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Serie

Ein Wattwiler auf Weltreise (Folge 8): Betten machen für Kost und Logis in Riga

Maurice Grob aus Wattwil ist im September 2018 zu einer Weltreise aufgebrochen, die fünf Jahre dauern soll. Bei seinem Fernstudium in Mathematik legt er eine Pause ein und konzentriert sich derzeit auf Kulturelles und Sprachen. In loser Folge berichtet der Toggenburger von seinen Erlebnissen.
Maurice Grob
Als Anhalter an der norwegisch-finnischen Grenze. (Bilder: Maurice Grob)

Als Anhalter an der norwegisch-finnischen Grenze. (Bilder: Maurice Grob)

Nach zwei Wochen Tromsø, Norwegen, verliess ich das Paris des Nordens etwas früher als geplant.

Voll beladen und für das kalte Wetter gerüstet stellte ich mich an einem Samstagmorgen an die Strasse und wartete auf eine Mitfahrgelegenheit. Am ersten Tag lief es ziemlich gut, obwohl Skandinavien unter Reisenden für Anhalter als schwierig gilt, war ich schon nach sechs Stunden in Finnland.

Zu Fuss auf den Weg nach Helsinki

Dort hatte ich allerdings weniger Glück und verbrachte rund drei Stunden an der Strasse, bei minus 12 Grad. Das war kein wirkliches Vergnügen. Als ich schon am Aufgeben war und mich zu Fuss auf den Weg nach Helsinki machte − immerhin 1200 Kilometer entfernt − hielt schliesslich doch noch ein Autofahrer an. Meine Verwunderung war gross, als der nette Herr sagte, dass er bis nach Vilnius, Litauen, fahren werde und mich gerne mitnehme. Nach 18 Stunden Autofahrt hatte ich einen neuen Freund und Finnland lag hinter mir.

Die Zeit in der Party-Stadt genossen

Auf der Fähre von Helsinki nach Tallinn verabschiedete ich mich von Aleksandr. In Tallinn angekommen ging es weiter zu Fuss in die Stadt. Über Facebook und Couchsurfing, ein Gastfreundschaftsnetzwerk, kam ich in Kontakt mit verschiedenen Leuten, die mir einen Platz zur Verfügung stellten. So verlängerte ich meine Reise in den Süden und hängte ein paar Tage in den baltischen Staaten an.

In Riga, Lettland, fand ich ein Hostel, das mir anbot, als freiwilliger Helfer drei Wochen zu bleiben und für Kost und Logis jeweils am Morgen die Betten zu machen. Ich nahm dieses Angebot an und genoss die Zeit in der Party-Stadt.

In Riga macht Maurice Grob für Kost und Logis Betten und geniesst das Nachtleben.

In Riga macht Maurice Grob für Kost und Logis Betten und geniesst das Nachtleben.

Vermisstmeldung: Bier trinken und Karaoke singen

Es war eine gute Möglichkeit, das nachzuholen, was ich in Schweden vermisst habe: Mit gleichaltrigen Leuten Bier trinken und Karaoke singen. In Riga hat mir die Zeit mit den Leuten und den Ausgangsmöglichkeiten so gut gefallen, dass ich ein vergleichbares Hostel in Warschau, Polen, suchte. Dank der Website www.workaway.info wurde ich schnell fündig und hatte ein Angebot, für rund vier bis sechs Wochen in der Hauptstadt Polens als Tour-Organisator den Hotelgästen die Stadt und die Ausgehmöglichkeiten zu zeigen.

Die Weiterreise geht nach Polen

Meine Reise von Riga nach Polen verlief ohne Probleme. Zuerst fuhr ich mit dem Bus von Lettland nach Litauen, das ist eine wunderschöne Strecke durch die Natur. In Vilnius angekommen lernte ich am Busbahnhof eine Mexikanerin kennen, die ebenfalls nach Warschau unterwegs war. So konnte ich die lange Busfahrt nutzen, um mein Spanisch zu verbessern. Es war ein willkommener Zeitvertreib auf der zwölfstündigen Fahrt. Nun bin ich gespannt auf die Zeit in Polen.

Auch in Riga wird auf das Klima aufmerksam gemacht.

Auch in Riga wird auf das Klima aufmerksam gemacht.

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