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Bauarbeiten auf der Bahnstrecke enden gemäss Fahrplan: Ab Montag verkehren wieder Züge zwischen Wattwil und Nesslau-Neu St.Johann

Die Bauarbeiten am Cluster Obertoggenburg sind in der Schlussphase. Ab Montag fahren die Züge wieder zwischen Wattwil und Nesslau-Neu St.Johann.
Sabine Camedda
Zwischen den Bahnhöfen Wattwil und Ebnat-Kappel wurden die Fahrbahn der Eisenbahn sowie die Fahrleitungen erneuert. (Bild: Sabine Camedda)

Zwischen den Bahnhöfen Wattwil und Ebnat-Kappel wurden die Fahrbahn der Eisenbahn sowie die Fahrleitungen erneuert. (Bild: Sabine Camedda)

Der Fahrplan war sportlich: 15 Wochen gab sich die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) für die Totalsperrung der Bahnstrecke im Rahmen des «Cluster Obertoggenburg». In dieser Zeitspanne sollten 22 Teilprojekte realisiert werden. Darunter die komplette Erneuerung des Ober- und des Unterbaus der Trasse zwischen Wattwil und Krummenau und die Erneuerung der Fahrleitung zwischen Wattwil und Ebnat-Kappel.

Die SOB ziehe eine positive Bilanz aus dem Cluster Obertoggenburg 2019, sagt Brigitte Baur, stellvertretende Mediensprecherin, auf Anfrage. Alle Arbeiten konnten im geplanten Umgang umgesetzt und die terminlichen Meilensteine konnten ebenfalls eingehalten werden.

Es habe sich bezahlt gemacht, dass die SOB und die Bauleitung die Kosten und die Termine konsequent kontrolliert haben. Verzögerungen durch ungünstige Witterung und einzelne Zusatzmassnahmen wurden durch Beschleunigungsmassnahmen und durch zusätzliche Ressourcen wettgemacht, sagt Brigitte Baur weiter.

Brückenverschiebung war der Höhepunkt

Die SOB gab mehrere Gründe für die Sanierung der Bahnlinie ins Obertoggenburg an, die seit fast 110 Jahren in Betrieb ist. Die Triebwagen zwischen Wattwil und Ebnat-Kappel müssen mit Tempi bis zu 140 Kilometern pro Stunde fahren, um den Halbstundentakt einhalten zu können. Dafür musste die Trasse angepasst werden. Auch Bachdurchlässe mussten erneuert werden, weil sie den heutigen Vorschriften zum Hochwasserschutz nicht mehr genügten.

Schon während des ganzen Winters wurden Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung vorgenommen. Am 3. Juni fuhr der letzte Zug vor der Totalsperrung. In dessen Rahmen wurde die alte Strecke zurückgebaut und mehrere Bachdurchlässe neu erstellt.

Die Thurbrücke in Ulisbach wurde betoniert und anschliessend an ihren definitiven Standort verschoben. (Bild: Sabine Camedda)

Die Thurbrücke in Ulisbach wurde betoniert und anschliessend an ihren definitiven Standort verschoben. (Bild: Sabine Camedda)

Höhepunkt der Arbeiten war die Verschiebung der neuen Thurbrücke in Ulisbach im Juli. Diese wurde neben der Bestehenden gebaut und anschliessend um rund 15 Meter bis zu ihrem definitiven Standort verschoben. Mit einem Gewicht von fast 1200 Tonnen war die 46 Meter lange Brücke zu schwer für den Einsatz von Kranen.

Nach den Bauarbeiten zeigt sich auch der Bahnhof Krummenau mit einem neuen Gesicht. Die Fahrbahn und die Publikumsanlagen seien dringend erneuerungsbedürftig und müssten an die Bestimmungen des Behindertengleichstellungsgesetzes angepasst werden, schrieb die SOB zum Grund der Arbeiten.

Die Arbeiten am Bahnhof Krummenau, der rundum erneuert wurde, sind noch in der Endphase. (Bild: Sabine Camedda)

Die Arbeiten am Bahnhof Krummenau, der rundum erneuert wurde, sind noch in der Endphase. (Bild: Sabine Camedda)

Da auch die Fahrleitung und die Elektroanlagen nicht mehr dem Stand der Technik entsprochen haben, wurde die Haltestelle Krummenau rundum saniert. Am augenfälligsten dabei ist, dass nur mehr ein Gleis durch die Haltestelle führt.

Der Cluster im Obertoggenburg, der in diesem Jahr realisiert wurde, wird rund 35 Millionen Franken kosten. Die Sanierung der Fahrbahn macht den weitaus grössten Teil der Kosten aus. Rund ein Zehntel des Gesamtbetrags fällt auf die neue Thurbrücke.

Auf der Strecke Ebnat-Kappel bis Krummenau gab es mehrere Baustellen. (Bild: Sabine Camedda)

Auf der Strecke Ebnat-Kappel bis Krummenau gab es mehrere Baustellen. (Bild: Sabine Camedda)

Wie die Bauabrechnung detailliert ausfallen wird, ist noch nicht gewiss. Brigitte Baur sagt, dass gemäss der aktuellen Endkostenprognose die Kosten genau eingehalten werden können. Bereits im Jahr 2016 hat die SOB in einem Cluster im Obertoggenburg fast 17 Millionen Franken investiert.

Ab Montag fahren die Züge wieder auf der Strecke

Wie geplant nimmt die SOB am kommenden Montag den Betrieb ins Obertoggenburg wieder fahrplanmässig auf. Der erste Zug auf der Strecke verlässt den Bahnhof Wattwil um 5.35 Uhr am Morgen und fährt nach Nesslau-Neu St.Johann.

Die Sperrung wurde genutzt, um den Bahnübergang in Ebnat-Kappel zu erneuern. (Bild: Sabine Camedda)

Die Sperrung wurde genutzt, um den Bahnübergang in Ebnat-Kappel zu erneuern. (Bild: Sabine Camedda)

Die Bauarbeiten werden Ende Woche noch nicht komplett abgeschlossen sein. Bis Ende Oktober werden die nächtlichen Betriebspausen genutzt, um noch Fertigstellungsarbeiten vorzunehmen. Mitte November wird während zwei Nächten das neue Gleis zum dritten Mal gestopft. Damit sollten dann alle Arbeiten erledigt sein.

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