Bazenheid überrascht weiter und gewinnt gegen Seuzach mit 2:1 – wegen der Verletzung von Goalie Gähwiler herrscht aber nicht nur eitel Freude

Die Toggenburger holen sich am Freitagabend in der 2. Liga Interregional den ersten Saisonsieg – verlieren aber Torhüter Gähwiler mit Verdacht auf Fingerbruch – Cakir und Lucarelli schiessen die Tore.

Beat Lanzendorfer
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Hier rennt Cakir (Mitte) Ball und Gegner noch hinterher. Kurze Zeit später gelingt ihm mit einem herrlichen Weitschuss das 1:0 für Bazenheid.

Hier rennt Cakir (Mitte) Ball und Gegner noch hinterher. Kurze Zeit später gelingt ihm mit einem herrlichen Weitschuss das 1:0 für Bazenheid.

Bild: Beat Lanzendorfer

Wer die Auftritte mit jenen vor neun Monaten vergleicht, reibt sich verwundert die Augen. Bazenheid ist nicht mehr wieder zu erkennen und liefert Leistungen ab, die so nicht erwartet werden durften.

Wille und Kampfgeist waren am Ende entscheidend

Die Mannschaft kann nicht nur kämpferisch überzeugen, sie hat auch spielerisch enorme Fortschritte erzielt. «Klar hatten wir in der Anfangsphase auch zweimal Glück, zum Schluss waren unser Wille und der Kampfgeist aber grösser als beim Gegner, wir wollten den Sieg unbedingt», sagte ein glücklicher Raffael Spescha, der Bazenheider Trainer, nach dem Spiel.

Es dürften drei Szenen gewesen sein, die auf den weiteren Spielverlauf durchaus Einfluss hatten. Nach 15 Minuten holte Torhüter Gähwiler Türkmen ausserhalb des Strafraums von den Beinen. Für solche Fouls zückte der Schiedsrichter in der Vergangenheit auch schon Rot. Jener am Freitag beliess es bei Gelb.

Gähwiler hält einen Foulelfmeter

Nach dem Seitenwechsel stand Gähwiler erneut im Blickpunkt, als er einen von Scardanzan verschuldeten Foulelfmeter von Türkmen hielt. In der dritten Szene wurde der Bazenheider Schlussmann dann zum tragischen Helden. Nach einem groben Foulspiel an ihm musste er mit Verdacht auf Fingerbruch den Platz verlassen.

Nun drohte das Spiel zu kippen, das die Bazenheider lange Zeit dank Toren von Cakir und Lucarelli erstaunlich gut unter Kontrolle hatten. Als Schalcher allerdings kurz vor dem Abpfiff der Anschlusstreffer gelang, kam Hektik auf.

Mit Glück und grossartigem Kampfgeist überstanden die Bazenheider den Sturmlauf schadlos. Er hatte gut zehn Minuten gedauert, denn der Unparteiische liess wegen mehrerer längerer Unterbrüche rund acht Minuten nachspielen.

Der vierte Spieler mit einer langwierigen Verletzung

Mit Gähwiler beklagen die Bazenheider bereits den vierten Spieler, der über einen längeren Zeitraum verletzt ausfallen wird. Während allerdings Grauso, Rüegg und Manzo mit ihren Knieverletzungen noch Monate nicht zur Verfügung stehen, besteht bei Gähwiler die Hoffnung, dass seine Abwesenheit weniger lang andauert.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.