Bazenheid verliert in Bassersdorf mit 1:2 und verpasst dadurch den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Liga Interregional

Es war eine unnötige und ärgerliche Niederlage, welche die Toggenburger im Nachtragsspiel im Zürcher Unterland kassierten – gegen die defensiv eingestellten Gastgeber fand der FC Bazenheid aber kein probates Mittel.

Beat Lanzendorfer
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Kevin Krucek (rechts) gelang der einzige Treffer für die Bazenheider.

Kevin Krucek (rechts) gelang der einzige Treffer für die Bazenheider.

Bild: Beat Lanzendorfer

Wer gefühlt 60 Prozent in Ballbesitz ist, darf das Spielfeld eigentlich nicht als Verlierer verlassen. Wer daraus aber kein Kapital schlägt, muss sich selber an der Nase nehmen.

Bazenheid hat am Mittwochabend die Chance verpasst, gegen einen Gegner zu punkten, der keineswegs übermächtig war, aus seinen Möglichkeiten aber das Optimum herausholte.

Ereignislose erste Halbzeit

Bassersdorf war mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und suchte sein Heil praktisch über die ganze Spielzeit in der defensiven Absicherung. Speziell im ersten Durchgang war es erstaunlich, wie das Heimteam das Mittelfeld dem Gegner mehr oder weniger kampflos überliess.

Optisch konnten sich die Toggenburger ein deutliches Übergewicht erarbeiten, Chancen blieben aber Mangelware. Dies traf allerdings auch auf die Heimelf zu, die genau einmal gefährlich vor Hirschi auftauchte.

Dies reichte, um in Führung zu gehen. Borges Carvalho war der Abwehr entwischt und wurde von Scardanzan und Hirschi ins «Sandwich» genommen. Der Unparteiische taxierte dies als regelwidrig und gab Elfmeter. Ein harter, aber vertretbarer Entscheid. Copat verwandelte daraufhin souverän zum 1:0.

Die Reaktion der Toggenburger blieb praktisch vollständig aus, weil Bassersdorf hinten weiterhin dichtmachte.

Energieanfall von Cakir führte zum Ausgleich

Kurz nach Wiederbeginn deutete Bazenheid an, dass es nicht gewillt war, die Punkte kampflos abzugeben. Cakir scheiterte bei seinem Abschlussversuch aber vorerst an Schlussmann Stähli. Es dauerte dann weitere zwanzig Minuten, bis endlich etwas Zählbares resultierte.

Erneut war es Cakir, der Gefahr heraufbeschwor. Mit viel Einsatz erkämpfte er sich den Ball an der Seitenlinie – sein anschliessender Pass zur Mitte brauchte Krucek nur noch zum 1:1 einzuschieben.

In der Schlussphase blieben die Toggenburger weiterhin spielbestimmend, das Tor fiel aber auf der Gegenseite. Borges Carvalho traf mittels Freistoss zum 2:1. Schwierig zu urteilen, ob Hirschi, der für den verletzten Gähwiler zwischen den Pfosten stand, den Ball aus rund 30 Metern hätte halten müssen.

Gegner wäre in Reichweite gelegen

In der verbleibenden Zeit versuchte Bazenheid einen Punkt zu retten – es blieb beim Versuch. Weil Bassersdorf dadurch einige Konter fahren konnte, stand es dem 3:1 sogar näher.

Bazenheid-Trainer Spescha zeigte sich nach Spielschluss enttäuscht, aber gefasst: «Wir haben uns einfach zu wenig Chancen erarbeitet und konnten nicht wie erhofft in die gefährliche Zone des Gegners vordringen.»

Zwei stehende Bälle sind den Bazenheidern gegen einen Gegner zum Verhängnis geworden, der absolut in Reichweite gelegen wäre.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.