Besitzerwechsel: Das Hotel Restaurant Schönenboden in Wildhaus wird zu einem Bed&Breakfast

Der «Schönenboden» in Wildhaus erhält neue Wirte. Barbara Sutter und Walter Wenk hören als Gastgeber am 23. März mit einer «Ustrinkete» auf. Ab Dezember empfangen Priska und Ueli Wenk die Gäste in einem B&B.

Christiana Sutter
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Walter Wenk und Barbara Sutter (2. von links und ganz rechts) beenden ihre offizielle Arbeit im «Schönenboden» mit der «Ustrinkete» Ende März. Die Nachfolger,  Priska und Ueli Wenk, planen, im Hotel ab Dezember ein eigenes B&B aufgleisen zu können. (Bild: Christiana Sutter)

Walter Wenk und Barbara Sutter (2. von links und ganz rechts) beenden ihre offizielle Arbeit im «Schönenboden» mit der «Ustrinkete» Ende März. Die Nachfolger,
Priska und Ueli Wenk, planen, im Hotel ab Dezember ein eigenes B&B aufgleisen zu können. (Bild: Christiana Sutter)

Barbara Sutter und Walter Wenk hören nach fünf Jahren im «Schönenboden» auf. «Wir hofften, dass Einheimische das Restaurant kaufen», sagt Barbara Sutter. Vor ein paar Tagen wurde der Verkauf besiegelt. Ueli Wenk, aufgewachsen in der Bosele im Schönenboden, Wildhaus, wird zusammen mit seiner Frau Priska und den drei Kindern in das traditionelle Hotel einziehen und ab Mitte Dezember Gäste im Bed & Breakfast (B&B)empfangen.

Im April 2014 haben Barbara Sutter und Walter Wenk den «Schönenboden» von Hans Wenk, dem Bruder von Walter Wenk, gekauft. Seit dem 10. Mai 2014 sind die beiden Gastgeber. Er in der Küche, sie an der Front. Einheimische und Gäste schätzten die traditionelle, kreative Küche von Walter Wenk und das heimelige Ambiente. Viele Einheimische trafen sich am Feierabend am Stammtisch zum «zäme sitze und zäme schwätze», sagt Barbara Sutter, «das war über die Jahre auch unser Motto.»

Einfacher Komfort mit persönlicher Betreuung

Die Tradition und die Kultur wurden im «Schönenboden» mit verschiedenen Anlässen gepflegt. Die acht Hotelzimmer auf zwei Stockwerken waren mehrheitlich ausgebucht. Das Gasthaus beherbergte Gäste aus dem In- und Ausland. Viele der Gäste kamen immer wieder für mehrere Tage in die Ferien. «Unsere Gäste schätzten den einfachen Komfort und die persönliche Betreuung von einheimischen Gastgebern», sagt Barbara Sutter. Schon bald nach der Eröffnung 2014 stellte sich heraus, dass der Betrieb gut lief. «Ein möglicher Grund», sagt Sutter, «ist, dass wir Einheimische sind und ich aus meiner früheren Tätigkeit beim Sport-Sutter einen grossen Bekanntenkreis habe.» Es wurde immer mehr Arbeit. 15-Stunden-Arbeitstage waren die Regel. «Es wurde uns zu streng.» Die Gesundheit leidet. «Die ursprüngliche Idee war es, den Betrieb zu zweit mit Aushilfen führen zu können.»

Äusserlich soll sich das Hotel Restaurant Schönenboden in Wildhaus nicht verändern. Im Innern entsteht ein B&B. (Bild: Christiana Sutter)

Äusserlich soll sich das Hotel Restaurant Schönenboden in Wildhaus nicht verändern. Im Innern entsteht ein B&B. (Bild: Christiana Sutter)

Barbara Sutter wird bald 65 Jahre alt und geht in Pension. «Ab Mai werde ich den ‹Schönenboden› bis Oktober noch als B&B führen und von Donnerstag bis Sonntag das Restaurant mit einem kleinen Angebot geöffnet haben.» Walter Wenk beginnt nach Ostern in einem Handwerksbetrieb in Wildhaus zu arbeiten. «Es ist mein Wunsch, wieder Draussen zu arbeiten», sagt Wenk. Sie bleiben in der Gemeinde wohnen. «Wir suchen uns jetzt ein neues Daheim.»

Ideen und neue Visionen für den Betrieb

Ueli Wenk ist im Schönenboden aufgewachsen, in der Bosele. Sein Grossvater war der Onkel von Walter Wenk. Ueli Wenk ist gelernter Zimmermann und arbeitet in einer Zimmerei in Bendern. Während zwölf Jahren war er nebenberuflich Hausabwart in der Reka Wildhaus. Priska Wenk ist im Bündnerland aufgewachsen und kommt aus einer Hotellerie-Familie aus dem Wallis. «Mein Vater ist in Blatten im Hotel Edelweiss aufgewachsen, dort habe ich ab und zu ausgeholfen.» Ihre Ausbildung hat sie in der Baubranche absolviert. Heute arbeitet sie in der Elternbildung nach dem «Gordon»- Modell. Aktuell bereitet sie sich auf die neue Aufgabe im Hotel Schönenboden vor. «Ich beginne im April mit Modulen bei Gastro Suisse.» Nebenbei betrieben sie an der Moosstrasse in Wildhaus ein B&B. «Ich kenne die Angebote von B&B von meinen Reisen durch Irland und Schottland, es hat mich immer fasziniert.» 2010 haben Ueli und Priska Wenk im Hotel Schönenboden geheiratet. «Mir hat das Haus gefallen», sagt sie. «Für mich war klar, dass das mein B&B sein könnte.» Zu jenem Zeitpunkt war das jedoch noch unrealistisch.

Für die Zukunft haben Priska und Ueli Wenk Ideen und neue Visionen, wie sich der «Schönenboden» entwickeln könnte. «Das Haus und dessen Form müssen so erhalten bleiben, das ist mein Ziel», sagt der Zimmermann. Zuerst wird das Paar von der Moosstrasse in eine eigene Wohnung im «Schönenboden» ziehen. Die Eröffnung ihres B&B ist vor Weihnachten geplant. Priska Wenk wird den Betrieb mit Aushilfen führen. Ueli Wenk arbeitet als Zimmermann weiter.

Hinweis

Hinweis Samstag, 23. März, «Ustrinkete» im Hotel Schönenboden, ab 18 Uhr. Musik mit der Kapelle Enzian aus Appenzell. Flohmarkt von Freitag, 29. März, bis Sonntag, 31. März.