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Auf musikalischer Tuchfühlung vor historischer Stätte

Abschliessend zu den Theaterproduktionen «Ueli Bräker» und «Krabat» hatte Produktionsleiter Willy Hollenstein Die Paldauer und Sängerin Marleen zum Konzert eingeladen. Das Publikum vor dem Bräkerhaus in der Dreyschlatt hat aus voller Kehle mitgesungen.
Peter Küpfer
Die Paldauer hatten im Nu einen heissen Draht zum Publikum gefunden. (Bild: Bilder: Peter Küpfer)

Die Paldauer hatten im Nu einen heissen Draht zum Publikum gefunden. (Bild: Bilder: Peter Küpfer)

Sowohl Sängerin Marleen als auch das Schlager-Sextett Die Paldauer gewannen die Sympathie des Publikums sehr schnell. Nicht nur durch ihre zu Herzen gehende Musik. Beide formulierten in ihren Worten, wie sehr sie beeindruckt waren von der speziellen Szenerie auf der Dreyschlatt. Bandleader und Moderator der Paldauer, Franz Griesbacher sagte, er schätze sich glücklich, dass sie zu diesem Konzert «am schönsten Flecken der Schweiz» eingeladen worden seien.

Schlagersängerin Marleen gewann die Herzen der Zuhörerschaft gleich zu Beginn. Die routinierte und spontane Sängerin legte mit ihrem Erfolgstitel «Engel in der Nacht» los. Mit ihrer kräftigen Stimme drückte sie musikalisch aus, was sie als Mensch und Frau beschäftigt. Geradeheraus und ohne Umschweife: Unehrlichkeit in der Liebe, Macho-Gehabe, Tratsch und Intrige. Sie mag es direkt und singt natürlich und «graduse». Etwas von ihrer erfrischenden Direktheit kam in allen Liedern ihres Programms zum Ausdruck, besonders in ihrem neustem Hit «Sowas von egal», zu dem sie den Text selbst geschrieben hat. Die Sängerin erntete stürmischen Applaus.

Nach wenigen Klängen standen die Zuschauer

Auch die Paldauer eröffneten ihren Teil sofort musikalisch. Der erste Titel machte gleich zu Beginn deutlich, dass hier Routiniers am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen. Angenehme Gesangsstimmen, verständlich artikulierter Text, innig-melodische Kompositionen – meistens aus eigener Reihe – verbinden sich mit der raffinierten, aber nie gekünstelten instrumentalen Ausstattung.

Dazu ein sicheres Rhythmusgefühl, temperamentvoll auf Glut gehalten von Gründungsmitglied Franz Griesbacher am Schlagzeug, und Stimm- und Instrumentaleinsätze immer auf die Hundertstelsekunde genau – das alles trug von Anfang an zum Hochgenuss bei. Dabei setzten die bewährten Profis bald einmal auf Mitbeteiligung des Publikums. Im Toggenburg und auf 900 Metern über Meer für die Steirer kein Problem. Nach wenigen Klängen standen bereits die ersten Zuhörer, klatschten und wiegten sich im Rhythmus.

Nagelprobe bestanden

Die Nagelprobe kam mit dem neuen Hit «3000 Jahre», wo das Publikum anspruchsvoll gefordert war, sowohl stimmlich wie auch turnerisch. Die Probe wurde bestanden, sogar glanzvoll, wie Die Paldauer bestätigten.

Dann gab es kein Halten mehr. Über mehrere Stunden ergoss sich ein Meer von alten und neuen Hits der bewährten Unterhaltungsmusiker über das Publikum. Der Mix der Paldauer war austariert. Sie wechselten nicht nur zwischen Evergreens und neuen Titeln ab. Sie brachten auch ihre stimmlichen und instrumentalen Einzeltalente effektvoll zur Geltung. Am Schluss hatten sie das, was sie wollten: ein aus voller Kehle mitsingendes Publikum. Dabei wirkten die österreichischen Routiniers nie nur routiniert. Sie hatten offensichtlich Spass an diesem für sie für einmal wohl eher intimen Setting, wo sie mit dem Publikum echt auf Fühlung waren. Jeder Titel wirkte frisch und wie auf das Publikum zugeschnitten. Das war spürbar und hörbar, einen ganzen langen Konzertabend lang.

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