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Bei der Thurputzete ist es normal, Velos und Schrott zu finden

Am 20. Oktober führten die Mitglieder des Fischereiveriens Thur die alljährliche Flussreinigung durch. Dabei befreiten sie den Fluss auf 22,4 Kilometern, zwischen Ulisbach und der Mühlau bei Bazenheid, von Abfall.
Sascha Erni
54 Männer und Frauen suchten das Thur-Flussbett nach Müll ab. (Bild: Sascha Erni)

54 Männer und Frauen suchten das Thur-Flussbett nach Müll ab. (Bild: Sascha Erni)

Bereits um sieben Uhr morgens fanden sich die 54 Helferinnen und Helfer des Fischereivereins Thur im Feuerwehrdepot Wattwil ein. Das Organisationskomitee um Bernhard Herbert und Marcel Schönenberger hatte bereits am Tag zuvor das gemeinsame Frühstück vorbereitet. An diesem Samstag sollten in gut fünf Stunden Arbeit 22,4 Kilometer Fluss von Müll bereinigt werden.

Fünf Gruppen kontrollierten dazu die Thur zwischen Ulisbach (Wattwil) und Mühlau (Bazenheid). Eine sechsköpfige Taucher-Gruppe kam gezielt an den tieferen Stellen wie der Äulischlucht bei Lichtensteig zum Einsatz. Das gefundene Material brachten die Fischer mit Anhängern und Kleinlastern zu Schönenberg Recycling in der Wattwiler Flooz. Das Unternehmen stellte ihnen zwei Container kostenlos zur Verfügung.

Weniger Plastiksäcke durch Gebühr?

Jedes Jahr führt der Fischereiverein Thur Ende Oktober seine Thurputzete durch. Die Fischereisaison nähert sich dann ihrem endgültigen Ende zu. Und die Laichplätze der Fische seien nicht länger durch das Waten der Putzequipe gefährdet, wie Fischereiaufseher Marcel Schönenberger erklärte.

Die 54 Männer und Frauen marschierten ihren Thur-Abschnitt in hohen Stiefeln ab, Metall kam in einen Jutebeutel, Plastik in einen Kehrichtsack. «Das Metall ist weniger schlimm für die Fische als Plastik», so Schönenberger. Die Funde der Crew führten zu Kopfschütteln. Kuhtränken, Fussbälle, Baustellen-Absperrungen, Einweggrille, Autoreifen, Fahrräder und vieles mehr fand sich im Flussbett. «Velos sind Standard», sagte Schönenberger. Als die Taucher einen Fahrzeugmotor fanden schmunzelte er aber. «Der wurde eher nicht zufällig in die Thur geschwemmt.»

In der Vergangenheit brachte die Thurputzete gar Tresore und Pool-Sprungbretter zu Tage. Gegen 14 Uhr waren sich die Männer und Frauen einig: Trotz der grossen Menge an Müll war die Ausbeute weniger erschreckend als die Jahre zuvor. Besonders auffällig war die Abnahme an Einweg-Plastiksäckchen. Ein Fischer hat seit der Einführung der Säckchen-Gebühr beobachtet, dass immer weniger davon die Thur verschmutzen. Andere zeigten sich sicher, dass es am Dürresommer liegt: Vieles, was normalerweise in der Thur landet, wird bei Hochwasser vom Ufer geschwemmt.

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