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Beschulung wird immer komplexer – Die Heilpädagogische Schule Toggenburg muss eine neue Strategie erarbeiten

Der Heilpädagogischen Schule Toggenburg mit Sitz in Wattwil fehlt einzig die Schulanerkennung durch den Kanton. Ansonsten läuft alles rund, wie Präsident Andreas Lusti an der Hauptversammlung informierte.
Cecilia Hess-Lombriser
Die Mitglieder stellten sich hinter die Anträge des Vorstands und genehmigten alle Geschäfte. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Mitglieder stellten sich hinter die Anträge des Vorstands und genehmigten alle Geschäfte. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Heilpädagogische Schule (HPS) Toggenburg ist als Verein organisiert und damit eine privatrechtliche Organisation. Wie Andreas Lusti in seinem Jahresbericht schreibt, ist die rechtliche Situation aller Sonderschulen im Kanton St.Gallen konfliktbehaftet. Einerseits seien alle Schulen in irgendeiner Rechtsform als Privatschulen organisiert, gleichzeitig habe sie der Kanton mit dem neuen Volksschulgesetz und dem neuen Sonderpädagogikkonzept als «Volksschulen» anerkannt und dennoch gebe es in vielen Detailfragen unterschiedliche Ansichten.

«Wir hoffen auf eine baldige Schulanerkennung und sind bereit, konstruktiv an den nötigen Lösungen mitzuarbeiten», betonte der Präsident am Montagabend.

Anzahl Kinder steigt ab Sommer

Die Leitung der HPS hofft, dass sich die Beziehung mit dem Bildungsdepartement entkrampft, damit der Fokus wieder auf die eigentliche Arbeit der Schule gelegt werden kann. Der Vorstand möchte zusammen mit der Institutionsleitung die Strategie der Schule neu erarbeiten und die Weichen für die Zukunft stellen. Andreas Lusti:

«Dabei sollen auch möglich Zusammenarbeitsmodelle mit anderen Institutionen und Schulen geprüft werden.»

Die Komplexität wachse, die Beschulung der Kinder werde anspruchsvoller und die Anzahl Kinder werde mit dem neuen Schuljahr auf einen Rekordstand von vermutlich 65 ansteigen. Zurzeit sind es 59.

In diesem Zusammenhang sprach er den Lehrpersonen seine Wertschätzung aus. «Sie gehen auf die Bedürfnisse und Kenntnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler ein und haben für alle den passenden Lehr- und Förderplan erarbeitet. Daran halten sie sich im Unterricht und können so zusammen mit viel Fachwissen, Empathie und Flexibilität die Schülerinnen und Schüler optimal fördern und fordern. Das ist sehr eindrücklich.»

Vielseitige, individuelle Förderung im Alltag

In ihrem schriftlichen Bericht geht Institutionsleiterin Regina Diethelm auf verschiedene Förderbereiche ein. Da geht es darum, dass die Kinder lernen, für sich selber zu sorgen, mit Anforderungen umzugehen, sich in einer ungewohnten Umgebung zu bewegen, motorische Fähigkeiten zu gewinnen oder die Ausdauer zu verbessern. Im Alltag wird gelernt, im Zug zu reisen, eine neue Umgebung kennen zu lernen, ein Museum zu besuchen oder sich im öffentlich Raum zu bewegen und einen angepassten Umgang mit anderen Menschen zu pflegen.

Um diese und andere Ziele zu erreichen, ist viel Personal nötig. Allein der Personalaufwand beläuft sich auf knapp 3,2 Millionen Franken. Andreas Lusti stellte fest:

«Der Verein steht allerdings auf finanziell gesundem Grund. Das ermöglicht Investitionen im Umfang von über 300'000 Franken.»

Die zweite Etappe der Sanierung der WC-Räume steht an, die Sanierung des Flachdachs und die Erneuerung der Schliessanlage. Die Informatik muss aufgerüstet werden und die Anschaffung eines Schulbusses ist unterdessen unumgänglich.

Angestellte halten der HPS die Treue

Andreas Lusti zeigte sich erfreut, dass viele Angestellte der Schule die Treue halten. So konnten einige von ihnen ein Arbeitsjubiläum feiern. Roger Stahl für 20 Jahre; Barbara Fust für 15 Jahre. Beide sind Heilpädagogen. Schulassistentin Lilian Kreyenbühl schaut ebenfalls auf 15 Jahre in der HPS zurück. Seit zehn Jahren ist das Hauswart-Ehepaar Yvonne und Erwin Breitenmoser im Dienst, ebenso Angela Lorenz, die Köchin. Ihnen sprach Regina Diethelm einen grossen Dank aus, verbunden mit individuellen Aussagen zur Bedeutung ihrer Arbeit und ihres Engagements.

Am Schluss der Versammlung spielten Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Martin Keller und Daniela Köppel ein Theater in origineller Kulisse auf. «Hokus Pokus in der Nacht», hiess das Stück, das von Rhythmus geprägt war. Rhythmus in der in Versform erzählten Geschichte, Rhythmus beim Schlagen auf Plastikeimern oder in die Hände und Rhythmus beim Tanzen. Ein anerkennender Applaus war den Schauspielerinnen und Schauspielern und ihren Lehrpersonen gewiss.

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