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16-jähriger Müselbacher gewinnt internationales Tennisturnier in Augsburg

Der 16-jährige Müselbacher Ramon Strassmann gewinnt in Deutschland sein erstes internationales Tennisturnier.
Beat Lanzendorfer
Ramon Strassmann (rechts) mit seinem Doppelpartner Robin Stettbacher. Gemeinsam gewannen sie das U16-Junioren-Turnier des Bavarian Junior Open in Augsburg. (Bild: PD)

Ramon Strassmann (rechts) mit seinem Doppelpartner Robin Stettbacher. Gemeinsam gewannen sie das U16-Junioren-Turnier des Bavarian Junior Open in Augsburg. (Bild: PD)

Augsburg, die bayerische Stadt in der Nähe von München, ist in Sportkreisen bekannt durch seinen Fussballclub, der seit acht Jahren der ersten Bundesliga angehört. Immer wieder stehen dort auch Schweizer unter Vertrag. Aktuell sind dies Trainer Martin Schmidt und seit wenigen Tagen Stephan Lichtsteiner.

Von Fussball hat der 16-jährige Ramon Strassmann aus Müselbach durchaus auch eine Ahnung. Seine Leidenschaft gehört aber dem Tennis. Und weil zur Leidenschaft Talent und Training hinzukommen, wird dies in seinem Fall mit ersten Erfolgen auch auf internationaler Ebene belohnt. Sein Sieg in der Doppelveranstaltung bei den U16-Junioren des Bavarian Junior Open in Augsburg mit Partner Robin Stettbacher soll dabei nicht sein letzter gewesen sein.

Das Erstaunliche daran: Die beiden fanden sich erst am Turnierort, weil sie sich im Einzel eingeschrieben hatten. Dort schaffte es Ramon Strassmann nach überstandener Qualifikation bis ins Viertelfinale. Für Robin Stettbacher kam das Aus im Hauptfeld hingegen in der ersten Runde.

Von Peter Hollenstein entdeckt worden

Für den Rechtshänder Ramon Strassmann, der als seine Stärken die Vorhand und den Service bezeichnet, was bei einer Grösse von 1.94 Meter kaum verwundert, begann das Spiel mit dem Filzball beim Tennisclub Gähwil. «Bei einer Geburtstagsfeier ist Peter Hollenstein auf mein Ballgefühl aufmerksam geworden.» Die Trainerlegende des Gähwiler Tennisclubs habe ihn dazu animiert, doch einmal bei einem Sommerkurs reinzuschauen. Es blieb nicht beim Schnuppern. Nebst Peter Hollenstein war Sonja Zweifel seine erste Trainerin.

Eine Stufe intensiver wurde es, als Ramon Strassmann ab 2010 zusätzlich den Winterkurs in Wil bei Alena Aellig-Kratochvil belegte. Besuchte er zu Beginn Trainings in Gähwil und Wil, konzentrierte er sich ab 2011 ganz auf Wil. Ab 2013 kam Kreuzlingen hinzu, wo er die Möglichkeit erhielt, sein Spiel an der Net Academy unter Trainer Ralph Zepfel zu verbessern. Sein Coach und die Ansprechperson an der Academy war Sandro Herzig, was bis heute so geblieben ist. Es war auch die Zeit, in der er auf das Verständnis der Kirchberger Schule zählen durfte. «In der fünften und sechsten Klasse bin ich von Nebenfächern dispensiert worden», sagt das Tennistalent.

«Die Hauptfächer musste er besuchen, was auch unsererseits eine Bedingung war, zudem mussten die Noten stimmen», sagt Mutter Susanna ergänzend. Sie ist es, welche als Familienmanagerin das «Tagesgeschäft» organisiert. Zusammen mit Ehemann Markus übernimmt sie die Fahrten ins Training und in die Schule, sorgt sich um administrative Belange wie etwa Turnieranmeldungen und fiebert selbstverständlich als Fan mit. «Dabei hatten wir früher mit Tennis gar nichts am Hut, bevor Ramon zu spielen begann», sagt sie lachend. Mittlerweile sei Tennis aber so etwas wie der Lebensmittelpunkt geworden.

Er möchte mit Tennis Geld verdienen

Die Schule hat vorerst Priorität. «Irgendwann möchte ich mit Tennis Geld verdienen», erklärt Ramon Strassmann, der aktuell in seinem Jahrgang die Nummer 18 der Schweiz ist – weltweit nimmt er eine Position zwischen 400 und 500 ein – auf die Frage nach seinen Zielen. Träumen tut er hingegen von einem Sieg in Wimbledon. «Aber welcher junge Tennisspieler träumt nicht davon.»

Vorerst fährt er zweigleisig. Seit einem Jahr absolviert er die pädagogische Maturitätsschule in Kreuzlingen. Bis zum Abschluss dauert es noch weitere drei Jahre. «Ich besuche zwar die Sportklasse, geschenkt wird einem aber nichts.» Es bestehe eine Präsenzpflicht, die 22 Lektionen umfasse. Verpasster Stoff müsse zu Hause aufgearbeitet werden.

Im Wissen, dass der junge Sportler nebst der Schule täglich zwei Trainingseinheiten absolviert, kann man sich ungefähr vorstellen, wie organisiert seine Tagesabläufe sind. Da ist es hilfreich, dass er während zweier Nächte in Kreuzlingen schlafen kann. Das spart Energie für weitere sportliche Grosstaten, denn bei einem Turniersieg auf internationaler Ebene soll es schliesslich nicht bleiben.

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