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Ambitionierte Ausbaupläne in Mosnang: Restaurant Krone legt einen Zacken zu – Tennisplatz zum Schulgebäude?

Das Restaurant Krone möchte einen Saal bauen, der 180 bis 200 Personen Platz bietet. Zu diesem Zweck muss der Tennisplatz weichen, wobei sich eine mögliche Lösung für einen Ersatz abzeichnet.
Timon Kobelt
So sieht das Vorprojekt des Umbaus der «Krone» Mosnang aus. Der neue Saal (rechts) wird direkt mit dem Restaurant verbunden. (Visualisierung: PD)

So sieht das Vorprojekt des Umbaus der «Krone» Mosnang aus. Der neue Saal (rechts) wird direkt mit dem Restaurant verbunden. (Visualisierung: PD)

Während im Toggenburg viele Restaurants schliessen, geht die «Krone» in Mosnang in die Offensive und hegt ambitionierte Ausbaupläne. Das Ehepaar Philipp und Astrid Schneider will einen neuen Saal an das bestehende Restaurant anbauen, in dem sich 180 bis 200 zusätzliche Personen aufhalten können. Vor allem bezüglich Platz legt die «Krone» also einen Zacken zu. «Es gehen im Toggenburg immer mehr Restaurants zu und somit verschwinden auch vermehrt Säle. Das finden wir schade und wollen deshalb etwas realisieren, das allen zugutekommt und vielseitig einsetzbar ist», sagt Philipp Schneider, Koch und Geschäftsführer der «Krone».

Saal für Feste aber auch für Vereinsanlässe

Der neue Saal kann in drei Räume aufgeteilt werden und soll flexibel für verschiedene Gruppengrössen sein. Vom Ambiente her eigne sich der Saal etwa für Hochzeiten, er könne aber auch problemlos für Vereinsanlässe genutzt werden. Philipp Schneider erklärt:

«Wir wollen eine ideale Balance finden und eine gute Auslastung mit verschiedenen Kundensegmenten erreichen.»

Der 32-Jährige ergänzt, dass sich Vielfalt und ein gelungener Mix im gesamten Lokal widerspiegeln sollen. Der jetzige Saal, der rund 70 Personen Platz bietet, soll modernisiert und in ein A-la-carte-Restaurant mit Fixbestuhlung umfunktioniert werden.

Im vorderen Teil des Restaurants bleibt alles beim Alten. «Somit decken wir alles ab: Vom Stammtisch, über den klassischen Restaurantbetrieb bis hin zum neuen Saal, der vor allem für Feierlichkeiten steht», sagt der zweifache Familienvater.

Modern und hell soll es sein

Passend dazu soll der Anbau vor allem von der Innengestaltung her festlich wirken. Modern und hell wolle man den Saal gestalten, sagt Philipp Schneider, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. «Das Ambiente soll der heutigen Zeit entsprechen. Mit schönen Dekorationselementen möchten wir ein heimeliges Stimmungsbild erzielen. Betreffend Fassade gestalten sich die Pläne noch ziemlich vage. Er könne sich eine Beton-Holz-Kombination vorstellen, doch das sei noch alles andere als konkret. Der Kanton wolle sicherstellen, dass der Bau ins Ortsbild passe. «Deshalb kann es gerade bei der Fassade zu Änderungen kommen», sagt der Restaurantführer.

Bei den Gesprächen mit dem Kanton wurde Philipp Schneider von Roland Schmid, Leiter Bau und Infrastruktur der Gemeinde Mosnang, begleitet. Aktuell sind die Pläne noch auf Stufe Vorprojekt. Die Baueingabe soll gemäss dem «Krone»-Wirt jedoch bald erfolgen.

