Auch die Partei beschäftigt sich mit Timo Räbsamen: «Die SP Wil erwartet von allen einen respektvollen Umgang»

Mit seinen abwertenden Äusserungen über die Polizei zog der Wiler Neo-Stadtparlamentarier Timo Räbsamen den Zorn vieler Leser auf sich. In einer Stellungnahme distanziert sich der Präsident der SP Wil in klarem, aber freundlichem Ton.

Hans Suter
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Mit dem Facebook-Eintrag «All Cops Are Bastards» sorgte der Wiler Jungsozialist und Neo-Stadtparlamentarier für Schlagzeilen.

Mit dem Facebook-Eintrag «All Cops Are Bastards» sorgte der Wiler Jungsozialist und Neo-Stadtparlamentarier für Schlagzeilen.

Bild: PD

(hs) «Die grundsätzliche Haltung der SP Wil ist allgemein bekannt», schreibt der Wiler SP-Präsident Daniel Schönenberger in der Stellungnahme seiner Partei. Menschenwürde beginne im Kleinen, und der Umgang miteinander habe auf Augenhöhe und mit Respekt zu erfolgen. «Äusserungen, welche diesem Grundsatz oder den rechtlichen Normen widersprechen, entsprechen nicht der Haltung der SP Wil.» Diese grundsätzliche Haltung gelte für alle Personen, insbesondere natürlich für Menschen mit einem öffentlichen Amt.

Daniel Schönenberger weist aber auch darauf hin, dass Timo Räbsamen als Jungsozialist ins Stadtparlament gewählt worden ist. Seine Amtszeit beginne am 1. Januar 2021. «Das heisst, ab diesem Zeitpunkt sind seine Äusserungen nicht mehr privat, sondern die einer Person mit öffentlichen Amt.» Ein intensiver Austausch werde natürlich bereits vorher stattfinden. Abschliessend schreibt Schönenberger: «Wir erwarten menschenfreundliche, kreative und innovative Interventionen von Timo Räbsamen als Parlamentarier.»

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Gianni Amstutz