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Beim Strompreis gibt es grosse Unterschiede zwischen den Kantonen

Im Kanton Luzern ist der Strom am billigsten. Auch die Ostschweiz hat günstige Strompreise. Innerhalb des Kantons St. Gallen hat Mörschwil den tiefsten Tarif, während Berneck die teuerste Gemeinde ist.
Martin Knoepfel
Ein Starkstrommasten in Oberbüren. (Bild: Benjamin Manser und Urs Bucher)

Ein Starkstrommasten in Oberbüren. (Bild: Benjamin Manser und Urs Bucher)

Die Schweiz hat einen neuen Leader, zumindest, was tiefe Strompreise angeht. Das zeigt die Auswertung der Strompreise, die ab 2020 verrechnet werden. Es handelt sich um den Kanton Luzern. 11,82 Rappen kostet die Kilowattstunde (KWh) elektrischer Energie.

Auf Platz zwei liegt mit einem weiten Abstand der Kanton Zürich. Basel-Stadt ist mit 25,12 Rappen wiederum am teuersten, wobei die für den Vergleich gewählte Kategorie dort wenig relevant ist.

Recht günstiger Strom in der Ostschweiz

Generell sind die Strompreise in der Ostschweiz moderat, wenn man die Kantonsebene ansieht. Am billigsten kommt man in Appenzell Ausserrhoden weg mit 16,03 Rappen.

In Appenzell Innerrhoden zahlt man 16,28 Rappen. Im Thurgau sind es schon 17,54 Rappen pro KWh, während der Strom im Kanton St.Gallen 17,66 Rappen kostet, nach 17,29 Rappen pro KWh im laufenden Jahr.

Der Strom kostet in Berneck fast 21 Rappen pro Kilowattstunde

Glarus und Graubünden sind nächstes Jahr mit 19,61 und 20,01 Rappen deutlich teurer. Zürich wird im kommenden Jahr mit 15,57 Rappen erneut günstiger als St.Gallen sein. Zur Berechnung der Durchschnittspreise der Kantone werden die Tarife ihrer Gemeinden mit der Einwohnerzahl gewichtet.

Im Kanton St.Gallen hat Mörschwil nächstes Jahr erneut den günstigsten Strompreis, diesmal mit 13,87 Rappen. Tübach verlangt 14,12 Rappen, und Kaltbrunn liegt bei 14,86 Rappen. Die teuerste Gemeinde im Kanton St.Gallen ist wie im laufenden Jahr Berneck mit neu 20,99 Rappen.

In der Stadt St.Gallen sind es 17,97 Rappen. Wil liegt mit 17,44 Rappen tiefer, ebenso Rapperswil-Jona mit 17,27 Rappen. Grabs und Gams berechnen bei 19 und 19,24 Rappen pro KWh, wobei der Preisanstieg in Grabs mit fast zwei Rappen sehr stark ist.

Rückläufige Strompreise in der Stadt St. Gallen

Günstiger sind Gommiswald und Eschenbach mit 16,03 und 16,63 Rappen. Den gleichen Preis verrechnet Oberuzwil. Jonschwil und Degersheim liegen mit 16,73 und 16,86 Rappen höher. Die Rosenstadt, Gommiswald und St.Gallen zählen zu den Gemeinden im Kanton, in denen der Strom nächstes Jahr billiger wird, wobei der Rückgang in Rapperswil-Jona nur sehr klein ist.

In Ausserrhoden liegen Schwellbrunn und Hundwil mit 15,98 und 16,03 Rappen fast gleichauf. Schönengrund und Urnäsch sind mit 18,40 und 20,22 Rappen pro KWh teurer. In all diesen vier Gemeinden wird der Strom 2020 aufschlagen.

Vergleich für Einfamilienhäuser mit fünf Zimmern

Die Auswertung basiert auf Angaben im Internet-Auftritt der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom). Verglichen wurden die Strompreise privater Haushalte der Kategorie H5, wenn man das günstigste Produkt wählt. Allerdings ist an einigen Orten nur das Standardprodukt angegeben.

Bei allen Preisen kommt noch die Mehrwertsteuer dazu. Die Kategorie H5 in der Klassierung der Elcom umfasst Einfamilienhäuser mit einem Verbrauch von 7500 KWh pro Jahr und fünf Zimmern sowie Elektroherd, Elektroboiler und Tumbler. Bei einigen Versorgern sind die Zahlen für die Kategorie H5 nicht verfügbar.

Preise können von der Elcom auch rückwirkend gesenkt werden

Nur die grössten Stromkunden in der Schweiz mit einem Verbrauch von über 100000 KWh im Jahr können den Lieferanten frei wählen. Alle anderen werden von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) beliefert, die ein Gebietsmonopol haben. Die EVU müssen der Elcom die Preise melden.

Die Elcom ist der Regulator auf dem Strommarkt. Sie beaufsichtigt unter anderem den Monopolbereich und kann überhöhte Strompreise senken oder ungerechtfertigte Preiserhöhungen verbieten. Sie überwacht auch den Grosshandel.

Der Bundesrat wählt die fünf bis sieben Mitglieder der Elcom. Präsident ist der frühere Ständerat und Landammann Carlo Schmid aus Appenzell Innerrhoden.

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