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Serie

Das Jahr 2018 im Rückblick – Dezember: 200 neue Arbeitsplätze in Aussicht

Anfang Dezember hat die Micarna bekannt gegeben, im Industriegebiet Lerchenfeld einen Verarbeitungsbetrieb für Geflügel aufzubauen. Das könnte sich auf die flankierenden Massnahmen auswirken.
Sabine Camedda
Die Micarna hat sich entschieden, einen zweiten Verarbeitungsbetrieb für Geflügel im Lerchenfeld in Bütschwil zu bauen. (Bild: Timon Kobelt)

Die Micarna hat sich entschieden, einen zweiten Verarbeitungsbetrieb für Geflügel im Lerchenfeld in Bütschwil zu bauen. (Bild: Timon Kobelt)

Die Mitteilung der Micarna sorgte Anfang des Monats für Freude: Das Unternehmen hat beschlossen, seinen schweizweit zweiten Verarbeitungsbetrieb für Geflügel in der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil aufzubauen. Dafür hat sich die Micarna im Lerchenfeld ein Areal im Baurecht gesichert. Im Betrieb sollen jährlich bis zu 10 Millionen Tiere geschlachtet und verarbeitet werden. Dafür sollen rund 200 Arbeitsplätze entstehen. Bis der Betrieb aufgenommen werden kann, dauert es allerdings noch einige Zeit. Die Bauherrschaft rechnet mit einer Baueingabe im ersten Halbjahr 2020. Weil noch kein detailliertes Projekt ausgearbeitet sei, könne noch nicht über einen Termin für die Inbetriebnahme gesprochen werden.

Dass die Micarna nebst dem Betrieb im freiburgischen Courtepin einen weiteren Verarbeitungsbetrieb für Geflügel aufbaut, begründet sie mit der steigenden Nachfrage nach Schweizer Poulets. Das Unternehmen wolle alle Stationen von den Elterntieren über die Brüterei und die Mast bis zu Verarbeitung der Pouletprodukte in den eigenen Händen halten. Die Ostschweiz sei als zweiter Standort prädestiniert, denn so könnten die Transportwege kurz gehalten werden, was dem Tierwohl zugute kommt.

«Eine Bereicherung für das Lerchenfeld»

Beim Gemeinderat von Bütschwil-Ganterschwil kam die Mitteilung aus Bazenheid sehr gut an. Die Ansiedelung dieses Betriebs wäre eine Bereicherung für das wirtschaftliche Schwerpunktgebiet Lerchenfeld und für die ganze Region, sagte Gemeindepräsident Karl Brändle gegenüber dieser Zeitung. Zwar muss die Gemeinde die Erschliessung des Lerchenfelds in die Hand nehmen. Gemäss Karl Brändle habe die Bürgerschaft einen entsprechenden Investitionskredit von 1,8 Millionen Franken bereits 2014 genehmigt.

Wie Karl Brändle weiter ausführte, haben weitere Unternehmen ihr Interesse für den Standort Lerchenfeld bekundet und prüfen eine Ansiedlung. Platz für weitere Gebäude wäre vorhanden. Der Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil geht davon aus, dass die Einwohnerzahl als Folge der Schaffung von Arbeitsplätzen steigen werde. Davon könne aber nicht nur seine Gemeinde, sondern die ganze Region Toggenburg profitieren.

Bessere Erschliessung wäre nötig

Die Mitteilung der Micarna wurde auch von den Gegnern der vorgeschlagenen flankierenden Massnahmen an der Durchgangsstrasse in Bütschwil gehört. Fritz Rutz, der den Plänen des Kantons und der Gemeinde schon immer kritisch gegenüber gestanden ist, plädiert seit jeher dafür, den Verkehr von und nach Mosnang von der Kantonsstrasse über die Langenrainstrasse zu führen und nicht ins Dorf und von dort durch die Ottilienstrasse. Es sei problematisch, wenn die Ottilienstrasse pro Jahr über eine Million Fahrzeuge des überregionalen Verkehrs ertragen müsste. Denn viele Jugendliche überqueren diese Strasse mehrmals täglich, um zum Oberstufenschulhaus BuGaLu zu gelangen.

Würde der Verkehr über die Langenrainstrasse geführt, könnte diese gemäss Fritz Rutz als Kantonsstrasse klassiert werden. Damit wäre die Erschliessung für das Lerchenfeld ebenfalls erledigt. Und diese stehe unter anderem wegen der Ansiedlung des Geflügelverarbeitungsbetriebs der Micarna sowieso an.

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