24 Stunden-Service für den Bundesrat – Die Theatergruppe Dreien spielt die Komödie «I weiss vo nüt!»

Die Theatergruppe Dreien überzeugt erneut mit der Komödie «Ich weiss vo nüüt!».

Fränzi Göggel
Merken
Drucken
Teilen
Valentin Hälfer, der zweite Staatsanwalt, probiert sich als Koch und im Service.

Valentin Hälfer, der zweite Staatsanwalt, probiert sich als Koch und im Service.

Bild: Fränzi Göggel

Die Komödie ist den Laienschauspielern der Theatergruppe Dreien auf den Leib geschneidert. Regisseur Jürg Dreier verstand es einmal mehr, das Maximum aus den Akteuren herauszukitzeln und ihr Schauspieltalent den passenden Rollen zuzuordnen. Patrick Keller als 1. Staatsanwalt Leo Lustenberger, Urs Gähwiler als 2. Staatsanwalt Valentin Hälfer und Silvan Isenring als Bundesrat Oskar Frey brillierten in Körpersprache und Mimik. Mit spontanem Szenenapplaus und Zwischenrufen zeigte das Publikum Gefallen am herrlich komischen Auftreten der Theatergruppe. Daniela Strassmann vom Coiffure Hoorstübli in Stein schminkte und frisierte die Darsteller, Souffleuse Angela Strassmann blieb diskret unhörbar.

Gespickt mit witzigen Einfällen

Nach durchzechter Nacht in dubiosen Lokalen müssen die beiden Staatsanwälte erst mal ihren Filmriss und einen gehörigen Kater verarbeiten. «Nie mehr Alkohol», schwören sie sich. Als dann Hauptkommissar Hugo Pölschterli, herrlich emotionsenthoben gespielt von Stefan Rütsche, sich in seiner Funktion als Leiter der Vermisstenabteilung für Entführungsdelikte nach dem verschleppten Bundesrat erkundigt, beginnen die Turbulenzen erst recht.

Fido, ein unsichtbarer Geheimpolizeihund, der vor dem Joggen mit Vorliebe sein Biomüesli zum Frühstück verschlingt, bringt die beiden Verdächtigen vollends aus dem Häuschen. Bereits im ersten Akt folgt Gag um Gag, witzig, wortreich und komisch.

Es kommt, wie es kommen musste: Der Bundesrat gibt sich unter anderem als Onkel aus, legt sich verschiedene Identitäten zu und verlangt einen 24-Stunden-Service. Lilly Lustenberger, die Frau von Leo, lautstark verkörpert von Salome Rutz, riecht den Braten, weiss aber bis zum Schluss nicht, was genau gespielt wird. In einer Doppelrolle brilliert Barbara Ott. Sie spielt eine Journalistin und eine der russischen Damen aus der Bar. Katja Ott übernimmt den Part einer weiteren russischen Milieudame.

Die Tombola, ein beliebter Brauch

Mit Spannung erwartet wurde die von Pius Keller organisierte Tombola nach der Vorstellung. Er weibelte im Voraus und bekam äusserst grosszügige Preise aus der Region. Die mit Losnummern beklebten Schoggitafeln wurden vom Publikum sofort aufgekauft, denn jede gezogene Nummer ist ein Treffer. Bruno Scherrer, der beliebte Alleinunterhalter, zuständig für Administration und die Kulisse, pries die Gaben schlagfertig und mit viel Witz an.

Hinweis

Zu sehen ist die Komödie nochmals heute Dienstag, 18.Februar, am Donnerstag, 20.Februar, und am Samstag, 22.Februar, jeweils um 20Uhr.