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Kolumne

Auch Jörg Abderhalden kann sich täuschen

Redaktor Beat Lanzendorfer hat sich im Vorfeld des Eidgenössischen in Zug mit der Berichterstattung in den Medien befasst. Dabei ist ihm aufgefallen, dass auch die sogenannten Experten nicht immer richtig liegen.
Beat Lanzendorfer

In der zu Ende gegangenen Schwingersaison, war das Eidgenössische in Zug das alles überstrahlende Ereignis.

Beat Lanzendorfer, Redaktor Toggenburger Tagblatt. (Bild Ralph Ribi)

Beat Lanzendorfer, Redaktor Toggenburger Tagblatt. (Bild Ralph Ribi)

Selbstverständlich hat mich die Berichterstattung davor interessiert. Dabei ist mir ein Artikel ins Auge gestochen, den Ives Bruggmann von unserer Sportredaktion in St.Gallen verfasste.

Darin lässt er Dreifach-Schwingerkönig Jörg Abderhalden zu Wort kommen, der sechs Tipps für das Anschwingen mit Beteiligung der Nordostschweizer Top-Schwinger abgibt.

Es sind dies die Paarungen Armon Orlik – Matthias Glarner, Samuel Giger – Nick Alpiger, Daniel Bösch – Sven Schurtenberger, Domenic Schneider – Benji von Ah, Remo Käser – Michael Bless und Simon Anderegg – Roger Rychen.

Der Toggenburger Schwing- und Jassexperte sah als Sieger Armon Orlik, Samuel Giger, Daniel Bösch, Benji von Ah, Remo Käser und Simon Anderegg. Effektiv durchgesetzt haben sich Orlik, Alpiger, Schurtenberger, Schneider, Bless und Anderegg. Jörg Abderhalden lag also bei lediglich zwei von sechs Kämpfen richtig.

Dabei konnte er selbstverständlich nicht wissen, dass sich Bösch durch eine Unachtsamkeit von Schurtenberger übertölpeln lässt, Käser nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist und später sogar aufgeben musste und Samuel Giger zumindest am ersten Tag Mühe bekundete, dem ihm auferlegten Druck stand zu halten.

Am zweiten Tag startete er eine fulminante Aufholjagd, die ihm am Ende den vierten Gesamtrang einbrachte.

Mir als Laie bleibt als Trost, dass auch Experten bei ihrer Analyse nicht immer ins Schwarze treffen. Das schmälert meinen Respekt gegenüber Jörg Abderhalden aber keineswegs.

Ich werde ihm auch in Zukunft weiterhin genau zuhören, wenn er Tipps abgibt oder die Kämpfe beim Schweizer Fernsehen analysiert.

Eines sollte er aber bedenken: Eine ähnlich hohe Fehlerquote darf ihm als Schiedsrichter beim Zusammenzählen der Punkte während des Samschtig-Jass nicht unterlaufen.

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