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«Alle Kinder sind einzigartig»

Das Lehrerseminar reichte Susi Büchi nicht, sie liess sich als Schulische Heilpädagogin ausbilden und unterrichtete Englisch. Auf Ende Schuljahr lässt sich die engagierte Pädagogin frühpensionieren.
Sabine Schmid
Susi Büchi war Lehrerin auf allen Primarstufen und Schulische Heilpädagogin. (Bild: Sabine Schmid)

Susi Büchi war Lehrerin auf allen Primarstufen und Schulische Heilpädagogin. (Bild: Sabine Schmid)

Susi Büchi ist ein neugieriger Mensch, der gerne ausprobiert. «Mir war schon während meiner Zeit im Lehrerseminar klar, dass ich alle Primarschulstufen unterrichten wollte», erzählt sie. 1979 trat sie in den Lehrkörper von Nesslau ein, übernahm eine dritte Klasse und führte diese bis zum Übertritt in die Oberstufe. Danach übernahm sie die erste und zweite Klasse in Ennetbühl und hatte sich somit ihren Wunsch erfüllt.

Doch die Neugier trieb Susi Büchi weiter. Sie gab ihre Stelle auf und machte während zwei Jahren die Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin. Mit diesem Rucksack ist sie ins Toggenburg zurückgekehrt. Um für ihre fünf Kinder da zu sein, arbeitete Susi Büchi freischaffend und gab Legasthenie-Nachhilfe. «Als die integrierte Schule aufgenommen wurde, stieg ich in Ennetbühl mit einem Pensum zwischen 40 und 60 Prozent wieder ein», erzählt Susi Büchi weiter. Sie unterrichtete in Klassen und gab Förderstunden, je nachdem was von ihr gerade gewünscht war.

Fasziniert von englischen Büchern

Da Susi Büchi immer wieder gerne etwas Neues macht, meldete sie sich für eine Zusatzausbildung, um als Fachlehrerin für Englisch eingesetzt zu werden. Sie habe bei einem Sprachkurs und einem Aufenthalt in den USA ihr Schulenglisch aufgefrischt, erzählt sie. Und nicht nur das: Susi Büchi begann, ihren Beruf und ihr Hobby zu verknüpfen. «Ich lese seither Bücher in englischer Sprache. Das geht mittlerweile ebenso gut, wie wenn ich die Bücher in Deutsch lesen würde», erzählt sie.

Seit der Schliessung des Schulhauses in Ennetbühl ist Susi Büchi wieder als Schulische Heilpädagogin tätig. «Ich arbeite mit allen Kindergartenkindern», sagt sie. Je nach Entwicklungsstand fördert sie einige Kinder intensiver als andere. Vor allem in den Bereichen Wahrnehmung und Motorik könne sie mit den Kindern Fortschritte erzielen und die Kindergärtnerinnen unterstützen. «Es ist sehr spannend, wie sich die Kinder in diesen ersten Jahren der obligatorischen Schulzeit entwickeln», sagt sie.

Ihre Erfahrung hat ihr gezeigt, dass alle Kinder einzigartig sind. «Jedes Einzelne hat etwas Spezielles, das es ausmacht und das man ihm lassen muss». Für Susi Büchi ist es daher normal, dass einige Kinder den Knopf später aufmachen und daher mit dem Übertritt in die Schule noch ein Jahr zuwarten. Sie findet es gut, dass die Schule Nesslau mit dem Lernplaneten einen Platz für diese Kinder hat. «Sie können dort während eines Jahres die soziale Reife erhalten, die sie für eine erfolgreiche Schulzeit brauchen», sagt sie. Die Kindergartenzeit sieht Susi Büchi als sehr wertvoll an, denn das gemeinsame Spielen ist für das soziale und emotionale Lernen der Kinder wichtig. Die Kommunikation spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Es sei auch gut, dass den Kindern im Kindergarten viel Raum für Kreativität gelassen wird.

Beste Erinnerungen an die Schullager

Fragt man Susi Büchi nach besonderen Erlebnissen während ihrer Berufszeit, antwortet sie wie aus der Pistole geschossen: «Die Lager». Als ehemalige Pfadfinderin sei sie immer gerne als Begleitperson in Klassenlager gegangen. Ihren Kindern hätte das nichts ausgemacht, dass ihre Mutter bei den Lagern dabei war. «Sie waren es ja gewohnt, dass ich immer in dem Schulhaus präsent war», sagt sie.

Für die Zeit nach ihrer Frühpensionierung hat Susi Büchi einige Pläne. Sie möchte mehr Zeit mit ihren beiden Enkelkindern verbringen, aber auch mit ihrer Mutter und ihrer Schwiegermutter, die in einem Altersheim leben. «Dann möchte ich gerne mehr wandern», sagt sie und lässt den Blick von ihrem Haus über die Toggenburger Landschaft schweifen. Schliesslich treibt auch ihre Neugier sie zu neuen Plänen an. «Gerne möchte ich meine Spanisch- und Italienischkenntnisse verbessern», sagt Susi Büchi. Von ihren Erfahrungen mit dem Englischen weiss sie, dass nur eines dafür nützt: Dranbleiben. «Und wer weiss, vielleicht ergibt sich ja auch wieder ein längerer Aufenthalt in Italien», sagt sie.

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