«Ausdauernd, beständig, entschlossen, freundlich und hilfsbereit» – Krinauer Schütze wird für unermüdliche Nachwuchsarbeit ausgezeichnet

An der Schweizer Meisterschaft in Thun wurde der Krinauer Roland Gyger von der Gönnervereinigung der Schützen Nationalmannschaften mit dem Förderpreis Gewehr 2020 ausgezeichnet.

Peter Jenni
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Roland Gyger mit den Jugendlichen der SpS Mosnang am Kleinkaliber Jugendfinal 2007 in Goldach.

Roland Gyger mit den Jugendlichen der SpS Mosnang am Kleinkaliber Jugendfinal 2007 in Goldach.

Bild: PD

Seit mehr als 30 Jahren ist Roland Gyger vom Gurtberg, Krinau, im Schützennachwuchs tätig. «Und dies nach wie vor sehr gerne», wie er betont. Dies nahm die Gönnervereinigung der Schützen-Nationalmannschaften (GöV) zum Anlass, ihn an der Schweizer Meisterschaft (SM) in Thun mit dem Förderpreis Gewehr 2020 auszuzeichnen.

Für sein Engagement setze Roland Gyger sein Sternzeichen Krebs ideal in die Tat um, stellte Heinz Bolliger vom Schweizer Schiesssportverband (SSV) in seiner Laudatio sinngemäss fest: «Ausdauernd, beständig, entschlossen, freundlich und hilfsbereit.»

Als Privattrainer des Sohns fing alles an

Seine Tätigkeit «als Förderer vom Nachwuchs» habe bei seinem Sohn Martin als Privattrainer begonnen. Bis 2018 war er danach Nachwuchschef und Jungschützenleiter bei den Sportschützen (SpS) Mosnang, zudem Aktivmitglied und Trainer bei den Luftgewehrschützen (LG) Ebnat-Kappel. Seit 2019 ist er auch Mitglied der LG-Sektion bei den Stadtschützen Wil, in den Bereichen G50m- und G10m-Auflage.

Eine schiesssportbegeisterte Familie

  • Roland Gyger, Jahrgang 1953, und seine Frau Vreni wohnen im Gurtberg in Krinau. Seine wichtigsten persönlichen Erfolge: «In meinem Besitz befinden sich sämtliche Matchmedaillen aller Kantone.» 1996 Vize-SM-Zweistellungen mit dem Sturmgewehr 57; 2012 und 2015 SM der CH-Schützenveteranen; 2019 3. Rang SM liegend der CH-Veteranen. Mit LG Ebnat-Kappel: 2000 Gold Mannschaftsmeisterschaft Junioren G10m, 2004 Silber Gruppenmeisterschaft (GM) Jugend G10m, 2005 Gold GM Jugend G10m. SG KSV: 2010 und 2015 Gold an den Eidgenössischen Schützenfesten in Aarau und Raron/Visp im Ständematch G300m Nachwuchs.
  • Vreni Gyger ist Gelegenheitsschützin G300m beim MSV Krinau. Ab und zu schiesst sie das Bundesprogramm, das Feldschiessen sowie gelegentlich das Endschiessen.
  • Tochter Sonja wohnt mit ihrer Familie in Oberhelfenschwil, den Schiesssport übt sie bei den SpS Degersheim aus.
  • Sohn Rolf hat den Schiesssport inzwischen aufgegeben.
  • Sohn Martin, der jüngste Spross.

Als ob das nicht genug wäre, unterstützt er auch noch den Militärschützenverein (MSV) Krinau als Aktiv-A-Mitglied G300m sowie die SG Nesslau und den MSV Libingen als B-Aktiv-Mitglied G300m.

Erfolge blieben nicht aus

1995 absolvierte Roland Gyger in der Schiesssportschule Glarnerland in Filzbach einen einwöchigen Gewehrschiesskurs. Nicht nur der Schiesstechnik wegen, sondern um sich auch mental und physisch zu stärken. 1996 trat er dem Ausbildungsverbund Ostschweiz bei. Seit zwölf Jahren ist er dort Kursleiter, wobei er seine Kurse selbst organisiert.

Seine Tatkraft stellt Roland Gyger seit 2008 auch dem St. Galler Kantonalschützenverband (SG-KSV) als Nachwuchstrainer zur Verfügung, ebenso ist sein enormes Wissen in der gleichen Funktion seit 2015 auch beim SSV sowie auf den Label-Standorten Teufen und Zentralschweiz gefragt.

Dass bei einem derartigen Engagement die Erfolge nicht ausbleiben, ist offensichtlich. So gewann Sohn Martin 1999 an der Schweizer Meisterschaft G10m bei den Schülern seine erste Bronzemedaille und 2001 wurde er für das Junioren-Nationalkader nominiert. 2004 folgte der erste SM-Titel G10m und im gleichen Jahr der vierte Rang an den Europameisterschaften in Györ (Ungarn) bei den Junioren.


Wann haben Sie selbst mit Schiessen begonnen?

Roland Gyger beim Kniend-Schiessen mit dem Sportgewehr.

Roland Gyger beim Kniend-Schiessen mit dem Sportgewehr.

Bild: Peter Jenni (Goldach, 12. September 2020)

Roland Gyger: 1971 als Jungschütze in Walenstadt, wo ich beim Kanton arbeitete (alle nachfolgenden Umzüge waren arbeitsbedingt beim Kanton). Nach der RS lief zuerst nichts. Erst als ich 1973 nach Wattwil kam und bei den Eltern im Gurtberg wohnte, wurde ich von der SG Lichtensteig für eine Mitgliedschaft angefragt. Sieben Jahre war ich dabei, mit dem Sturmgewehr 57. Danach zog ich nach St. Gallen-Bruggen um, 1985 nach Mühlrüti und 1995 nach Wattwil. Seither wohne ich mit meiner Familie im Elternhaus Gurtberg in Krinau.

Was ist ihr Standardgewehr?

1993/94 absolvierte ich einen Schiesskurs in Walenstadt mit dem Ziel, die Schiesstechnik zu verbessern. Da ich mich entschloss, auch im Matchbereich zweistellig zu schiessen, wollte ich vom Sturmgewehr zum Standardgewehr wechseln. Um ein entsprechendes Gewehr zu kaufen, meldete ich mich bei Heinrich Bleiker, Sportwaffen, Bütschwil. Er konnte mir die Nummer 13, die niemand haben wollte, per sofort und zu einem Spezialpreis anbieten. Und so übe ich meinen Sport seither mit dem Bleiker Standardgewehr Nummer 13 aus!

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