, Lukas Bernhard, Christian Schuler und Sven Schurtenberger gestandene Schwinger und qualifizierte sich somit zum vierten Mal in Serie auf der Schwägalp für den Schlussgang.

Trotz des starken Auftrittes von Samuel Giger während dem ganzen Tag liess sich der Schwinger vom Schwingclub Wil nicht beirren. Der Unspunnen-Sieger griff den 20-jährigen Thurgauer bereits im ersten Zug an. Nach 8:49 Minuten Kampf war das Glück dann auf der Seite von Samuel Giger und er besiegte ihn mit Kurz platt.

Rhyner und Wickli verpassen die Chance

Michael Rhyner und Beat Wickli hatten auf der Schwägalp ebenfalls die Chance für den Bergkranz. Doch dann verlor Michael Rhyner gegen Berner Favoriten Christian Stucki im ersten Zug und Beat Wickli musste beim Kampf gegen den Urner Matthias Herger als Verlierer vom Platz.

Michael Rhyner jubelt nach dem Sieg über Matthias Herger im ersten Gang. (Bild: Pascal Schönenberger)

Michael Rhyner jubelt nach dem Sieg über Matthias Herger im ersten Gang. (Bild: Pascal Schönenberger)

Bei dieser starken Besetzung wie es im diesen Jahr der Fall war, war es für jeden Schwinger schwer, den Kranz zu erkämpfen. Denn jeder Schwinger in den Kranzrängen hatte mindestens einen besiegten Eidgenossen auf dem Notenblatt. Die nächste Chance für den Schwägalp Kranz folgt dann im nächsten Jahr wieder. Mitte August. In diesem Jahr war der Schwägap Schwinget der Saisonschluss der Kranzfeste.