Altersheime der Region Wil-Toggenburg bündeln Ausbildung

Ein neuer Verein soll langfristig Pflegefachpersonal sichern.

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Im Pflegebereich herrscht in den Altersheimen grosser Mangel an Pflegefachpersonal.

Im Pflegebereich herrscht in den Altersheimen grosser Mangel an Pflegefachpersonal. 

Symbolbild: Keystone/Christian Beutler

(pd) Im Pflegebereich herrscht grosser Mangel an Pflegefachpersonal. Gerade die Ausbildung von Studierenden der Höheren Fachschulen (HF) im Gesundheitswesen gehört aktuell zu den grossen Herausforderungen der Pflegeinstitutionen, um langfristig genügend qualifiziertes Pflegefachpersonal im stationären Bereich der Gesundheitsversorgung zu rekrutieren. Aus diesem Grund haben sich in der Region Fürstenland-Toggenburg bereits 2010 sechs Alters- und Pflegeinstitutionen, respektive Seniorenzentren zusammengeschlossen, um die Ausbildung von Studierenden der Höheren Fachschulen (HF) anbieten zu können.

Dem Ausbildungsverbund Pflege Fürstenland Toggenburg gehören aktuell die Thurvita AG, Wil, das Seniorenzentrum, Uzwil, das Haus für Betagte Sonnegrund, Kirchberg, das regionale Seniorenzentrum Solino, Bütschwil, das Alters- und Pflegheim Risi, Wattwil, sowie die Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel an. Diese sechs Alters- und Pflegeinstitutionen vereinen insgesamt 820 Betten mit rund 700 Vollzeitstellen. Hinzu kommen rund 100 Ausbildungsplätze in der Pflege und Betreuung.

Aktuell sind es zehn Studierende

Das Angebot des Ausbildungsverbunds für eine höhere Pflegeausbildung stösst mittlerweile auf grosses Interesse. Aktuell absolvieren in den beteiligten Heimen zehn Studierende die Ausbildung zur Dipl. Pflegefachperson HF. In den vergangenen acht Jahren haben insgesamt 14 Studierende ihre höhere Pflegeausbildung erfolgreich abgeschlossen – davon arbeiten heute zehn der ehemals Studierenden nach wie vor im Bereich der Langzeitpflege. Diese Zahlen belegen, dass sich die Schaffung eines Ausbildungsverbunds gelohnt hat und das Angebot der sechs Heime für Studierende attraktiv und interessant ist.

Mit der Überführung des Ausbildungsverbunds in die Rechtsform eines Vereins wird das Ziel verfolgt, in Zukunft qualitativ und quantitativ zu wachsen und für genügend qualifiziertes Pflegefachpersonal im Bereich der Langzeitpflege besorgt zu sein. So strebt der neue Verein verschiedene Ziele an. Dazu gehören die Sicherung des Nachwuchses an Pflegefachkräften HF im Bereich der Langzeitpflege, die Schaffung von genügend qualifizierten und attraktiven Ausbildungsplätzen, die Bündelung der Kräfte der Ausbildungsbetriebe, die Nutzung von Synergien sowie die Unterstützung der Ausbildungsbetriebe des Ausbildungsverbunds bei der Sicherung der kantonalen Qualitätsanforderungen.

Vorstand ist breit abgestützt

Der neue Verein Ausbildungsverbund Pflege Fürstenland Toggenburg wird durch einen Vorstand geführt, dem alle sechs beteiligten Pflegeinstitutionen angehören. Präsidiert wird der Verbund durch Markus Brändle, Leiter Seniorenzentrum Solino, Bütschwil. Weiter gehören dem Vorstand Monika Rutz, Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel, Martha Storchenegger, Sonnegrund Kirchberg, Ernst Grau, Seniorenzentrum Uzwil, Georg Raguth, Risi Wattwil, sowie Leila Steiner, Thurvita Wil, an.