Baubeginn für die Überbauung Wiese in Nesslau verzögert sich erneut

Es geht noch immer nicht vorwärts im Nesslauer Ortszentrum. Gegen die Erteilung der Baubewilligung wurde Rekurs eingelegt.

Sabine Schmid
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Anstelle des Hagmann'schen Hauses plant die Ortsgemeinde Nesslau eine Überbauung mit drei Gebäuden. Das Projekt wird blockiert durch einen Rekurs auf die erteilte Baubewilligung. (Bild: Sabine Schmid)

Anstelle des Hagmann'schen Hauses plant die Ortsgemeinde Nesslau eine Überbauung mit drei Gebäuden. Das Projekt wird blockiert durch einen Rekurs auf die erteilte Baubewilligung. (Bild: Sabine Schmid)

Die Bauarbeiten für die Überbauung Wiese im Ortszen­trum können noch nicht in Angriff genommen werden. Wie die Bauherrschaft, die Ortsgemeinde Nesslau, und die Baukommission mitteilen, wurde gegen die von der Gemeinde Nesslau erteilte Baubewilligung, insbesondere gegen den Aubbruch des Hagmann’schen Hauses, Rekurs erhoben. Der Entscheid über diese Einsprache ist Sache des kantonalen Baudepartements. «Solange das Rekursverfahren dauert, kann mit der Realisierung der Neuüberbauung noch immer nicht begonnen werden», schreiben der Verwaltungsrat und die Baukommission in einer Medienmitteilung.

Die Bürgerschaft der Ortsgemeinde Nesslau hat dem Neubauprojekt, und damit eingeschlossen dem Abbruch des Hagmann’schen Hauses, bereits 2016 mit grossem Mehr zugestimmt.

Schutzwürdigkeit des Gebäudes verneint

Im Rahmen der Planung musste ein Überbauungsplan erstellt werden. In diesem wurde die Frage geklärt, ob es sich beim Hagmann’schen Haus um ein schützenswertes Objekt handle. Ein neutrales Gutachten, das der Gemeinderat Nesslau nach Rücksprache mit den kantonalen Behörden und der Denkmalpflege eingeholt hatte, verneinte dieses. Der Überbauungsplan wurde nach der Abweisung eines Rekurses rechtskräftig.

Gegen das anschliessend erarbeitete Baugesuch wurde wiederum Einsprache erhoben. Diese hat der Gemeinderat abgewiesen und entsprechend die Bewilligung für den Abbruch des Hagmann’schen Hauses und für den Neubau der Überbauung erteilt. Dagegen wurde der Rekurs erhoben, der nun vom Kanton hängig ist. «Der Verwaltungsrat der Ortsgemeinde und die Baukommission bedauern diese erneute Verzögerung ausserordentlich», schreiben sie in ihrer Mitteilung.