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Beitragslücken vermeiden

Beitragslücken bei der AHV führen dazu, dass es im Alter nur eine Teilrente gibt. Beiträge müssen alle Einwohner von 20 Jahren bis zum Rentenalter zahlen.
Martin Knoepfel
Ein sorgenfreier Ruhestand setzt voraus, dass keine finanziellen Engpässe drücken. (Bild: Fotolia / Erwin Wodicka (2007))

Ein sorgenfreier Ruhestand setzt voraus, dass keine finanziellen Engpässe drücken. (Bild: Fotolia / Erwin Wodicka (2007))

Die allermeisten Firmen rechnen die Arbeitnehmerbeiträge an die AHV korrekt mit den Sozialversicherungen ab. Es kommt aber auch ausserhalb des Rotlicht-Milieus vor, dass Firmen Sozialversicherungsbeiträge zurückbehalten und das Geld anderweitig verwenden. Zum Beispiel, wenn eine Firma in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Schutzbestimmung für die Arbeitnehmer

Jeder Arbeitnehmer – und auch jeder Selbstständigerwerbende – hat bei der AHV ein Individuelles Konto. Wenn Sozialversicherungsbeiträge zurückbehalten werden, kann das zu Beitragslücken auf dem Individuellen Konto führen. Beitragslücken haben für Arbeitnehmer tiefere AHV-Renten – man spricht dann von Teilrenten – im Alter zur Folge.

Ein fehlendes Beitragsjahr führt in der Regel zu einer Rentenkürzung von mindestens einem Vierundvierzigstel oder knapp 2,5 Prozent. Das kann man dem Internet-Auftritt des Bundesamts für Sozialversicherungen entnehmen. Da stellt sich die Frage, was Arbeitnehmer tun können, um solche Lücken zu vermeiden. Beim Bundesamt für Sozialversicherungen war zu erfahren, dass die Frist für die Nachzahlung geschuldeter AHV-Beiträge fünf Jahre dauert. Rechtlich ist es klar. Der Arbeitgeber muss die Arbeitnehmerbeiträge, welche er seinen Mitarbeitern vom Lohn abgezogen, aber nicht an die Sozialversicherung überwiesen hat, nachzahlen.

Wenn der Arbeitgeber bankrott ist, bekommt die AHV das Geld natürlich nicht mehr. Für diesen Fall gibt es eine Schutzbestimmung zu Gunsten der Arbeitnehmer im Gesetz: Die ausstehenden AHV-Beiträge können dem Individuellen Konto des Betroffenen gutgeschrieben werden. Bedingung ist, dass er mit seinem Lohnausweis belegen kann, dass die Firma ihm das Geld abgezogen hat. Es ist also ratsam, Lohnausweise, die ja nicht viel Platz beanspruchen, einige Jahre aufzubewahren.

Fünf-Jahre-Begrenzung gilt nicht mehr

Wer sicher sein will, dass er keine Beitragslücken hat, kann das einfach feststellen. Er muss sich nur regelmässig bei seiner Ausgleichskasse erkundigen, ob die AHV-Beiträge tatsächlich auf dem Individuellen Konto eingegangen sind.

Wenn jemand in verschiedenen Unternehmen arbeitet, kommen unter Umständen mehrere Ausgleichskassen ins Spiel. Wer Gewissheit haben will, muss sich nur bei einer involvierten Kasse erkundigen, nicht bei allen. Früher war eine solche Anfrage alle fünf Jahre gratis. Diese Begrenzung gilt nicht mehr.

Beitragslücken können auch aus anderen Gründen als dem Zurückbehalten der Beiträge entstehen. Zum Beispiel, wenn jemand nicht erwerbstätig ist. Dies dürfte sehr viel häufiger sein. Zu den Nichterwerbstätigen zählen unter anderem Arbeitslose und Studenten, die keiner Lohnarbeit nachgehen. Das Gleiche gilt für Personen, die eine lange Auszeit machen oder für Frühpensionierte. Beitragspflichtig sind sämtliche Einwohner der Schweiz vom 20. Altersjahr bis zum ordentlichen Rentenalter. Nichterwerbstätige müssen sich selber um die Anmeldung bei der AHV (und IV) kümmern. Im Internet-Auftritt des Bundesamtes für Sozialversicherungen findet man ein Merkblatt mit Informationen über das Individuelle Konto.

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