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Damals: Bei der Ortseingangstafel von Lichtensteig wurde langjährige Partnerschaft bezeugt

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Das Ortsschild beim Eingang des Städtlis bezeugt die seit zwanzig Jahren bestehende Partnerschaft. (Bild: PD)

Das Ortsschild beim Eingang des Städtlis bezeugt die seit zwanzig Jahren bestehende Partnerschaft. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

7. August: Mogelsberg. Hier ist Herr Ernst Züblin, Landwirt, an einem Hirnschlag plötzlich gestorben. Derselbe hatte bis 9 Uhr gemäht, wurde nach dem «Znüni» in der Wohnstube vom Schlage erfasst, verlor das Bewusstsein und hauchte schon in einer Stunde sein junges Leben aus. Der jäh Verstorbene, Sohn von Herrn Gemeindeammann Züblin dahier, hatte sich an Pfingsten vermählt und stund im blühenden Alter von 26 Jahren.

7. August: Wattwil. Dem vor kurzem mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichneten Arno Kaul, wurde neuerdings das bayrische Tapferkeitskreuz mit Schwertern verliehen.

3. August: Degersheim. Am Morgen kurz nach 6 Uhr stiess die von Herisau kommende Lokomotive auf die auf der Station Degersheim zum Abholen der Passagiere stehenden drei Personenwagen auf, welche bereits angefüllt waren. Die Lokomotive, sowie die Wagen der 3. Klasse wurden ziemlich stark beschädigt und letztere aus dem Geleise gehoben. Einige Personen wurden verletzt, jedoch sollen die Verletzungen nicht gefährlich sein. Mit einem Zweitklasswagen wurden sämtliche Passagiere nach Herisau gebracht, von wo dann mit einer Verspätung von 20 Minuten der Zug weitergeführt werden konnte. Der Materialschaden dürfte ziemlich bedeutend sein.

Vor 50 Jahren

5. August: Unteres Toggenburg. Ein Automobilist wendete sein Fahrzeug auf einem Parkplatz in Bazenheid. Beim Einbiegen auf die Durchgangsstrasse gewährte er einem von rechts kommenden Personenwagenlenker den Vortritt nicht, so dass es zu einer geringen Streifkollision kam. Der Vortrittsberechtigte wurde aber etwas von der Fahrbahn auf das Trottoir abgetrieben. Dort wurde eine Fussgängerin frontal erfasst und auf die Fahrbahn geworfen. Die dabei erlittenen Verletzungen bedingten eine Ueberführung in das Krankenhaus Wattwil.

7. August: Alt St. Johann. Wie den Verhandlungen der Gemeinde Alt St. Johann entnommen werden kann, wurden wegen Nachtruhestörung, Unfug und Ueberwarten der Polizeistunde Bussen im Betrage von 174 Franken ausgesprochen. Wahrlich an einem Ort, wo Hotels während der Saison bei musikalischer Unterhaltung länger offen halten, kein unbedeutender Betrag.

7. August: Alt St. Johann. Kurvenkorrektion Starkenbach in Sicht. Die vom Regierungsrat genehmigten Projektpläne für die Kurvenkorrektion beim Steinbruch Starkenbach sind während 20 Tagen in der Gemeinderatskanzlei Alt St. Johann zur Einsichtnahme aufgelegt. Mit dieser Planauflegung wird in der Strassensanierung im oberen Toggenburg wieder ein entscheidendes Kapitel geschrieben. Hoffen wir, dass sich die verantwortlichen Instanzen nicht allzulange mit Einsprachen etc. herumschlagen müssen, damit die Arbeiten möglichst bald in Angriff genommen werden können.

Vor 20 Jahren

4. August: Lichtensteig. Die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden hat einen historischen Hintergrund: Im 12. Jahrhundert stiftete Volknan von Staufen-Toggenburg das Kloster Adelberg. Daher erinnerte sich die Gemeinde am Rande der Schwäbischen Alb bei ihrem 800-Jahr-Jubiläum des Toggenburgs. Da Lichtensteig im gleichen Jahr sein 750-jähriges Bestehen feierte, bot sich eine Partnerschaft an. Damals war Robert Forrer Stadtammann Lichtensteigs. Die Gemeinde Adelberg mit 2'000 Einwohnern leitete Wolfgang Rösch. Der Bürgermeister von Adelberg Wolf-Dieter Hermann und der Stadtammann von Lichtensteig Fridolin Eisenring brachten bei der Ortseingangstafel ein Schild an. Es bezeugt die nun seit zwanzig Jahren bestehende Partnerschaft. Die Beziehungen entwickelten sich im Laufe der Jahre prächtig. Dabei standen die Vereine im Vordergrund. Bereits dreimal wurden Theaterproduktionen aus Adelberg in Lichtensteig aufgeführt. Besonders erfreulich finden die Ammänner, dass sich private Freundschaften gebildet haben.

Vor 10 Jahren

5. August: Bütschwil. Nach zweijähriger Planungsphase begann die Renovation der katholischen Pfarrkirche. Pfarrer Josef Manser entnahm den Altären wichtige Reliquien, die im Spätherbst 2009 bei den Einweihungsfeierlichkeiten wieder eingefügt werden. Das Volk genehmigt die Innenrenovation mit einem Kostenvoranschlag von 4,145 Mio. Franken, mit den Zusatzkosten von 480 000 Franken für die Sanierung des asbesthaltigen Deckputzes. Zuerst wird ausgeräumt – Bänke, Leuchter Statuen, Bilder, Tabernakel, Orgelpfeifen usw., alles wird restauriert – die Orgel selbst wird eingepackt. Dann erfolgt das Montieren der Heizungskanäle für die Bodenheizung. Ein Gerüst wird aufgestellt, um den asbesthaltigen Deckputz unter den erforderlichen Schutzmassnahmen zu entfernen.

6. August: Jonschwil. Jonschwil liegt im Toggenburg – das sollte sich auch die «Sonntags-Zeitung» zu Herzen nehmen. Von einem Monster, welches das Toggenburg heimsuchen will, schreibt die «Sonntags-Zeitung». Doch um wen handelt es sich bei erwähntem Getier genau? Um einen Drachen oder Yeti, einen Dinosaurier oder den neuerdings wieder weitherum gefürchteten Wolf? Alles falsch! Die sich ansonsten gerne kritisch gebende Sonntagsjournaille hält mit Superlativen nicht zurück, wenn es um «Metallica» geht, und bezeichnet die Formation als «die beste und erfolgreichste Heavy-Metal-Band aller Zeiten». Diese Musiker, die im übrigen exorbitant hohe Gagen für ihre Auftritte einstreichen, wollen nun – immer laut «Sonntags-Zeitung – mitte August das toggenburgische Wil beglücken. Mangelnde Ortskenntnisse? Erstens liegt Wil nicht im Toggenburg, sondern im Fürstenland. Und zweitens findet das Konzert gar nicht in der Äbtestadt, sondern in Jonschwil statt. Letzteres nun liegt tatsächlich im Toggenburg.

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