Projekt beeinflusst Zonenplan

Philipp Schneider hat dem Kanton St.Gallen einen Vorabzug des Bauprojekts vorgestellt, ehe er das Baugesuch einreicht. Als verfahrensleitende Stelle war die Gemeinde Mosnang in der Person von Roland Schmid, Leiter Bau und Infrastruktur und Ratsschreiber, beim Gespräch mit dem Kanton ebenfalls zugegen. Der Ratsschreiber meint, dass das Vorgehen mittels Vorabzug möglich und auch erwünscht ist. «Gerade, wenn viele Stellen involviert sind, wie in diesem Projekt, vereinfacht eine Vorbesprechung das Verfahren», sagt Schmid. Ansonsten könne es vorkommen, dass dem Kanton ein fertiges Projekt vorgelegt und dieses aus vermeidbaren Gründen zurückgewiesen werde. «Das kostet schlussendlich unnötig Zeit für die Planung und Geld», hält Schmid fest.

Ausnahmebewilligung vom Kanton nicht erteilt

Ein solcher Fall konnte beim vorliegenden Bauprojekt der «Krone» dank des Vorabzugs vermieden werden. Die Zufahrt zur Garage des Gebäudes auf der Rückseite des Gebäudes hätte ursprünglich die Grünzone tangiert. «Dafür braucht es eine Ausnahmebewilligung des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation, welche dieses nicht erteilt hat», erklärt Schmid. Somit habe Philipp Schneider eine andere Lösung finden können, ehe er die Baueingabe gemacht habe.

Die «Krone» benötigt für ihren neuen Saal die Fläche des Tennisplatzes, der sich in ihrem Besitz befindet. Nun zeichnet sich eine Lösung ab, die wohl alle Beteiligten zufriedenstellen würde. Der Tennisclub hat der Gemeinde vorgeschlagen, den Tennisplatz angrenzend an das Spielfeld beim Schulhaus anzugliedern. «Diese Variante begrüssen wir, da mit Garderoben und Parkplätzen bereits die nötige Infrastruktur vorhanden ist. Ausserdem kann auch die Schule den Platz einmal für einen Sporttag nutzen», sagt Roland Schmid. Auch der Kanton habe Wohlwollen signalisiert. Allerdings befinde sich besagter Standort in einer Zone «übriges Gemeindegebiet», welche in eine Zone «für öffentliche Bauten und Anlagen» umgezont werden müsste. (tik)

Die «Krone» in Mosnang ist ein Familienbetrieb. Philipp und Astrid Schneider führen das Restaurant in der fünften Generation. Philipps Eltern Bruno (58) und Rita (57) helfen noch heute im Tagesgeschäft mit und hatten die Basis für eine gesunde Geschäftsübernahme durch Philipp früh gelegt. Tatsachen, die dieser ungemein schätzt. Der Gilde-Koch sagt:

«Ob ich alleine als Jungunternehmer die Kraft und den Mut gehabt hätte, ein Ausbauprojekt dieser Grössenordnung zu realisieren, bezweifle ich. Aber gemeinsam mit meinen Eltern haben wir uns alle gesagt: Wir packen das.»

Er schätze das Engagement seiner Eltern, das der «Krone» eine langfristige Zukunft ermögliche, umso mehr, wenn er an die vielen Restaurants denke, die schliessen mussten und dies noch müssen.

Philipp Schneider (links) und sein Vater Bruno (rechts) freuen sich auf den Ausbau des Restaurants Krone. (Bild: Timon Kobelt)

Philipp Schneider (links) und sein Vater Bruno (rechts) freuen sich auf den Ausbau des Restaurants Krone. (Bild: Timon Kobelt)

Service-Team soll aufgestockt werden

Das Service-Team wolle man aufgrund des Ausbaus leicht aufstocken. «Für den Saal-Betrieb werden wir den Mehraufwand wohl hauptsächlich mit Aushilfen bewältigen», sagt Philipp Schneider. Dies sei für die Planung am einfachsten. In der Küche wolle man mit gleichem Manpower weiterfahren. In der Krone arbeiten aktuell 20 Angestellte, wovon vier in Teilzeitpensen. Zu den Kosten will Philipp Schneider keine Angaben machen, da es sich nicht um einen öffentlichen Bau handle. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2019 beginnen und im Juni 2020 abgeschlossen sein.

Neue Öffnungszeiten

Die «Krone» Mosnang hat seit Anfang Juni sieben Tage in der Woche geöffnet. Montag bis Samstag von 9 bis 24 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 20 Uhr.

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