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BAZENHEID: Erste Dirigentin für die Musikgesellschaft Bazenheid

Die Musikgesellschaft verpflichtet mit der 24-jährigen Petra Moser erstmals eine Dirigentin. Sie hat Anfang Februar ihre Tätigkeit aufgenommen.
Beat Lanzendorfer
Die 24-jährige Petra Moser aus Au-Fischingen ist musikalisch vielseitig begabt. Das Klavier ist eines von sechs Instrumenten, das die neue Dirigentin der Musikgesellschaft Bazenheid beherrscht. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die 24-jährige Petra Moser aus Au-Fischingen ist musikalisch vielseitig begabt. Das Klavier ist eines von sechs Instrumenten, das die neue Dirigentin der Musikgesellschaft Bazenheid beherrscht. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Sie spielt sechs Instrumente, hat vier Schwestern, ist in der 120-jährigen Geschichte der Musikgesellschaft Bazenheid die erste Dirigentin und könnte sich ein Leben ohne Musik kaum vorstellen. Mit 24 Jahren legt Petra Moser ein forsches Tempo hin und ordnet fast alles ihrem geliebten Hobby Musik unter.


Schüler im Mehrklassensystem unterrichten

Aufgewachsen ist sie in Au bei Fischingen, wo sie auch die Primarschule besuchte. Die zwei ersten Jahre der Sekundarschule ging es ins knapp drei Kilometer entfernte Dussnang. Für das dritte Sekundarschuljahr wurde der Schulweg länger. Sie durfte nach Weinfelden und konnte dort der Klasse der musikalischen Begabtenförderung beitreten. Es folgten vier Jahre an der Pädagogischen Maturitätsschule (PMS) sowie zwei Jahre an der Pädagogischen Hochschule (PH) – beides in Kreuzlingen.

2015 hatte sie das Lehrerseminar hinter sich. Sie stieg als Primarlehrerin in Märwil ein und unterrichtete während zweier Jahre Fünft- und Sechstklässler. Im letzten Sommer wechselte sie das Schulhaus – blieb der Schulgemeinde aber treu – und betreut seither im Mehrklassensystem Viert- bis Sechstklässler in Lanterswil. Das kleine Thurgauer Dorf gehört zur Gemeinde Bussnang und befindet sich unweit von Weinfelden. Ihr bisheriger Lebenslauf hört sich für jemanden, der klare Ziele hat, durchaus normal an. Hellhörig wird man dann, wenn sie von ihrer Leidenschaft Musik zu erzählen beginnt. Sie ist Organistin in den Kirchen Au und Dussnang, spielt in einer Kirchenband Gitarre und drückt die Tasten des Akkordeons beim Tanzmusiktrio «Edelwyss vom Hörnli». «Wir spielen Schlager und Oberkrainer», erklärt sie mit leuchtenden Augen.

Es ist zu spüren: Bei allem, was mit Musik zu tun hat, geht ihr das Herz auf. Weitere Instrumente, die sie beherrscht und denen sie Töne entlockt, sind die Geige, das Schwyzerörgeli und das Klavier. Und ob dies nicht schon genug wäre, erwähnt sie ganz nebenbei ihre Mitgliedschaft bei der Landjugend Tannzapfenland und das Mittanzen beim Rock’n’Roll Club «Rock Sliders».
Das musikalische Talent erbte sie von ihren Eltern. Mutter Marlies spielt Akkordeon, Vater Thomas diatonische Handorgel. «Meine vier jüngeren Schwestern spielen auch ein Instrument. So verrückt wie ich, ist aber keine unterwegs», erzählt sie lachend.


Erster Auftritt beim Kreismusiktag in Kirchberg

Wie aber wird man bei all der musikalischen Kreativität Dirigentin der Musikgesellschaft Bazenheid? «Nach meiner Ausbildung zur Lehrerin wollte ich zuerst sehen, ob es noch Platz für anderes hat. Es hatte», erklärt sie. Und weiter: «Ich habe im Internet recherchiert und dabei festgestellt, dass in Bazenheid jemand gesucht wird. Auf meine Bewerbung folgte im Januar ein Probedirigat. Danach haben wir uns schnell gefunden. Anfang Februar habe ich meine Tätigkeit begonnen.» Die Fähigkeiten zur Dirigentin holte sie sich an einem sechs Monate dauernden Dirigentenkurs der Unterstufe 3 in Sargans. Zurzeit besucht sie noch eine weitere, zweijährige Ausbildung beim nordostschweizerischen Jodlerverband. «Im kommenden Dezember bin ich fertig.»

Nach knapp drei Monaten im Amt bei der Musikgesellschaft Bazenheid sieht sie sich gut bei den 38 Mitgliedern, die zwischen 15 und 75 sind, aufgehoben. «Es passt, ich fühle mich wohl in Bazenheid.» Wo und wann können Interessierte die neue Dirigentin sehen? «Wir sind am 12. Mai anlässlich des Toggenburger Kreismusiktages in Kirchberg zu hören und zu sehen», sagt sie.

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