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Kolumne

Als Gruppentier nicht geeignet

Vor dem Winter noch einmal Sonne tanken, das wollte Urs M. Hemm, stellvertretender Redaktionsleiter. In seinen nächsten Ferien wird er Gruppen möglichst aus dem Weg gehen.
Urs M. Hemm
Urs M. Hemm, stellvertretender Redaktionsleiter. (Bild: PD)

Urs M. Hemm, stellvertretender Redaktionsleiter. (Bild: PD)

Vor kurzem hatte ich das Glück, während meiner Ferien noch einmal Sonne zu tanken und für eine Woche nach Kreta zu reisen. Diese griechische Mittelmeerinsel ist vor allem berühmt wegen ihrer Hinterlassenschaften der Minoer und Mykener, welche die Insel ab etwa 3000 vor Christus besiedelten. Das bedeutendste Beispiel darunter ist sicherlich der minoische Palast von Knossos. Die bei Ausgrabungen gefundenen Relikte werden im historischen Museum in Kretas Hauptstadt Heraklion aufbewahrt.

Aus Bequemlichkeit beschlossen wir einen geführten Ausflug zu buchen, welcher in einer Tagestour Ausgrabungsstätte und Museumsbesuch miteinander verband. Dabei gerieten wir in eine bunt zusammengewürfelte Urlaubergruppe, welche sämtliche Klischees des nervenden Touristen bediente. Der eine musste bei jeder Erklärung der Reiseleiterin immer noch einen dummen Spruch hinterher schiessen, den meist nur er lustig fand. Wir anderen übten uns derweil in Fremdschämen. Den Vogel schoss er jedoch ab, als er dem überaus erfahrenen Busfahrer erklären wollte, wie er durch die engen Strassen zu manövrieren habe. Da wurde es selbst seiner Frau zu viel, die ihn − wenn auch nur ganze leise − zurechtwies.

Für den Tiefpunkt war jedoch ein anderer besorgt. Beim Museums-Rundgang klopfte dieser mit der Faust auf eine rund 4000 Jahre alte Keramik, als ob er die Festigkeit eines Käselaibs prüfen wollte. Nachdem das Museumspersonal ihre Schnappatmung überwunden und ihn zurechtgewiesen hatte, meinte er nur, man solle nicht so übertreiben.

Jetzt weiss ich wieder, warum ich Gruppenreisen bisher immer gemieden habe.

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