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Damals: Bauarbeiten für den Bräker's Globe kommen gut voran

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Bräker’s Globe – die Hälfte des Theaters steht. (Bild: PD)

Bräker’s Globe – die Hälfte des Theaters steht. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

19. Juni: Wattwil. Thurkorrektion bei Wattwil und Lichtensteig: Die eigentlichen Bauarbeiten waren bereits im Jahre 1916 vollendet. In das Berichtsjahr fällt noch deren endgültige Abrechnung. Kostenvoranschlag für das erstmals zur Subvention gelangte Projekt Fr. 1'320'000.00, Ergänzungsprojekt vom Jahre 1914 Fr. 50'000.00, Projekt für die Rankverlegung bei Lichtensteig Fr. 55'000.00, Gesamtkostenvoranschlag Fr. 1'425'000.00.

Wirkliche Kosten des Hauptprojektes Fr. 1'320'000.00, wirkliche Kosten der Ergänzungsbauten Fr. 84'234.01, wirkliche Kosten der Rankverlegung bei Lichtensteig Fr. 55'133.15, Gesamtkosten Fr. 1'459'367.16. Es ergibt sich daher eine nichtsubventionsberechtigte Kostenüberschreitung von Fr. 34'367.16. Hierzu ist jedoch zu vermerken, dass das Thurkorrektions-Unternehmen für verkauften Boden vom alten Thurbett bereits verschiedene Einnahmen noch weitere Einnahmen erzielt hat und dass auch die während der Bauzeit erlösten Gelder für den Kiesbezug zugunsten der Bauausführung verwendet wurden.

Zudem stehen dem Unternehmen noch weitere Einnahmen aus dem zurzeit noch nicht liquidierten Boden des alten Flussbettes in Aussicht. Die Kassa-Abrechnung schliesst deshalb wesentlich günstiger ab, als die unmittelbare Baurechnung.

Vor 50 Jahren

17. Juni: Wattwil. Blitz als Brandstifter. Während des heftigen Gewitters schlug der Blitz in die nur noch als Magazin dienende, alte Schreinerei der Holzwollefabrik Linder & Co. in der Bleiken, Wattwil ein. Das Gebäude brannte innert kürzester Zeit bis auf den Grund nieder. Dem Einsatz der Feuerwehr gelang es, das Uebergreifen des Feuers auf das nahe gelegene Wohnhaus und die umliegenden Holzvorräte zu verhüten. Durch den Brand wurde Holzwollematerial, Armaturen und Maschinen zerstört und der Sachschaden ist bedeutend.

17. Juni: Ebnat-Kappel. Bauernhaus eingeäschert. Im Weiler Juggen-Hüsliberg in einem abgelegenen, glücklicherweise unbewohnten Bauernhaus brach ein Brand aus. Zur Zeit der Brandentdeckung stand die Scheune schon im Vollbrand und die Flammen griffen bereits auf das angebaute Wohnhaus über.

Da weder eine Zufahrtsstrasse zum Brandobjekt führte noch eine genügende Wasserbezugsquelle vorhanden war, musste die sofort alarmierte Feuerwehr machtlos zusehen, wie das Gebäude eingeäschert wurde. Der entstandene Schaden wird auf über 100 000 Fr. geschätzt. Das zuständige Bezirksamt in Nesslau hat eine amtliche Untersuchung angeordnet und die beigezogenen Spezialdienste des Polizeikommandos St. Gallen haben eindeutig Brandstiftung festgestellt.

Vor 20 Jahren

20. Juni: Lichtensteig. Die Bauarbeiten rund um Bräker’s Globe kommen gut voran. Wer die Pläne sah, hatte keine Ahnung, wie es werden könnte. Doch erst wer sich Bräker’s Globe auf dem Lichtensteiger Wolfhaldenplatz ansieht, erfährt die wahren Dimensionen. Und die sind beeindruckend.

Nachdem die Eisenfundamente gelegt waren, konnten die Arbeiter, die von sechs verschiedenen Toggenburger Firmen zur Verfügung gestellt wurden, mit dem Aufrichten des Theaters beginnen. Die in den Toggenburger Holzfirmen vorproduzierten Holzteile werden zusammengesetzt. Jedes muss auf den Millimeter genau passen. Das ganze Unternehmen konnte nur dank der Initiative der IG Holz Toggenburg realisiert werden. Viele Unternehmer machten spontan mit und unterstützen Bräker’s Globe mit einem grossen Beitrag.

Die IG Holz übergibt anfangs Juli das aus mehr al 3'000 Einzelteilen zusammengesetzte Theater dem Ensemble der Freilichtaufführung. Die zwanzig Schauspieler werden danach die bereits begonnenen Proben in der Lichtensteiger «Blockfabrik» in Bräker’s Globe fortsetzen.

Vor 10 Jahren

14. Juni: Wattwil/Hemberg. Euro 08, der riesige Sportanlass hat zwei Toggenburger Kleinbetrieben besondere Aufträge gebracht. Dachdecker und Bergsteiger Emil Näf aus Bächli-Hemberg und Fahnenspezialist Werner Tschudi aus Wattwil wird die Euro nicht nur wegen den sportlichen Leistungen in Erinnerung bleiben.

Ist Ihnen die Stadionbeflaggung in den Euro-Stadien auch schon aufgefallen? Sie gehorchen in beiden Euro-08-Ländern dem Beflaggungsprotokoll der Uefa. Links hängt immer die Nationalfahne der A-Mannschaft, dann folgt die Fairplay-, die Uefa-, die Fifa-Fahne. Rechts kommt das B-Land zum Zug. Das Aufhängesystem hängt dort nicht standartmässig und wurde im Kopf von Dachdecker Emil Näf geboren.

Der Hemberger hat den Auftrag sozusagen seinem Sohn zu verdanken. Er ist der Göttibub von Wendelin Manser. Dieser hat als Inhaber der Rorschacher Firma «Fahnen24» den Euro 08-Flaggengrossauftrag an Land gezogen und zwischenzeitlich weit über 10 000 Fahnen platziert. Echtes Kopfzerbrechen haben Wendelin Manser nur die Stadien bereitet. Emil Näf ist ein versierter Bergsteiger und kennt sich berufshalber mit Dachbefestigungen aus.

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