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Rückblick auf die letzten zwei Jahre: Das sind die Hochs und Tiefs von Ramona Forchini

Die Wattwiler Bikerin Ramona Forchini schaute mit Sponsoren, Freunden und Gönnern auf die vergangenen zwei Jahre zurück und wagte bereits einen Ausblick auf die kommende Saison.

Beat Lanzendorfer
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Ramona Forchini mit dem an der Bike-Marathon-WM gewonnenen Weltmeistertrikot.

Ramona Forchini mit dem an der Bike-Marathon-WM gewonnenen Weltmeistertrikot.

Bild: Beat Lanzendorfer

Im Leben kann es nicht immer aufwärtsgehen. Diese Weisheit trifft auf Spitzensportler vielleicht noch etwas mehr als auf Normalsterbliche zu. Wie die Wattwiler Profibikerin Ramona Forchini mit Rückschlägen aber auch mit Höhepunkten umgeht, zeigte sie ihren Sponsoren, Freunden und Gönnern am Montagabend in der Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums.

Vor einigen Jahren als jährlicher Rück- und Ausblick ins Leben gerufen, fasste die 27-Jährige die vergangenen 24 Monate in einem Guss zusammen. Im letzten Jahr konnte der Anlass wegen der Coronapandemie nicht stattfinden.

Ein Wechselbad der Gefühle

Das Jahr 2020 hätte für die Wattwilerin nicht besser beginnen können. Der Formaufbau stimmte, was sie mit dem zweiten Erfolg am Mediterranean Epic unterstrich. Sie war bereit für die Weltcup-Saison. Dann ging es mit den Tiefschlägen los. Nach diversen Rennabsagen und der Verschiebung der Olympischen Spiele kam bei der Wattwilerin im Sommer 2020 ein Infekt hinzu. Die Tiefschläge waren aber spätestens im Oktober vergessen, als sie völlig überraschend in der Türkei Bike-Marathon-Weltmeisterin wurde.

Die Bikerin aus Wattwil liess gemeinsam mit Freunden, Sponsoren und Gönner die letzten zwei Jahre Revue passieren.

Die Bikerin aus Wattwil liess gemeinsam mit Freunden, Sponsoren und Gönner die letzten zwei Jahre Revue passieren.

Bild: Beat Lanzendorfer

Als sie die Besucherinnen und Besucher mit Bildern und einem Film noch einmal am Erfolg teilhaben liess, brandete mehrmals Applaus auf. Die Saison 2021 war ebenso mit Hochs und Tiefs gespickt. Der dritte aufeinanderfolgende Sieg beim Mediterranean Epic sowie die Bronzemedaille an der Bike-Marathon-EM im Wallis bleiben unvergesslich. Die nicht befriedigende Weltcup-Saison, einige schmerzhafte Stürze sowie die Aufgabe an der Bike-Marathon-WM auf der Insel Elba sind Ereignisse, die aber genauso zu einer Spitzensportlerin gehören.

Titelverteidigung beim Mediterranean Epic ist 2021 nicht möglich

Ramona Forchini lässt sich davon aber nicht unterkriegen und blickt schon jetzt optimistisch auf die kommende Saison. Diese beginnt schon in wenigen Tagen mit einem Trainingslager mit der Nationalmannschaft in Barcelona. Das Rennprogramm 2022 sieht etwas anders aus als die Jahre davor.

Weil sich das Team auf die Cross-Country-Saison konzentriert, lässt es das Mediterranean Epic aus. Für Ramona Forchini bedeutet dies: Sie kann das Rennen nicht zum vierten Mal in Folge gewinnen. «Das finde ich schade, trotzdem freue ich mich auf die nächste Saison», sagt sie abschliessend.

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