5:1-Sieg über Wattwil: Der FC
Ebnat-Kappel steigt in die 3.Liga auf

Fünf Jahre nach dem Abstieg schafft der FC Ebnat-Kappel die Rückkehr in die 3. Liga Der letzte Mosaikstein einer starken Rückrunde war der 5:1-Sieg am Pfingstmontag gegen Wattwil Bunt 2a.

Beat Lanzendorfer
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In Feierlaune: Bei den Spielern und Verantwortlichen des FC Ebnat-Kappel herrscht nach dem Aufstieg in die 3.Liga Champagner-Stimmung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

In Feierlaune: Bei den Spielern und Verantwortlichen des FC Ebnat-Kappel herrscht nach dem Aufstieg in die 3.Liga Champagner-Stimmung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Jubel im Obertoggenburg. Ebnat-Kappel gelingt dank einem Steigerungslauf in der Rückrunde der Aufstieg in die 3. Liga.

Der 5:1-Erfolg am Pfingstmontag im Derby gegen Wattwil Bunt 2a war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Mit drei Toren sticht Claudio Stäheli aber trotzdem aus dem Ensemble heraus. Es waren seine Saisontore 12 bis 14.

Der Gastgeber war ein ebenbürtiger Gegner

Das Resultat täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. Der Gastgeber war über weite Strecken ebenbürtig und hätte sogar in Führung gehen müssen. Wer sich allerdings derart gravierende Abwehrfehler leistet, darf sich nicht wundern, wenn am Schluss der Gegner jubelt. Zur tragischen Figur verkam Rezon Ibraimi, dem zwei folgenschwere Patzer unterliefen, die beide zu einem Gegentor führten. Sowohl beim 0:1 als auch beim 1:2 spielte er Claudio Stäheli den Ball praktisch zweimal in die Füsse, der kein Erbarmen kannte und im Stile eines Torjägers vollendete. Zwischendurch kam auf Seiten von Wattwil Bunt 2a Hoffnung auf, als Hjazi zum Ausgleich traf.

Der entscheidende Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen Wattwil Bunt 2a (in Gelb) und Ebnat-Kappel war lange Zeit umstritten. Letztendlich profitierten die Obertoggenburger von zu vielen Fehlern des Heimteams in der Defensive. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der entscheidende Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen Wattwil Bunt 2a (in Gelb) und Ebnat-Kappel war lange Zeit umstritten. Letztendlich profitierten die Obertoggenburger von zu vielen Fehlern des Heimteams in der Defensive. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Den endgültigen Genickschlag versetzte Stäheli dem Heimteam nach 70 Minuten. Nach einer schönen Ballstafette über die rechte Seite traf er flach zum 1:3. Die Schlussphase war dann eine Kür, in der Ebnat-Kappel praktisch alles gelang, Wattwil Bunt 2a hingegen war längst der Glaube abhanden gekommen, dass hier noch etwas zu reissen war. Albin Ibraimi war es dann, der vom Elfmeterpunkt zum 1:4 verwertete. Der Schlusspunkt gehörte Zejna, der kurz vor dem Abpfiff mit dem 1:5 noch einen draufsetzte.

Für Trainer Jürg Stadelmann, der bei Ebnat-Kappel vor kurzem seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert hat, bedeutet die Rückkehr in die 3. Liga eine Genugtuung:

«Ich habe immer an meine Mannschaft geglaubt und ihr heute mit auf den Weg gegeben, dass sie auch bei einem Rückstand ruhig Blut bewahren soll. Es war ein unheimlich intensiver Kampf mit einem Gegner, der uns alles abgefordert hat.»

Ein Ärgernis am  Spielfeldrand

Vielleicht war sich das Heimteam auch zu lange zu sicher, dass der Aufstieg bereits vollzogen sei. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung auf Ebnat-Kappel sieben Punkte. Drei Runden vor dem Saisonschluss waren es immer noch vier. Während der Aufsteiger zu einem Schlussspurt ansetzte und neun Punkte holte, war es für Wattwil Bunt 2a im gleichen Zeitraum nur noch einer.

Die über 600 Zuschauer bildeten eine schöne Kulisse für das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die 3. Liga. Trotzdem bleibt ein Ärgernis haften, auf das jene Zuschauer gerne verzichtet hätten, die in unmittelbarer Nähe standen, wenn sogenannte Fans ihre Böller zündeten, die für einen Lärm sorgten, der teilweise jenseits der Schmerzgrenze lag.