Kommentar

Das Vorgehen von «Pro Gemeinde Kirchberg» ist wenig durchdacht

Das Anliegen, einen neuen Schulratspräsidenten zu suchen, ist legitim. Das Vorgehen der Gruppe besorgter Bürger aber wenig durchdacht.

Beat Lanzendorfer
Hören
Drucken
Teilen
Beat Lanzendorfer, Redaktor.

Beat Lanzendorfer, Redaktor.

Bild: Ralph Ribi

Die Unzufriedenheit über die Kirchberger Schule wächst. Hinter vorgehaltener Hand werden die vermeintlichen Alleingänge von Schulratspräsident Orlando Simeon schon länger kritisiert. Das hat auch die versenkte Schulreform gezeigt. An der Bürgerversammlung im August hiessen die Kirchberger einen Rückweisungsantrag der SP gut.

Die SP ist in Kirchberg nicht im Gemeinderat vertreten und auch bei den Wahlen vom Sonntag konnte sie keine Wähleranteile gewinnen. Wenn das Volk also einem Antrag der SP folgt, scheint der Unmut tatsächlich gross zu sein.

Angriff auf Schulratspräsident wird konkret

Bei der Bürgerversammlung ging es formal um eine Änderung der Gemeindeordnung. Schon damals wurde auf die Exponenten der Gemeinde gezielt. Nun wird der Angriff auf einen, auf Schulratspräsident Simeon, konkret. Eine Gruppe sucht einen Nachfolger, ohne dass dieser das Amt abgeben will.

Das Ansinnen dieser Gruppe ist legitim. Amtsinhaber dürfen jederzeit in Frage gestellt und herausgefordert werden. Die Art und Weise, wie die Gruppe vorgeht, ist hingegen wenig durchdacht. Wer eine offene Gesprächskultur unter Einbezug aller Parteien verlangt, muss auch selber für Transparenz sorgen. Eine Website, auf der nicht klar erkennbar ist, wer eigentlich hinter «Pro Gemeinde Kirchberg» steht, wird dem alles andere als gerecht.

Mehr zum Thema