Alle Kunstwerke auf einen Schlag: Nun zeigen sich die wichtigsten Resultate des Kulturvereins Dogo in Lichtensteig

Die Residenz für neue Kunst, Dogo, fasst die Kunstwerke von dieser Saison in einer Ausstellung zusammen. Sie heisst «Dogo Totale».

Sascha Erni
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Sarah Fastré & Emmie McLuskey gemeinsam mit Phillipp Kamm aus Ebnat-Kappel ist ein Beispiel der Kunstwerke aus der ersten Saison. (Bild: PD)

Sarah Fastré & Emmie McLuskey gemeinsam mit Phillipp Kamm aus Ebnat-Kappel ist ein Beispiel der Kunstwerke aus der ersten Saison. (Bild: PD)

Zwei Wochen lang dreht sich im Lichtensteiger «Rathaus für Kultur» alles um die Kunst. Vom kommenden Samstag, 16. November, bis zum 30. November schliesst «Dogo – Residenz für Neue Kunst» seine erste Saison mit einer Jahresausstellung ab.

«Dogo Totale» zeigt Bilder, Skulpturen, Fotografien, Installationen und Videoaufnahmen derjenigen jungen Künstlerinnen und Künstler, die 2019 hier einen Atelieraufenthalt verbrachten. Von Mai bis September lebten dreizehn Kunstschaffende in der Dogo-Künstlerwohnung – entsprechend viel wird es zu sehen geben. Ergänzt wird die Ausstellung mit einem Rahmenprogramm. An der Eröffnung vom 16. November steht neben dem Apéro ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm, gefolgt von einem Livekonzert und Italo-Disco. Auch geführte Rundgänge, Performances und Kunstworkshops für Kinder und Jugendliche werden geboten.

«Summer shells» ist ein weiteres Beispiel der Kunstwerke aus der ersten Saison. (Bild: PD)

«Summer shells» ist ein weiteres Beispiel der Kunstwerke aus der ersten Saison. (Bild: PD)

«Die ‹Totale› ist fast der wichtigste Beitrag dieses Jahr», sagt Marcel Hörler vom Dogo-Leitungsteam. In Film und Fotografie ist eine «Totale» eine Bildansicht, in der eine Person oder eine Gruppe vollständig zu sehen ist, das Umfeld und die Szenerie aber auch eine gewisse Rolle spielen. So sei die «Dogo Totale» zu verstehen, erklärt Hörler. Dogo sehe sich nicht als Ansammlung losgelöster Einzelprojekte.

Der Zweck des Vereins ist es, die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler mit der Öffentlichkeit und der Region in Verbindung zu bringen, und dass untereinander neue Verknüpfungen entstehen können.

«Ich habe das erste Jahr in der Hinsicht als sehr harmonisch empfunden.»

Die angepeilte Wirkung sei eingetreten: Dogo hätte nicht nur Diversität ermöglicht, sondern ein Miteinander. Selbst verschiedene spontane Kollaborationen hätten sich unter den Kunstschaffenden ergeben. Hörler freut sich auch über die wachsende Beliebtheit, welche die «Dogo Talks» übers erste Jahr erleben durften. An diesen informellen Treffen zwischen den Dogo-Bewohnern und der Bevölkerung aus Lichtensteig seien gute Gespräche entstanden.

«Die Künstlergespräche sind die interessanteste Art und Weise, sich direkt mit den Kunstschaffenden auszutauschen», so Hörler. Und damit seien sie der ideale Ausdruck dafür, worum es Dogo gehe – Kunst nicht losgelöst vom Umfeld, sondern als Teil der Gesellschaft. Auch an der Jahresausstellung wird ein «Dogo Talk» durchgeführt: Am Freitag, 22. November, schalten sich vier der Dogo-Künstlerinnen und Dogo-Künstler per Videokonferenz live zu.

Hinweis

«Dogo Totale», vom Samstag, 16. November, bis Samstag, 30. November, im Rathaus für Kultur, Lichtensteig. Detailliertes Programm und weitere Informationen zur Ausstellung und Dogo über die Website www.dogoresidenz.ch