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Kein direkter Wiederaufstieg: Kirchberg unterliegt Wil in Finalissima

Der FC Kirchberg verliert die Finalissima gegen Wil 1a mit 0:2 und verpasst dadurch die direkte Rückkehr in die 3. Liga. Der Sieg des Heimteams verbunden mit dem Aufstieg geht in Ordnung.
Beat Lanzendorfer
Jetmir Maksuti (am Ball) gegen Patrik Brändle. Der Ex-Bazenheider schoss das 2:0 und war im Verlauf der Saison einer der entscheidenden Spieler, weshalb die Wiler den Aufstieg in die 3. Liga schafften. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Jetmir Maksuti (am Ball) gegen Patrik Brändle. Der Ex-Bazenheider schoss das 2:0 und war im Verlauf der Saison einer der entscheidenden Spieler, weshalb die Wiler den Aufstieg in die 3. Liga schafften. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Sie waren da, die Möglichkeiten, welche dem Spiel eine andere Richtung hätten geben können. Man denke nur an den Prellball in der 36. Minute, der an den Pfosten knallte und von dort in die Hände von Torhüter Pilica. Zehn Minuten nach Wiederbeginn schoss Brändle im Anschluss an einen Eckball das Leder an die Latte. Dann legte sich Holenstein den Ball zu weit vor – erneut war Pilica zur Stelle. Die letzte Szene des Spiels gehörte Schönenberger. Er lief allein Richtung Tor – und scheiterte.

Vier Szenen mit Symbolcharakter. Kirchberg hat zwar in zwanzig Spielen 72 Mal ins Schwarze getroffen, in den entscheidenden Momenten aber versagten die Nerven oder fehlte die erforderliche Klasse. Dies sah nach Spielschluss auch Trainer Mario Leber so: «Wir benötigen einfach zu viele Chancen. Uns fehlt ein echter Knipser.» Sportchef Andreas Breitenmoser erkannte noch eine weitere Schwachstelle: «Wir sind zu ruhig. Keiner der Akteure nimmt die Zügel in die Hände. Wenn wir die Situation realistisch betrachten, hätten wir mit dieser Mannschaft in der 3. Liga nichts verloren.»

Beide Mannschaften neutralisieren sich

Die Voraussetzungen für einen tollen Fussballnachmittag waren gegeben. Rund 450 Besucherinnen und Besucher wollten sich die Aufstiegsentscheidung nicht entgehen lassen. Vorerst mussten sie sich allerdings in Geduld üben, bevor sich Entscheidendes zutrug. Die beiden Aufstiegsanwärter neutralisierten sich gegenseitig. Kurz vor dem Seitenwechsel kam doch noch Leben in die Bude. Widmer fasste sich aus gut zwanzig Metern ein Herz und traf herrlich zum 1:0 in die untere linke Ecke. Nach dem Seitenwechsel hatte Kirchberg wie oben beschrieben mehrere Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen.

Wie man es besser macht, demonstrierte der ehemalige Bazenheider und einstige Kirchberger Junior Jetmir Maksuti nach etwas mehr als einer Stunde. In die Tiefe lanciert, zog er unwiderstehlich davon und knallte den Ball unhaltbar für Brägger zum 2:0 in die Maschen. Den Gästen blieben zwar noch gut 25 Minuten, das Unmögliche zu schaffen, irgendwie aber war zu spüren, dass der Glaube von Minute zu Minute schwand. Der Tabellenzweite hätte drei Tore gebraucht, um in der Tabelle doch noch an Wil vorbeizuziehen. Die Enttäuschung nach Spielschluss auf Seiten der Kirchberger war zwar da, hielt sich aber in Grenzen. Allen war bewusst, dass der Aufstieg nicht im direkten Duell «versiebt» wurde. Immerhin konnte der Verein vermelden, dass der Vertrag mit Trainer Mario Leber um eine weitere Saison verlängert worden ist. Co-Trainer Michele Lima hingegen hat sich noch eine Bedenkzeit ausbedungen.

4. Liga, Gruppe 8

FC Wil 1a – FC Kirchberg 2:0 (1:0)

Bergholz – Platz 1 – 450 Zuschauer – SR Kojadinovic – Tore: 43. Widmer 1:0. 66. Maksuti 2:0

FC Wil 1a: Pilica; Rütsche, Haziraj, Klingler, Dillinger, Curatolo, Widmer, Gjoni, Näf, Maksuti, Brägger, Ramadani, Truong, Covic, Caccialupi.

FC Kirchberg: Brägger, Brändle, Rohner, Wohlgensinger, Nagel, Widmer, Lang, Müller, Sallahu, Kuhn, Ress. Schweizer, Elmazi, Holenstein, Schönenberger

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