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Auch FIS-Rennen haben Bedeutung für die Austragungsorte

Anfang nächster Woche werden in Wildhaus zwei FIS-Rennen ausgetragen. Damit die Skifahrer ideale Bedingungen vorfinden und faire Läufe austragen können, braucht es viel Einsatz von freiwilligen Helfern.
Sabine Camedda
Vor sechs Jahren klassierte sich der heutige Weltcup-Sieger Daniel Yule beim ersten Fis-Rennen in Wildhaus auf dem zweiten Rang, das zweite Rennen auf derselben Piste konnte er gewinnen. (Bild: Robert Kucera, 12. Februar 2013)

Vor sechs Jahren klassierte sich der heutige Weltcup-Sieger Daniel Yule beim ersten Fis-Rennen in Wildhaus auf dem zweiten Rang, das zweite Rennen auf derselben Piste konnte er gewinnen. (Bild: Robert Kucera, 12. Februar 2013)

Die Ortsnamen Maribor, Bormio, Kitzbühel und Adelboden verbindet man in erster Linie mit Skirennen. Macht der alpine Ski-Weltcup in diesen Stationen halt, ist dies zwar mit grossen Kosten verbunden, diese werden aber durch Standortmarketing wieder wettgemacht. Nicht ganz so vorteilhaft sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung für Skidestinationen aus, die Rennen auf der FIS-Stufe organisieren.

Dennoch hätten diese Rennen für die Destinationen eine gewisse Bedeutung, findet Martin Mettler. Er ist als OK-Präsident für die Organisation der FIS-Rennen verantwortlich, die am Montag und Dienstag auf der Hoxperen-Piste in Wildhaus ausgetragen werden. Denn nur wer weniger lukrative Rennen durchführt, kann auch mit renommierteren rechnen wie beispielsweise dem Grand Prix Migros, der zwei Wochen später in Wildhaus zu Gast sein wird.

Heimvorteil für die jungen Rennfahrer

Martin Mettler sieht eine weitere Motivation für sein Engagement. Die jungen Skirennfahrer aus der Region, zu welchen auch sein Sohn Josua gehört, könnten von einem Heimvorteil profitieren. Die Anreise fällt weg, sie können im gewohnten Umfeld zu Hause wohnen, sie kennen die Piste und oftmals sind mehr Zuschauer vor Ort, die «ihre» Fahrer anfeuern. Welche Schweizer Fahrer starten, ist noch nicht sicher definiert.

«Jede Nation hat ein Kontingent mit einer gewissen Anzahl Fahrer. Es wird aber sehr kurzfristig entschieden, wer zu welchem Einsatz kommt», erklärt Martin Mettler. Josua Mettler wird jedoch bei seinen Heimrennen nicht an den Start gehen. Er werde bei Europacup-Rennen in Hinterstoder eingesetzt, weiss Martin Mettler.

Maximal 140 Fahrer werden sich pro Rennen durch die Slalomtore schlängeln. Der OK-Präsident würde sich freuen, wenn auch einige Fahrer, die sich im Weltcup einen Namen geschaffen haben, teilnehmen würden. «Leider wissen wir das aber erst so kurzfristig, dass wir dies nicht für Werbung für unseren Anlass nutzen können.»

Auch Schulklassen helfen mit

Damit die Fahrer zwei faire Rennen austragen können, braucht es viel Vorbereitungsarbeit, die von freiwilligen Helfern geleistet werden. Viele von ihnen gehören dem SSC Toggenburg oder anderen Skiclubs aus der Region an. Je nach Witterung muss die Piste präpariert werden. «Wir brauchen eine härtere Unterlage als ein gewöhnlicher Skifahrer, denn im Rennen geben die Fahrer bei den Toren viel mehr Druck und so können Spuren entstehen», erklärt Martin Mettler.

Gemeinsam mit Rutschern – diese Aufgabe übernimmt eine Oberstufenklasse aus Nesslau – wird versucht, die Piste möglich glatt zu halten, sodass auch die Fahrer mit höheren Startnummern gute Bedingungen haben. Freiwillige Helfer engagieren sich auch als Torwarte. Martin Mettler freut sich, dass sich jeweils neue Personen für diese Aufgabe melden. Sie werden vor ihrem Einsatz geschult, denn im Zweifelsfall gilt ihr Wort, ob ein Fahrer das Tor richtig passiert hat oder vielleicht doch eingefädelt hat.

Engagement wird beim Verband wahrgenommen

Es brauche aber auch ein Entgegenkommen der Bergbahnen, sagt der OK-Präsident. Diese sponsort die Liftkarten für die Fahrer, die Betreuer und die Helfer und hilft mit bei der Pistenarbeit. Leider sei man bei der Suche nach Unterkünften auf sich allein gestellt.

Martin Mettler weiss, dass es in der Schweiz nicht mehr viele Skiclubs gibt, die sich als Veranstalter für solche FIS-Rennen einspannen lassen. «Wir können auf rund 60 Helfer zählen, die für diesen Einsatz teilweise Ferientage beziehen», sagt der OK-Präsident. Als Dankeschön bekommen sie die Tageskarte für die Bahnen und ein Mittagessen. Martin Mettler ist aber sicher, dass dieses Engagement des SSC Toggenburg beim Ostschweizer Skiverband und bei Swiss-Ski wahrgenommen wird.

Vom Verband zum Skiclub

Wer in der Schweiz etwas mit Schneesport zu tun hat, kommt nicht an Swiss Ski vorbei. Der Verband umfasst elf Sportarten, von Ski alpin und nordisch über Snowboard bis zu Freestyle. Der Verband ist in drei Interregionen aufgeteilt: Ost, Mitte und West. Diese wiederum bestehen aus verschiedenen Regionalverbänden.

Zur Interregion Ost gehören der Bündner Skiverband (BSV), die Federazione Sci Svizzera Italiana (FSSI), der Skiverband Sarganserland-Walensee (SSW) und der Ostschweizer Skiverband (OSSV). Der OSSV seinerseits besteht aus 60 Skiclubs in den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Glarus, Schaffhausen und beiden Appenzell. Insgesamt sind bei Swiss Ski 770 Vereine zusammengeschlossen, bei denen total über 100'000 Mitglieder registriert sind. (sas)

www.swiss-ski.ch

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