Interview

Bazenheids Ex-Trainer Heris Stefanachi ist auch bei Brühl erfolgreich

Über fünf Jahre war der 39-Jährige Trainer beim FC Bazenheid. Nun hat er auch bei den Krontalern Erfolg.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Teilen
Heris Stefanachi ist definitiv beim SC Brühl angekommen. Hier jubelt er mit seiner Mannschaft über ein Tor beim 2:2 gegen Challenge-League-Absteiger Rapperswil-Jona. (Bild: PD)

Heris Stefanachi ist definitiv beim SC Brühl angekommen. Hier jubelt er mit seiner Mannschaft über ein Tor beim 2:2 gegen Challenge-League-Absteiger Rapperswil-Jona. (Bild: PD)

Sechs Spiele elf Punkte. Der Start in die Meisterschaft mit Brühl in der Promotion League verlief verheissungsvoll. Sind Sie zufrieden?

Heris Stefanachi: Ja, ich bin zufrieden. Wir haben unser Spiel ein bisschen angepasst, indem wir mit etwas weniger Risiko spielen. Der Schwerpunkt in der Anfangsphase lag beim Sammeln von Punkten. Das ist uns gelungen.

Wie sehen Ihre Ziele mit Brühl aus? Gibt es seitens des Vorstandes eine Vorgabe?

Wir wollen in erster Linie nichts mit dem Abstieg zu tun haben und eine Klassierung im sicheren Mittelfeld erreichen. Ist dies geschafft, möchten wir unsere Limiten nach oben ausloten. Wir dürfen nie vergessen, wer wir sind, ohne dabei ausser acht zu lassen, uns stetig zu verbessern.

Heris Stefanachi, Trainer SC Brühl. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Heris Stefanachi, Trainer SC Brühl. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Start Ihrer Brühler Zeit verlief trotz Startsieg eher durchzogen. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Es war eine schwierige Phase mit vielen Verletzten und zwei Abgängen kurz vor Rückrundenbeginn. Ich habe aber die Mannschaft mit vier Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen übernommen und die Saison mit acht Punkten Reserve beendet. Das Mindestziel wurde erreicht.

Spürten Sie in jener Phase Druck vom Vorstand?

Vorstand und Sportchef haben sich sehr professionell Verhalten. Ich habe das Vertrauen gespürt, darüber bin ich sehr dankbar. Dieses Vertrauen möchte ich mit meiner Mannschaft in dieser Saison mit Resultaten und guten Spielen zurückzahlen.

Jetzt läuft es. Verraten Sie uns Ihr Rezept, weshalb Sie sowohl in Bazenheid als auch in Brühl Erfolg haben?

Man kann erst von Erfolg sprechen, wenn wir Ende Saison etwas erreicht haben. Wir sind vorerst gut gestartet – mehr nicht.

Aber es muss trotzdem etwas an der starken Anfangsphase dran sein?

Wir analysierten die Situation im Sommer und haben das Kader mit den richtigen Spielertypen ergänzt. Nun liegt es an mir als Trainer, das Maximum aus diesen Spielern rauszuholen.

Im Brühler-Kader finden sich mit Christoph Gebert, Demian Titaro und Darko Anic drei ehemalige Bazenheider. Wie machen sie sich?

Christoph Gebert hat leider eine langwierige Verletzung, die ihm und uns zu schaffen macht. Er konnte bisher noch nicht auflaufen, arbeitet aber hart an seiner Rückkehr. Demian Titaro hatte schon Einsätze, er entwickelt sich stetig weiter. Darko Anic hat am letzten Wochenende das erste Mal von Anfang an gespielt und gleich zwei Tore geschossen. Das Potenzial aller drei ist noch nicht ausgeschöpft.

Der FC Bazenheid, Ihr ehemaliger Verein, bei dem Sie fünfeinhalb Jahre Trainer waren, macht zurzeit eine schwierige Phase durch. Leiden Sie mit?

Ja. Ich habe in Bazenheid noch immer viele Freunde. Wir hatten auch in der Vergangenheit holprige Phasen, konnten uns danach aber immer steigern. Ich hoffe, das wird auch diesmal passieren.

Im Juni haben viele Spieler den Verein verlassen. Könnte dies damit zusammenhängen, dass Sie nicht mehr Trainer sind?

Ich denke, es war einfach das Ende einer Ära. Zudem ist es doch ein normaler Vorgang, dass sich Spieler neu orientieren, wenn der langjährige Trainer den Verein verlässt.

Was muss man aus Ihrer Sicht machen, damit es wieder aufwärts geht?

Bazenheid hat gute Leute an den wichtigen Positionen. Die wissen, was zu tun ist, dafür braucht es mich nicht.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem ehemaligen Verein?

Ja, mit Spielern, dem Staff und natürlich Sportchef Hans Stadler, der ein guter Freund von mir geworden ist. Ich nutze jede Gelegenheit, um auf den Ifang zurückzukehren. Ich werde immer dankbar für die schöne Zeit sein, die ich dort verbringen durfte.

Am Samstag spielen Sie auswärts in Bavois. Geht die Brühler Erfolgsserie weiter?

Wir haben jetzt zwei schwierige Auswärtsspiele. Der weitere Verlauf hängt sicher damit zusammen, wie wir diese bewältigen. Wenn wir weiter hungrig bleiben, kommt es gut.