Serie
Adventsserie: «Das Fest auf dem Dorfplatz ist mein persönliches Highlight»

An vielen Orten schmücken Adventsfenster das Ortsbild. Die Redaktion des «Toggenburger Tagblatts» besucht die kreativen Geister, die hinter diesen Fenstern stehen und bereits seit Jahren ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Notiert von Timon Kobelt
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Irene Winteler hat die Sterne ihres Adventsfensters doppelt ausgeschnitten, damit man sie auch von innen sieht.

Irene Winteler hat die Sterne ihres Adventsfensters doppelt ausgeschnitten, damit man sie auch von innen sieht.

Bild: Timon Kobelt

Mir gefallen die Fenster mit Beleuchtung. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal selber ein Sujet mit Beleuchtung realisiert. Die Sterne habe ich extra doppelt ausgeschnitten, damit man sie auch von der Innenseite her sehen kann. Denn im Raum hinter dem Esstisch steht der Tisch, an dem wir jeweils das Weihnachtsmahl geniessen. Das Fenster hatte schon immer einen dekorativen Zweck, weil ich im Raum dahinter einst ein kleines Lebensmittel-Lädeli betrieben habe. Dann konnte man zum Beispiel eine Auswahl an Pasta hinter der Scheibe sehen.

Die Adventsfenster haben in Nasen eine lange Tradition. Es muss wohl mindestens zehn Jahre, vielleicht auch länger, her sein, als wir sie zum ersten Mal dekoriert haben. Mit wir meine ich die Bäuerinnenvereinigung von Nassen. Ich war in der Kommission und habe dann die Organisation der Adventsfenster übernommen. Das ging meistens sehr ring, weil die Frauen hier im Dorf sehr motiviert sind. Das gilt auch für mich. Ich bin einfach der Typ, der gerne mitmacht.

Irene Winteler, Nassen.

Irene Winteler, Nassen.

Bild: Timon Kobelt

An jedem Abend kann von 18 bis 20 Uhr das jeweilige Fenster besichtig werden. Am 23.Dezember folgt mein persönliches Highlight. Dann feiert buchstäblich das ganze Dorf auf dem Dorfplatz. Der Dorfbrunnen wird festlich geschmückt und die Kinder von Nassen basteln für diesen Anlass ein Fenster unter der Anleitung von zwei Frauen. Dadurch wollen natürlich auch die Kinder am 23.Dezember ihr Fenster sehen, weshalb die kompletten Familien auf den Dorfplatz strömen.

Es macht mir viel Freude, dass wir die Adventsfenster in unserem kleinen Dorf Jahr für Jahr auf die Beine stellen können. Persönlich benötige ich unterschiedlich viel Zeit für die Dekoration, je nach Sujet halt. Mein Mann unterstütz mich jeweils mit seiner sehr praktischen Denkweise. Ausserdem haben wir eine Tochter, die als Floristin ein dekoratives Flair hat. So gehen mir die Ideen niemals aus.

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