20 Jahre Ischellner Churfirsten: Ein Fest im Rauschen der lauten Klänge

Der Verein Ischellner Churfirsten feierte am Samstag sein 20-Jahr-Jubiläum und liess es so richtig krachen. Viele Gastvereine feierten mit und ehrten die hiesigen Schellner.

Franz Steiner
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Der Schellner-Umzug verwandelte am Samstag das Obertoggenburg in ein Fest der Klänge. (Bild: Franz Steiner)

Der Schellner-Umzug verwandelte am Samstag das Obertoggenburg in ein Fest der Klänge. (Bild: Franz Steiner)

Die «Ischellner Churfirsten» bereichert das Kultur- und Vereinsangebot in Alt St. Johann seit 1999. Grund genug, ein zünftiges Fest steigen zu lassen. Und der Rahmen stimmte perfekt. Das Obertoggenburg zeigte sich am Samstagabend bei Umzugsbeginn von seiner schönsten Seite mit einem noch mehrheitlich schneebedeckten Wildhauser Schafberg als Kulisse im Hintergrund. Rund 270 Teilnehmende in rund 20 Vereinen stellten sich zu einem Umzug im Dorf auf und setzten den lauten Tatzelwurm Richtung Festgelände Horb in Bewegung. Sie kamen aus allen Ecken der Schweiz, um den jubilierenden Verein zu beehren.

Wie Musik in den Ohren

Die Trychlergruppen zeigten ihre Leidenschaft den Zuschauern mit viel Begeisterung. Die rund 1,8 Kilometer lange Strecke bis zum Stall des Altersheims in der Horb ging mit den rund 15 Kilogramm schweren Treicheln ganz schön in die Knochen. Das bestätigte etwa Daniel Preisig von den Klein-Rigi Trychlern aus Schönenberg-Kradolf. Dass die Schellnergruppen längst keine Männerdomäne mehr sind, war verschiedentlich zu sehen. So freute sich Andrea Zbinden von den Längeney-Trichler, dass sie so mit ihrem Mann dieses Hobby teilen kann.

Was dann im Stall des OK-Präsidenten Ernst Heierli und einem angebauten Zelt folgte, war ein rundum gelungener, gemütlicher Abend mit der Tanzkapelle Echo vom Arvi aus Kerns im Kanton Obwalden, der Schuhplattlergruppe aus Oberstdorf mit ihren feschen Madln und dem Auftritt der jubilierenden Ischellner Churfirsten. Die rund 600 Plätze waren heiss begehrt, und Jung und Alt wurden von flinken Helferinnen und Helfern bestens versorgt. Auch eine Bar durfte nicht fehlen. So zeigte sich schon kurz nach Festbeginn Präsident Guido Veraguth sehr erfreut über den Aufmarsch. Der 52-Jährige, der erst vor drei Monaten das Präsidentenamt übernahm, meinte: «Ohne den Einsatz jedes einzelnen Mitglieds wäre es nicht möglich gewesen, ein derart vielseitiges und attraktives Fest zu bieten.» Auch mit dem Nachwuchs hätten sie keine Probleme. Gute Aussichten also für die Schellner.