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Adventsserie: Cilgia Kobelt will Licht ins Dunkel des Wattwiler Brendiquartiers bringen – «Es kann nie genug Adventsstimmung herrschen»

An vielen Orten schmücken Adventsfenster das Ortsbild. Die Redaktion des «Toggenburger Tagblatts» besucht die kreativen Geister, die hinter diesen Fenstern stehen und bereits seit Jahren ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Notiert von Timon Kobelt
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Die Geschichte der Hirten, welche die frohe Botschaft des Engels erfahren, findet Cilgia Kobelt ein schönes Motiv.

Die Geschichte der Hirten, welche die frohe Botschaft des Engels erfahren, findet Cilgia Kobelt ein schönes Motiv.

Timon Kobelt

Meine Motivation für die Teilnahme bei den Adventsfenstern ist ganz klar: Licht. Das Brendiquartier in Wattwil ist sehr dunkel, weil es hier keine Verkehrsstrassen oder Ähnliches hat. Da 24 Menschen aus der Brendi inklusive der Wiesentalstrasse mitmachen, kommen immer etappenweise neue Fenster mit ihren Lichtern zum Vorschein, was ich sehr schön finde. Ohne die Adventsfenster wäre hier die Atmosphäre im Dezember recht bedrückend. Dank des Lichts gibt es doch noch ein wenig Advent. Für mich kann gar nicht genug Adventsstimmung herrschen.

Mein Mann Otto und ich waren von Anfang an dabei. Ich glaube, vor etwa zehn Jahren wurden die Adventsfenster zum ersten Mal in der Brendi präsentiert. Was mir hier besonders gefällt, ist, dass es kein Konkurrenzdenken gibt. Es ist ein Miteinander. Es spielt letztlich keine Rolle, wer was in seinem Fenster zeigt. Mittlerweile sind wir auch besser organisiert. Früher war es so, dass man an jedem Tag, an dem ein neues Fenster öffnete, dieses anschauen konnte. Doch das hat nicht so gut funktioniert. Nun treffen sich alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers an einem Tag, um gemeinsam alle Fenster zu besichtigen. Dieses Jahr machen wir das am 21. Dezember. Nach der Besichtigung können die Leute noch zum Plaudern bei einem heissen Getränk verweilen.

Cilgia Kobelt, Wattwil.

Cilgia Kobelt, Wattwil.

Timon Kobelt

Dieses Jahr habe ich mich für das Motiv der Schafhirten auf dem Feld entschieden, als die Engel ihnen die frohe Botschaft verkünden. Diese Geschichte gefällt mir, weil sie naturverbunden ist und auch zum Toggenburg passt. Wir hatten hier im Hang zwischen unserem Haus und der Rickenstrasse sogar selber einmal Schafe. Daher mag ich die Tiere. Die Wolle habe ich als ehemalige Handarbeitslehrerin gut gebrauchen können.

Beim Adventsfenster ist die Idee, dass man nichts einkauft, sondern es mit vorhandenem Material dekoriert. Die Schafe sind Steine, die ich mit selbsthergestellter Wolle eingewickelt habe. Man muss sich dabei dann doch etwas überlegen und es braucht auch Zeit. Aber die nehme ich mir sehr gern für die schöne Tradition. Mein Mann Otto hat dafür gesorgt, dass die Beleuchtung funktioniert. Es steckt immer Teamwork hinter unserem Adventsfenster.

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