3:1-Sieg gegen Landquart im Ostschweizer Cup – die unglaubliche Erfolgsserie von Viertligist Bütschwil geht weiter

Der FC Bütschwil bezwingt im Cup trotz Rückstand Drittligist Landquart mit 3:1 und bleibt seit dem Start der Meisterschaft zum neunten Mal in Serie ungeschlagen.

Beat Lanzendorfer
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Die Mannschaft bedankt sich nach Spielschluss beim Publikum für die Unterstützung.

Die Mannschaft bedankt sich nach Spielschluss beim Publikum für die Unterstützung.

Bild: Beat Lanzendorfer

Was zurzeit beim Viertligisten Bütschwil abgeht ist phänomenal. Die Mannschaft hat am Dienstagabend beim 3:1 gegen Landquart nach Netstal und Rebstein den dritten Drittligisten aus dem Cupwettbewerb befördert. Der Lohn ist die Viertelfinalqualifikation.

Die Mannschaft lässt sich von nichts aufhalten

Die Eisenhut-Elf lässt sich im Moment von nichts aufhalten. Nicht vom Regen, nicht vom teilweise störenden Wind und schon gar nicht vom Gegner.

Die Einheimischen waren vom Anpfiff weg omnipräsent und liessen in keiner Phase der neunzig Minuten einen Klassenunterschied erkennen. Im Gegenteil, je länger die Partie dauerte, desto dominanter traten die Toggenburger auf.

Dass sie bei Halbzeit trotzdem in Rückstand lagen, war einer Unkonzentriertheit in der Abwehr geschuldet. Segmüller brachte den Ball nicht auf Anhieb unter Kontrolle, was es Pinto ermöglichte, Richtung Tor zu ziehen und Schlussmann Oswald zu bezwingen. Vier Minuten vor dem Seitenwechsel war der Zeitpunkt etwas ungünstig.

Der vermeintliche Ausgleich folgte postwendend. Gajic schlug auf linker Position einen Freistoss zur Mitte, wo der Ball an Freund und Feind vorbei den Weg ins Tor fand. Der Unparteiische sah aber mehrere Bütschwiler Akteure im Abseits und gab den Treffer nicht.

Auswechslungen führten zur Wende

Trainer Eisenhut liess zu Beginn einige Arrivierte zwecks Schonung auf der Bank, brachte sie aber im Verlaufe der zweiten Halbzeit. Speziell die Hereinnahme von Captain Daniel Fäh und Silvan Oberholzer erwies sich als Glücksgriff. Beide erzeugten unglaublichen Druck und brachten die Wende.

Kaum hatte der Schiedsrichter das Spiel wieder freigegeben, lag der Ball bereits im Tor der Bündner. Fust beförderte eine Fäh-Flanke mit dem Kopf wuchtig ins Netz. Mitte der zweiten Halbzeit war es dann Birchler, der Bütschwil nach schöner Einzelleistung in Führung schoss.

Landquart konnte nicht reagieren

Was hatte Landquart dem Bütschwiler Rausch entgegenzusetzen? Nichts. Die Bündner fanden kein Mittel, die gut stehende Defensive zu überwinden. Im Gegenteil: Die Einheimischen erhielten nun viel Platz und hatten Chancen für weitere Tore. Es dauerte aber bis zur Nachspielzeit, ehe die definitive Entscheidung fiel und Fäh seine starke Vorstellung mit dem 3:1 krönte.

Als Viertligist im Viertelfinale dabei zu sein, der im nächsten Jahr im März zur Austragung gelangt, kommt einer kleinen Sensation gleich. Dies dürfte mit ein Grund gewesen sein, weshalb die Mannschaft nach dem Abpfiff lang anhaltenden Applaus erhielt.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.