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Serie

Das Jahr 2018 im Rückblick – Januar: Als «Burglind» übers Tal fegte

Die ersten Tage des Jahres 2018 verliefen – meteorologisch gesehen – sehr stürmisch. «Burglind» und «Evi» knickten Bäume und deckten Dächer ab, der Sachschaden war beträchtlich.
Sabine Camedda
In der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann richtete der Sturm Burglind grosse Schäden an, beispielsweise oberhalb von Alt St. Johann (Bild links) oder entlang des Wanderwegs von Wildhaus nach Gamplüt (Bild rechts). (Bild: Bilder: Sabine Camedda)

In der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann richtete der Sturm Burglind grosse Schäden an, beispielsweise oberhalb von Alt St. Johann (Bild links) oder entlang des Wanderwegs von Wildhaus nach Gamplüt (Bild rechts). (Bild: Bilder: Sabine Camedda)

Starke Sturmböen, die Bäume wie Zündhölzer umknickten und Ziegel von den Dächern bliesen. An manchen Orten wurden so hohe Windgeschwindigkeiten gemessen wie noch nie. Das war das Sturmtief Burglind, das am 2. und 3. Januar über Europa und das Toggenburg fegte.

Getroffen hat der Sturm vor allem das Obertoggenburg. Auf dem Gamserrugg wurde das Seil des Skiliftes über eine längere Distanz aus den Rollen geweht, ein Betriebsunterbruch von wenigen Tagen war die Folge. Weil die Bahnen im Toggenburg rechtzeitig ihren Betrieb eingestellt hatten, konnten grössere Schäden verhindert werden.

Die Strasse zwischen Wildhaus und Gams war zeitweilen gesperrt, umgestürzte Bäume versperrten den Verkehrsweg. Auch in mehreren anderen Gemeinden fielen Bäume über Strassen und lösten Einsätze der Rettungskräfte aus. Die Stromversorgung wurde an mehreren Orten unterbrochen, weil umgeknickte Bäume die Drähte der Freileitungen heruntergerissen und Masten zum Kippen gebracht haben. In Wattwil fiel ein Baum auf eine Hochspannungsleitung und geriet in Brand. In der Folge musste die Feuerwehr ausrücken und den brennenden Baum löschen.

Ein Sechstel der Jahresnutzung liegt

Ein Augenschein wenige Tage, nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, zeigte die durch «Burglind» entstandenen Schäden. Vor allem die Wälder auf der Sonnenseite der Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann wurden getroffen. Aber auch in Wattwil und im Neckertal gab es Gebiete mit konzentriertem Windwurf, an vielen weiteren Stellen wurden Streuschäden oder einzelne umgeworfene Bäume registriert.

Der Regionalförster Christof Gantner schätzte, dass durch «Burglind» rund 15'000 Festmeter Holz in den Toggenburger Wäldern umgeworfen wurden. Dies entspricht einem Sechstel der Jahresnutzung. Unter den geknickten Bäumen sind vor allem Fichten zu finden. Für Christof Gantner ist dies nicht verwunderlich, weil die Nadelbäume bei Winterstürmen stärker gefährdet seien, weil sie eine grössere Angriffsfläche bieten als Laubbäume.

Trotz der Schäden und des benötigten Arbeitsaufwands, den die Forstarbeiter aufwenden mussten, um die Schäden zu beheben, sprach Christof Gantner von «Glück im Unglück». Der Sturm hat keine Menschenleben gefordert und es ist nichts Schlimmes passiert. Beispielsweise entlang der Seilbahn auf Gamplüt sind einige Bäume umgeknickt, aber keiner hat die Seilbahn beschädigt.

Mit dem Sturm kam auch der Regen

Die Ortschaften entlang der Thur und des Neckers hatten derweil andere Sorgen: Der Wasserstand der beiden Flüssen war gefährlich hoch. Einige Feuerwehren waren stundenlang beschäftigt, Wasser aus überfluteten Kellern zu pumpen. An einigen Orten, wo das Wasser und der Schnee nicht mehr ablaufen konnten, kam es zu Hangrutschungen. Ein solcher gab es auf der Wasserfluh. Die Verbindungsstrasse zwischen Thur- und Neckertal blieb von den Erdmassen aber verschont. Anders die Strassen von Hemberg nach Bächli. Diese wurde von einem Erdrutsch verschüttet und musste während mehrerer Tage für den Verkehr gesperrt werden.

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