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Gemeindepräsident zur Austrasse: «2022 sollte das Areal bereit sein»

Die Realisierung des «Werkraums Austrasse» kann erst beginnen, wenn andere Projekte fertiggestellt sind. Ob die Gebäude des «Werkraums Austrasse» aus Holz gebaut werden, steht noch nicht fest.
Martin Knoepfel
So stellen sich die Gewinner des Wettbewerbs das Areal an der Austrasse vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Gewinner des Wettbewerbs das Areal an der Austrasse vor. (Bild: PD)

Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner erläutert, wann mit den Bauarbeiten für den «Werkraum Austrasse» begonnen werden kann. Die Jury des Ideenwettbewerbs möchte im Nordteil des «Werkraum»-Areals höher bauen als von den Wettbewerbs-Siegern vorgeschlagen.

Alois Gunzenreiner, wie sieht der Zeitplan für die Realisierung aus?

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil (Bild: PD)

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil (Bild: PD)

In welchem Umfang was und wann realisiert wird, ist noch offen. Die Umgestaltung der Kreuzung Austrasse hat gerade begonnen. Das ist ein Provisorium für die Bauzeit des Projektes Bahnhof-Süd. 2020 sollte dieses bezugsbereit sein. Dann folgt die Sanierung der Bahnhofstrasse im Abschnitt zwischen der Überbauung Bahnhof-Süd und der Rietwisbrücke. 2021 folgen die definitive Verlegung der Austrasse sowie die Verlegung des Hagtobel- und des Sedelbachs unter der Bahntrasse bis zu ihrer Einmündung in die Thur. Ab 2022 sollte das Areal bereit sein und ist die Realisierung des «Werkraums Austrasse» möglich. Allerdings braucht es ohnehin noch einige Zeit, bis aus dem Ideenwettbewerb ein konkretes Projekt entstanden und dieses bewilligt ist.

Gibt es schon konkrete Verpflichtungen der Landbesitzer?

Nein, vertragliche Verpflichtungen gibt es noch nicht, der Prozess läuft jetzt an. Die Gemeinde hat aber Vorgespräche mit den Landbesitzern geführt. Das sind die Firma Schällibaum, die Säntis Energie und die Südostbahn. Die Gemeinde hat bisher Vorleistungen erbracht im Sinne einer Steuerung der Ortsplanung. Man muss aber noch klären, wer beim «Werkraum Austrasse» der Bauherr sein wird.

Das zentrale Gebäude des «Werkraum Austrasse» sieht auf den Modellfotos relativ flach aus. Wie verträgt sich das mit der baulichen Verdichtung, die die Raumplanung anstrebt?

Das passt insofern gut zusammen, als auch bei einem flachen Gebäude ein deutlich spürbares Volumen realisiert wird. Das zentrale Gebäude im Siegermodell ist nicht einstöckig. Andere Wettbewerbsteilnehmer wollen im nördlichen Teil des Areals höher bauen. Die Jury hat klar gesagt, dass gegen das BWZT hin mehr Volumen angeordnet werden sollte. Das entspricht auch den bisherigen ortsplanerischen Überlegungen der Gemeinde. Dort, wo das Kino Passerelle steht und auf dem Grundstück der Säntis Energie besteht später – falls gewünscht – immer noch die Möglichkeit, dass ebenfalls höher gebaut werden kann.

So könnte ein zentrales Gebäude auf dem Areal zwischen Thur und Austrasse aussehen. Zu sehen sind eine Werkhalle, das ÜK-Zentrum und das «FabLab». (Bild: PD)

So könnte ein zentrales Gebäude auf dem Areal zwischen Thur und Austrasse aussehen. Zu sehen sind eine Werkhalle, das ÜK-Zentrum und das «FabLab». (Bild: PD)

Werden die Gebäude aus Holz gebaut werden?

Im Sinne der Ideen wäre es zu begrüssen. Das entscheidet jedoch der Bauherr, nicht die Gemeinde. Die Verbände der Holzbranche werden sicher ein Interesse daran haben, mit Holz zu bauen.

Wie viel darf der «Werkraum Austrasse» höchstens kosten?

Wir müssen berücksichtigen, dass es ein Ideenwettbewerb ist. Wir haben deshalb noch nicht über die Kosten gesprochen.

Geplant ist ein quasi schwebender Würfel neben der Migros. Was bezweckt er?

Es soll ein «Eyecatcher» sein und die Ideen des «Werkraumes» vermitteln: Handwerk, Innovation, Bilden. Der Würfel wird dank der Beleuchtung ein Blickfang sein. Zudem wird ein Touchscreen installiert werden, auf dem man Informationen zum «Werkraum Austrasse» abrufen kann. Es wird die Wattwiler sicher interessieren, was im Zentrum geplant ist.

Fachjury ist sich einig

Der Architekt Martin Hitz war Jury-Präsident des Wettbewerbs für den «Werkraum Austrasse». Die Arbeitsgemeinschaft Merkli Degen Architekten/Drzach & Suchy Designstudio sei von den drei architekturlastigen Eingaben, die deutlich beste gewesen. Die Fachjury sei sich einig gewesen, sagt Martin Hitz.

Es handle sich aber um einen Ideenwettbewerb. Der «Werkraum Austrasse» werde sicher nicht genau so gebaut wie jetzt vorgeschlagen. Die Frage, ob es überhaupt an dieser Stelle Bedarf für ein Hotel oder ein Restaurant hat, kann er nur teilweise beantworten. Ein Bedürfnis für ein Gastronomie-Angebot jenseits der Mensa in diesem Gebiet bejaht er, weist aber darauf hin, dass die Jury von der Gemeinde die Analyse der möglichen Bedürfnisse erhalten hat. Die Gemeinde wolle in diesem Gebiet eine öffentliche Nutzung berücksichtigen, beispielsweise einen grossen Saal, sagt Martin Hitz.

Auch tourismusseitig sei das Bedürfnis in Wattwil gegeben. Der Jury-Präsident bestätigt, dass sich die Jury im nördlichen Teil des Areals mehr Bauvolumen vorstellen kann. Es hänge aber davon ab, was dort gebaut werden solle. Andere Wettbewerbsteilnehmer hätten in dieser Beziehung besser reagiert, sagt Martin Hitz.

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