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Aus freiwilligem Engagement ergeben sich Beziehungen fürs Leben

Zum ersten Mal hat die Gemeinde Oberhelfenschwil zu einem Dankeschönanlass für Freiwillige eingeladen. Zum reichhaltigen Zmorge auf dem «Weidhof» kamen rund 60 Personen.
Cecilia Hess-Lombriser
Toni Hässig (hinten stehend) lobt die Freiwilligenarbeit am ersten Dankeschönanlass der Gemeinde Oberhelfenschwil. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Toni Hässig (hinten stehend) lobt die Freiwilligenarbeit am ersten Dankeschönanlass der Gemeinde Oberhelfenschwil. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

«Die Menschen, die sich in unserer Gemeinde auf irgendeine Art freiwillig engagieren, tragen zur Qualität des Dorfes bei. Der gesellschaftliche Teil eines Dorfes macht diese aus, nicht die Politik. Wer sich engagiert, vernetzt sich, und es gibt Beziehungen fürs ­Leben», sagte Toni Hässig, ­Gemeindepräsident von Ober­helfenschwil, während sich die ­ersten Geladenen am Buffet im «Weidhof» bedienten.

Vorgängig hatte er sich bei den «Heldinnen und Helden des Alltags», wie die Freiwilligen heute heissen, für ihren Einsatz zu Gunsten der dörflichen Gemeinschaft oder ganz im Stillen für Einzelne bedankt.

Freiwilligenarbeit ist nicht finanzierbar

«Ein Dorf ohne gesellschaftliches Leben ist ein Schlafort und Oberhelfenschwil hätte sicher weniger Einwohnerinnen und Einwohner, wenn wir nicht ein so starkes soziales Leben hätten. Hier hilft man sich gegenseitig und organisiert Anlässe und Angebote gemeinsam», meinte Toni Hässig im bilateralen Gespräch.

Finanzierbar wäre die Arbeit der Freiwilligen niemals. Er selber engagiert sich als Gemeindepräsident bewusst nicht noch freiwillig, hatte jedoch vor 25 Jahren den Natur- und Vogelschutzverein mitgegründet und stand ihm als Gründungspräsident vor.

Die Vogelstimmen-Frühlingswanderung leitet Hässig immer noch. Von diesem Verein waren ebenfalls Vertreter zum Brunch gekommen und zudem Delegierte der Bäuerinnenvereinigung, des Jugendtreffs, der Chorgemeinschaft Lichtensteig-Oberhelfenschwil, des Chrabbelhöcks, der Kirchgemeinde, von den Feldschützen, der Musikgesellschaft, des Samaritervereins, des Trachtenchörlis, des Turnvereins oder des Verkehrsvereins. Auch Betreuerinnen des «Mäntigmarkts» waren gekommen oder die Deutschunterrichtende für Asylsuchende.

«Wenn ich euch hier sehe, dann sehe ich einen Querschnitt durch das gesellschaftliche Leben unserer Gemeinde. Dieses organisierte Zusammenleben gibt es nur auf der Basis der Freiwilligenarbeit. Zu dieser sozialen Vernetzung von uns Menschen untereinander wäre der Staat allein nicht fähig», sagte Toni Hässig anerkennend zu den Gästen, die sich verwöhnen lassen durften. Dies auch mit Schwyzerörgeli-Musik von Vanessa Wittenwiler und Seraina Anderegg. Organisiert hatten den Anlass Gemeinderätin Angelika Künzle und Gerda Oswald sowie Katrin Müller von der Gemeindeverwaltung.

Der Einsatz muss sinnbringend sein

Hässig sprach auch das an, was Freiwillige äussern, wenn sie darauf angesprochen werden: «Ein Projekt oder ein Zweck muss für Freiwillige sinnvoll sein; sie müssen ihre eigenen Werte einbringen können.»

Das anwesende Kleinkind wurde am Dankeschönanlass in die Freiwilligenarbeit eingeführt, wie es hiess. Und mit welchen Argumenten? «Sie gibt Befriedigung, Freude, schafft Kontakte und verbindet.» Wenn die Reaktionen auf den ersten Dankeschönanlass positiv sind, soll er alle zwei Jahre stattfinden.

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