Bezirksschützenverband Obertoggenburg
Wechsel an der Spitze: Christian Schmid folgt auf Kurt Geisser

Dass sich die Delegierten der Obertoggenburger Schützenvereine im Juni versammeln, ist ungewohnt, aber der Coronapandemie geschuldet. Sie wollten die Wahlen und die Ehrungen des Feldschiessens aber in einem würdigen Rahmen begehen und warteten zu, bis die Versammlung möglich war.

Franz Steiner
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Kurt Geisser (links) übergibt das Präsidentenamt des Bezirksschützenverbands Obertoggenburg an Christian Schmid.

Kurt Geisser (links) übergibt das Präsidentenamt des Bezirksschützenverbands Obertoggenburg an Christian Schmid.

Bild: Franz Steiner

Die Coronapandemie hat auch bei den Schützinnen und Schützen Spuren hinterlassen. Endlich konnte nach einigen Verschiebungen eine ausserordentliche Bezirksdelegiertenversammlung angesetzt werden, die mit den Wahlen sowie den Ehrungen des Feldschiessens 2020 würdig stattfand – somit kehrte wieder etwas Normalität bei den Obertoggenburger Schiessvereinen ein.

Am Freitagabend ging in der «Krone» in Ennetbühl die Versammlung aller Schiessvereine des Obertoggenburgs physisch vonstatten. Im Vorstand gab es eine gewichtige Veränderung. Neuer Bezirksschützenverbandspräsident ist der 44-jährige Christian «Bahni» Schmid (SG Wilhelm Tell Krummenau). Er übernimmt das Amt von Kurt Geisser (MSV Speer-Laad), der nach gut sieben Jahren an der Spitze des Bezirksschützenverbands Obertoggenburg seinen Rücktritt bekanntgab und mit Standing Ovations der 36 Anwesenden eine emotionale Verabschiedung erlebte.

Herausfordernde Zeiten, damit das Schiesswesen aktiv bleibt

Mit Christian Schmid nimmt ein Nachfolger sein Erbe an, der mit voller Kraft das neue Amt antritt, wie er die Schützinnen und Schützen wissen liess. Der neue Präsident des Bezirksschützenverbands:

«Ich bin mir bewusst, dass herausfordernde Zeiten auf mich zukommen. Ich will aber meinen Beitrag dazu leisten, dass das Schiesswesen weiterhin aktiv bleibt. Ich freue mich, Teil von einem motivierten Team im Vorstand zu sein.»

Die Suche gestaltete sich für diese Aufgabe nicht einfach – dies nach einem schwierigen Jahr mit vielen Schiessanlässen, die der Pandemie zum Opfer fielen.

Der abtretende Präsident Kurt Geisser begrüsste Schmid mit Vorschusslorbeeren: «Er ist einer, der Nägel mit Köpfen macht.»

Schützenjahr 2020 lässt sich schlecht beschreiben

In seinem letzten Jahresbericht kam Geisser nochmals auf dieses spezielle letzte Jahr als Bezirksschützenmeister zurück. Er sprach von schlaflosen Nächten wie etwa vor dem Feldschiessen in Krummenau mit den erschwerten Bedingungen. «Für das Schützenjahr 2020 die richtigen Worte zu finden, ist schwierig», meinte Geisser, und erwähnte etwa die chaotische Anmeldung für das Eidgenössische Schützenfest in Luzern. Er könne diese Zeit als Präsident aber mit vielen schönen Erinnerungen und Begegnungen abschliessen.

Das Ressort Matchchef übernimmt Stefan Hickert (links) von Res Künzli, in der Mitte Heidi Hildebrand, die nach vielen Jahren ihre Demission von verschiedenen Aufgaben bekanntgab.

Das Ressort Matchchef übernimmt Stefan Hickert (links) von Res Künzli, in der Mitte Heidi Hildebrand, die nach vielen Jahren ihre Demission von verschiedenen Aufgaben bekanntgab.

Bild: Franz Steiner

Eine weitere Rochade gab es beim Ressort Matchschützen; Stefan Hickert (Jahrgang 1993), der sich zuvor während acht Jahren dem Nachwuchs widmete, löst in dieser Funktion im siebenköpfigen Vorstand Res Künzli ab.

Grosser Nachholbedarf: Endlich kann wieder geehrt werden

Die Schützenkönige 300 m und Pistole 50/25 m: Walter Lusti (SG Nesslau, links) und Andreas Schweizer (PS Alt St.Johann). Es fehlt Michael Schafflützel (300 m).

Die Schützenkönige 300 m und Pistole 50/25 m: Walter Lusti (SG Nesslau, links) und Andreas Schweizer (PS Alt St.Johann). Es fehlt Michael Schafflützel (300 m).

Bild: Franz Steiner

Das zweitletzte Traktandum des Abends – Ehrungen – dauerte lange, denn es gab einen grossen Nachholbedarf. Mit gut zehnmonatiger Verspätung konnte doch noch der Schützenkönig 300 Meter des Feldschiessens, Walter Lusti, SG Nesslau, gekrönt werden. Michael Schafflützel (MSV Speer-Laad, Jahrgang 1985), der wie Lusti mit 71 Punkten nur einen Punkt unter dem Maximum blieb, konnte nicht an der Versammlung teilnehmen. Bei den Pistolenschützen 50/25 m erzielte Andreas Schweizer (Jg. 1983) von den PS Alt St.Johann hervorragende 179 Punkte und wurde verdientermassen Schützenkönig.

Eine Würdigung erhielten alle Schützen mit der ersten bis vierten Feldmeisterschaft. Benno Bollhalder (FSG Alt St.Johann, Jahrgang 1964) erreichte seine vierte Feldmeisterschaft, das sind 32 Auszeichnungen sowohl beim Feldschiessen wie auch beim Obligatorisch-Schiessen.

Empfänger der Feldmeisterschaftsauszeichnung, kniend von links: Nicola Roth, Michael Roth (beide SG Laad-Nesslau, 1. Feldmeisterschaft); stehend von links: Armin Spichtig (PS Alt St.Johann), Marco Grob (MSV Wildhaus), Werner Hartmann (PS Ebnat-Kappel), Jörg Schweizer (PS Alt St.Johann), mit der 2. Feldmeisterschaft; Martin Forrer (FSG Alt St.Johann), Sepp Wietlisbach (MSV Wildhaus), Hans Giger (SG Nesslau), mit der 3. Feldmeisterschaft; Benno Bollhalder (FSG Alt St.Johann), mit der 4. Feldmeisterschaft.

Empfänger der Feldmeisterschaftsauszeichnung, kniend von links: Nicola Roth, Michael Roth (beide SG Laad-Nesslau, 1. Feldmeisterschaft); stehend von links: Armin Spichtig (PS Alt St.Johann), Marco Grob (MSV Wildhaus), Werner Hartmann (PS Ebnat-Kappel), Jörg Schweizer (PS Alt St.Johann), mit der 2. Feldmeisterschaft; Martin Forrer (FSG Alt St.Johann), Sepp Wietlisbach (MSV Wildhaus), Hans Giger (SG Nesslau), mit der 3. Feldmeisterschaft; Benno Bollhalder (FSG Alt St.Johann), mit der 4. Feldmeisterschaft.

Bild: Franz Steiner

Nach einigen Wortmeldungen bei der allgemeinen Umfrage konnte Kurt Geisser nach 75 Minuten die Versammlung schliessen und zum gemütlichen Teil übergehen.