B&B-Eröffnung in Wildhaus: Baumarten statt Zimmernummern

Ab Samstag empfängt Priska Wenk Gäste im «Zimmer und Z’Morgä Schönenboden» in Wildhaus.

Sabine Camedda
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Priska Wenk nutzt die letzten Tage vor der Eröffnung, um die Zimmer für die Gäste vorzubereiten.

Priska Wenk nutzt die letzten Tage vor der Eröffnung, um die Zimmer für die Gäste vorzubereiten.

Bild: Sabine Camedda

Pünktlich auf den Ferienbeginn kehrt Leben ins ehemalige Hotel Schönenboden in Wildhaus ein. Am Samstag eröffnet Priska Wenk ihr «Zimmer und Z’Morgä Schönenboden». Die Gäste sind in einfachen Zimmern untergebracht, die nach Baumarten benannt sind. «Es war mir zu langweilig, die Zimmer zu nummerieren», erklärt Gastgeberin Priska Wenk. Bäume hätten eine Geschichte und ihnen würden besondere Eigenschaften zugeschrieben. Jeweils eine davon lernen die Gäste im «Schönenboden» kennen.

Mit ihrem Übernachtungsangebot will Priska Wenk Naturfreunde und Familien ansprechen und ihnen günstige Ferien ermöglichen. Der Standort des Gasthauses sei zudem ideal, um zu entschleunigen und zur Ruhe zu kommen. Aktivitäten sind trotzdem möglich. Der Skibus halte im Winter vor dem Haus, im Sommer können die Gäste wandern und baden, zudem soll eine Ladestation für E-Bikes eingerichtet werden.

Für die Familien hat Priska Wenk, die mit ihrem Mann Ueli drei Kinder hat, eine besondere Idee: Sie will das Kinderbuch Froos in ihrem Haus aufnehmen. Sie bieten ihren Gästen das Buch und selbst angefertigte Froos-Figuren an, zudem plant sie, im Garten einen thematisch passenden Spaziergang auszuschildern.

Einheimische Produkte auf dem Frühstückstisch

Es ist ihr wichtig, dass die Gäste ein gutes Frühstück erhalten. Nach Möglichkeit bietet sie auf dem Buffet regionale Produkte an. Wegen ihres Familienlebens verzichtet Priska Wenk jedoch darauf, im «Schönenboden» einen Restaurationsbetrieb zu führen. Wenn jemand in den Räumlichkeiten eine Feier veranstalten möchte, bietet die Gastgeberin Hand. Für solche Fälle könne sie auf ein Team aus Fachpersonen zurückgreifen. Ebenfalls plant sie, an acht Sonntagen im kommenden Jahr einen Brunch aufzutischen, zu welchem sie auch Einheimische gerne begrüsst. Die Gaststube ist für die Öffentlichkeit regelmässig geöffnet. Am Dienstag und Freitag jeweils von 16 bis 20 Uhr und am Donnerstag und Freitag von 8 bis 11.30 Uhr ist Café-Betrieb.

Eine Möglichkeit, das «Zimmer und Z’Morgä Schönenboden» zu besichtigen, gibt es ausserdem am kommenden Samstag, 21. Dezember. Anlässlich der Eröffnung lädt Priska Wenk ab 11 Uhr alle Interessierten ein, die Zimmer zu besichtigen und bei einem Apéro anzustossen.

Kinesiologie hat einen Platz im Gasthaus

Sie sei eine Quereinsteigerin, erzählt Priska Wenk. Sie gibt Kurse als Coach und absolviert eine Ausbildung als Kinesiologin. Das werde sie neben dem «Zimmer und Z’Morgä Schönenboden» weiterführen, sagt sie und zeigt einen Raum im Haus, den sie für die Kinesiologie nutzen will. Priska Wenk will zudem einen kleinen Shop aufbauen, in dem sie Toggenburger Erzeugnisse anbietet. «So können meine Gäste ein kleines Mitbringsel für zu Hause kaufen», stellt sie sich vor.

Erfahrung in der Hotelbranche machte sie in dem Betrieb, in dem ihr Vater aufgewachsen ist. «Seit einigen Jahren haben wir hier in Wildhaus auch immer Gäste in einem Bed and Breakfast empfangen», sagt sie. Davon könne sie nun profitieren. Nicht nur, weil sie bei ihren Gästen ihr neues Angebot bewerben kann, sondern auch, weil der Betrieb Mitglied von Bed and Breakfast Switzerland ist. Dies garantiere den Gästen Qualität und sie selber könne die entsprechenden Werbe- und Buchungsplattformen nutzen.

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