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Die Wahlen vom 20. Oktober sind ein wichtiger Urnengang für die Landwirtschaft

Unter dem Titel «Landwirtschaft im Würgegriff» lud der Bauernverein Toggenburg am Freitag nach Wattwil ein. Gesprochen haben Urs Schneider und Nationalrat Marcel Dettling.
Peter Jenni
Die Referenten: Urs Schneider (links) und Nationalrat Marcel Dettling. Bild: Peter Jenni

Die Referenten: Urs Schneider (links) und Nationalrat Marcel Dettling. Bild: Peter Jenni

In der Markthalle wurde zwar nicht scharf geschossen, dennoch enthielten gewisse Voten einigen Sprengstoff. Insbesondere bei den Referaten von Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizer Bauernverbandes, und Marcel Dettling, Schwyzer Nationalrat (NR) und Präsident des Schweizer Kälbermäster Verbandes.

Eingeladen hatte der Bauernverein Toggenburg, dessen Präsident Hansruedi Thoma auch die bäuerlichen Nationalratskandidatinnen und -kandidaten sowie die Besucherinnen und Besucher willkommen hiess. Als versierter Moderator erwies sich Christian Manser, der den Kandidatinnen und Kandidaten knifflige Fragen stellte.

Dass es bei den Wahlen vom 20. Oktober auch für die Landwirtschaft zu einem entscheidenden Urnengang kommt, darin waren sich alle einig. Musikalisch eröffnet und umrahmt wurde der Abend mit Jodelliedern und Naturjodeln der Jodlergruppe Stockberg, Nesslau, unter der Leitung von Koni Tobler.

Grosse Herausforderungen für die Schweiz und ihre Landwirtschaft

Urs Schneider, der von einer landwirtschaftlichen Produkteschau im Jura anreiste, ist überzeugt: «Die Schweiz und ihre Landwirtschaft stehen vor grossen Herausforderungen». Dabei gehe es nicht um Betriebsgrössen wie etwa in Brasilien oder Kanada, sondern um die Besonderheiten. Als wichtig erachtet er, «was das Volk will»: keine Massentierhaltung und keine gentechnisch veränderten Lebensmittel, sondern naturnahe und sichere Produkte.

Das Volk wolle auch Ernährungssicherheit, 80 Prozent sagten Ja zu Nachhaltigkeit. Klimadiskussion, eine Flut von Initiativen, Raumplanung und Agrarpolitik 2022 (AP 22+) seien weitere Herausforderungen. Schneider zur AP 22+: Ein wichtiges Anliegen sei der Grenzschutz, denn die hohen Auflagen in der Schweiz und die Grenzöffnung für minderwertige Lebensmittel aus dem Ausland passten nicht zusammen.

Schneider: «Es gibt keine grenzüberschreitende Ernährungssicherheit.» Weiter betonte er, «wir müssen besser werden und sind auch schon besser geworden – wir schützen, was wir lieben.»

Diskussionen auf Augenhöhe

Das Wichtigste im Nationalrat ist für Marcel Dettling «das Bodenpersonal», sprich die bäuerlichen Mitglieder, damit man Einfluss haben könne. Mindestens die Anzahl 15 wie bisher gelte es unbedingt zu halten, damit man weiterhin ein gutes Netzwerk sowohl zur Verwaltung als auch zu den übrigen Parteien pflegen könne.

Zusammen mit Markus Ritter sei er in der Wirtschaftskommission, Marcel Dettling: «Wir Landwirte gehen direkt auf andere Parlamentarier zu, so können wir eins zu eins auf Augenhöhe mit ihnen diskutieren. Mehrheiten finden sei zwar nicht immer einfach, zum Beispiel wenn es ums Kürzen von Direktzahlungen gehe oder etwa um den Aufschlag beim Treibstoff.

Dettling, der seinen Landwirtschaftsbetrieb in Oberiberg hat: «Wir von der Land- und Bergbevölkerung brauchen Allradfahrzeuge, uns trifft der Treibstoffaufschlag besonders.» Allerdings ist er überzeugt, dass im Nationalrat weiterhin gute Kompromisse erzielt werden können, «wenn alle am gleichen Strick ziehen.»

Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten

Zu Beginn und zwischen den Referaten stellte Moderator Christian Manser den bäuerlichen Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat Fragen zu ihren Ansichten. Dabei waren manche Fragen und Antworten vergleichbar mit Aussagen der Referenten.

Die meisten der Kandidierenden bringen bereits politische Erfahrungen aus dem Kantonsrat (KR) mit: CVP: Markus Ritter (NR), Barbara Dürr (KR), Josef Sennhauser (KR), Andreas Widmer (KR). EDU: Heinz Herzog. EVP: Wieland Bärlocher, Hans Oppliger (abwesend). FDP: Stefan Britschgi (KR). SVP: Ursula Egli Seliner (KR), Walter Freund (KR), Esther Friedli. (pjm)

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