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Alpwirtschaftlicher Verein Toggenburg verzeichnet Mitgliederzuwachs

Der Alpwirtschaftliche Verein Toggenburg hat kürzlich seine Hauptversammlung durchgeführt. Sie war geprägt von gelebter Tradition und vielen neuen Informationen. Auch wurden 18 neue Mitglieder willkommen geheissen.
Urs Nobel
Anlässlich der Ehrungen bildete sich ein spontanes Ad-hoc-Chörli, das einige Zäuerli zum Besten gab. (Bild: Urs Nobel)

Anlässlich der Ehrungen bildete sich ein spontanes Ad-hoc-Chörli, das einige Zäuerli zum Besten gab. (Bild: Urs Nobel)

Das Thema Alpwirtschaft ist komplex und für Aussenstehende nur schwer verständlich. Bei den vielen Informationen über neue Gesetze und Entschädigungen dürften sogar den rund 120 anwesenden Bauern die Köpfe geraucht haben. Die Bewirtschaftung einer Alp verlangt einiges mehr als eine schöne Auf- und Abfahrt sowie das Zusammensein mit den Tieren währen der Sommermonate.

Hauptversammlung ohne technische Hilfsmittel

Traditionell ging es aber noch daher, als Präsident Thomas Bohl durch die Traktanden an der Hauptversammlung des Alpwirtschaftlichen Vereins Toggenburg führte. In seinem Jahresbericht – noch von Hand geschrieben – berichtete er von einem prägenden, vergangenen Jahr. «Der Sturm Burglind hat grosse Sturmschäden hinterlassen. Schneefall in Höhen über 2200 Meter führte dazu, dass die Sömmerung teilweise vorzeitig beendet werden musste. Wir müssen uns immer bewusst sein, dass uns die Natur im Griff hat.»

Speditiv führte Thomas Bohl durch die Veranstaltung. (Bild: Urs Nobel)

Speditiv führte Thomas Bohl durch die Veranstaltung. (Bild: Urs Nobel)

Freude bereitete Thomas Bohl indes, dass sich 18 Personen neu dem alpwirtschaftlichen Verein Toggenburg angeschlossen hatten. Die Mitgliederzahl beträgt nun rund 220 Personen, hinzu kommen noch 40 Kooperationen. Im Vorstand gab es den Rücktritt von Albert Bösch zu verzeichnen. Der Älpler Hansruedi Kipfer aus Wattwil wird ihn beerben.

Speziell war, dass die Hauptversammlung ohne technische Hilfsmittel – sieht man vom Mikrofon ab – auskam und sogar das Protokoll noch wie sonst fast nirgends mehr verlesen wurde. Einzigartig, dass sich nach den Ehrungen langjähriger Mitglieder spontan ein Ad-hoc-Chörli bildete und einige Zäuerli zum Besten gab. Dies verleitete Markus Hobi, Leiter Landwirtschaftliches Zentrum St.Gallen zur verblüfften Aussage: «So etwas gibt es nur beim alpwirtschaftlichen Verein Toggenburg.»

Viele Informationen, die nützlich sind

An Markus Hobi lag es nach den offiziellen Traktanden, die Anwesenden über die Neuerungen im Entschädigungsbereich zu informieren. Er «bombardierte» den Saal mit einer Flut von Zahlen, die manche Mitglieder wohl erst nach der Heimkehr so richtig verdauen konnten. Anni Abderhalden und Hansjakob Zwingli vom Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen ergänzten die Informationen im Bereich der Beiträge, den Alp-Kontrollen, über die Trockenheit, die Bestandes-Überwachung und die Grenzbereinigungen der Sömmerungsgebiete. Hansjakob Zwingli zu den Änderungen der Beiträge: «Das neue System ist zwar schwer verständlich, aber gerechter.»

Auch Ehrungen gehörten zur Versammlung des Alpwirtschaftlichen Vereins. (Bild: Urs Nobel)

Auch Ehrungen gehörten zur Versammlung des Alpwirtschaftlichen Vereins. (Bild: Urs Nobel)

Eine Stunde Hauptversammlung mit den offiziellen, traditionellen Traktanden und zwei Stunden neueste Informationen, zeigten am vergangenen Donnerstag eindrücklich auf, dass eine Alpsömmerung zwar eine schöne Sache ist, aber von den Betreibern auch grosses Engagement bedingt, verbunden mit einem grossen Wissensschatz. Und, dass es zwar wertvoll ist, Traditionen zu leben. Die Bereitschaft, Neuerungen anzunehmen und mit ihnen zu leben, aber ebenso notwendig ist.

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