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Perimeter des Dürrenbachs in Stein wird überarbeitet: Anstösser zahlen wie bisher für den Unterhalt

Nach schweren Unwettern Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Dürrenbach verbaut. Das wurde mit öffentlichen Geldern realisiert. Um nun den Unterhalt finanziell zu sichern, wurde ein über 70-jähriger Perimeter überarbeitet.
Sabine Camedda
Die Verbauungen im Dürrenbach in Stein wurden während rund einem Jahrhundert gebaut. (Bild: PD)

Die Verbauungen im Dürrenbach in Stein wurden während rund einem Jahrhundert gebaut. (Bild: PD)

Der Dürrenbach in Stein beschäftigte die Gemeindebehörden während langer Zeit. Nach vier massiven Hochwassern wurde 1899 ein erstes Verbauungsprojekt – damals noch von der Bundesversammlung – genehmigt. Erst vor rund zehn Jahren wurde die Bachverbauung, die in sieben Etappen durchgeführt wurde, abgeschlossen.

Die Abrechnung erfolgte 2005: Die Kosten für die Verbauungen beliefen sich auf nahezu 5 Millionen Franken. Bezahlt wurden sie von Bund, Kanton, Gemeinden und Dritten sowie durch das Dürrenbach-Perimeterunternehmen.

Bereits während dieser Bauphasen musste immer wieder Unterhalt an den Verbauungen vorgenommen werden. Ein Teil dieser Kosten in der Höhe von durchschnittlich 1000 Franken pro Jahr, wurden im direkten Finanzausgleich angerechnet und liefen bis 2012 über die Rechnung der Gemeinde Stein und später der Gemeinde Nesslau. Bezahlt wurde der Unterhalt aus der Spezialfinanzierung (Perimeter).

Wer vom Schutz profitiert, soll dafür zahlen

Nun ist diese Rücklage fast aufgebraucht und muss neu geäufnet werden. «Wir wenden dabei das aktuelle Wasserbaugesetz an», erklärt der Nesslauer Gemeindepräsident Kilian Looser. Das bedeutet, dass die Perimeterpflichtigen wieder einen Beitrag gemäss Beitragsplan leisten müssen.

Der bereits 1945 erstellte Perimeter wurde den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Gemeinde habe dabei die auf der gesetzlichen Grundlage basierenden Richtlinien angewendet und den Beitragsplan überarbeitet. «Die betroffenen Landbesitzer wurden zur Vernehmlassung eingeladen. Unklarheiten konnten dabei noch beseitigt werden», sagt Kilian Looser. Nun sei der Beitragsplan ausgearbeitet und die öffentliche Auflage dauere noch bis am 30. Mai, erklärt der Gemeindepräsident das weitere Vorgehen.

Kilian Looser geht aufgrund der wenigen Rückmeldungen nicht davon aus, dass noch Einsprachen eingehen. Er hält überdies fest, dass die Spezialfinanzierung lediglich für den Unterhalt der Verbauungen genutzt wird. Sollte ein grösseres Projekt anstehen, werde die Finanzierung unabhängig vom Betragsplan geprüft.

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