Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

14-Jähriger spielt vor zehn Jahren Remis gegen Schach-Grossmeister Kasparow

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Benedict Hasenohr wartet auf den nächsten Zug des Schachgrossmeisters Garry Kasparow. (Bild: PD)

Benedict Hasenohr wartet auf den nächsten Zug des Schachgrossmeisters Garry Kasparow. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

23. August: Wildhaus. Ein Viehzüchter verkaufte einen jungen Zuchtstier für 5000 Fr. Solch horrende Preise sind allerdings dazu angetan, die Aufzucht zu fördern, aber vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, sind solche Kaufabschlüsse ungesund bis aufs Mark.

27. August: Wattwil. Der Einwohnerverein Scheftenau ersucht die Behörde, es möchte die Gemeindestrasse Scheftenau–Ebnat nicht für den durchgehenden Autoverkehr geöffnet werden. Da ein Begehren bis heute noch von keiner Seite gestellt worden ist, wird die Angelegenheit verschoben.

Vor 50 Jahren

25. August: Toggenburg. Es sind noch keine zwei Wochen her, da stöhnte männiglich unter der Hitzewelle, die unser Land überflutete. Schön war es: jeden Morgen blauer Himmel und eine strahlende Sonne, die sich jeweils nachmittags hinter der aufziehenden Wolke versteckte. Während viele in den warmen Nächten über Schlaflosigkeit klagten, schwärmten vor allem die jüngeren Jahrgänge von den lauen Sommernächten.

Nun, zwei Wochen später, sieht das Bild ganz anders aus. Erbarmungslos pocht der Herbst auf sein Recht das Zepter vom Sommer zu übernehmen. Um schneller zum Ziel zu gelangen, nahm er gleich noch seinen Nachfolger, König Winter, mit auf das Schlachtfeld. So war der regnerische Sonntag auf Höhen über ca 1400 m ü.M. ein Wintertag. Im Obertoggenburg schneite es auf der Churfirstenseite bis unterhalb des Stöfeli, auf der Alpsteinseite bis unterhalb des Schafbodens.

Vor 20 Jahren

25. August: Unterwasser. Unter den nicht erfolgten Bahnbauten nimmt das Projekt einer Bergbahn aus dem Toggenburg auf den Säntis als Kuriosum eine besondere Rolle ein. Mit der Eröffnung der Toggenburgerbahn von Wil nach Ebnat im Juni 1870 erhielt auch das Obertoggenburg seinen direkten Anschluss ans schweizerische Bahnnetz. 1912 wurde die Bahn bis Nesslau erweitert. Die Bodensee-Toggenburgbahn brachte somit die Verbindung nach St.Gallen.

Das Bahnfieber im Toggenburg weckte den Wunsch nach einer Erschliessung bis nach Wildhaus: 1907 wurde ein Gegenprojekt zur Normalbahn veröffentlicht, das eine Strassenbahn von Ebnat-Kappel bis Unterwasser vorsah. 1908 wurde ein neues Projekt abgelehnt, das eine elektrische Schmalspurbahn bis nach Buchs zur Idee hatte. 1909 wurde ein Konzessionsgesuch für eine Schmalspurbahn von Buchs nach Nesslau-Neu St.Johann bewilligt. 1914 veröffentlichte Ingenieur Vontobel aus Wallisellen ein neues Projekt zur besseren touristischen Erschliessung des Obertoggenburgs. «Elektrische Schmalspurbahn Nesslau-Unterwasser-Säntiskulm». Er sah vor, von Nesslau bis Unterwasser-Älpli einen Adhäsionsbetrieb einzurichten und dann mittels Zahnstangenbetrieb über Schafboden-Rotsteinpass den Säntis zu erreichen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wollten die Obertoggenburger die BT beauftragen, ein Projekt für die Schmalspurbahn Buchs-Nesslau zu erstellen. 1922 wurde die Konzession erteilt. Es blieb beim Projekt. So erlosch 1948 auch diese Konzession. Der Ausbau der Strasse und die Ausweitung der Postautokurse führten schliesslich zu einer guten Verkehrsbedienung. Heute würde man wohl kaum noch an eine Eisenbahn vom Toggenburg ins Rheintal denken.

26. August: Heiterswil. Etwa 200 Meter vom Hotel Churfirsten entfernt, in nordwestlicher Richtung, will die Astronomische Vereinigung Toggenburg eine Sternwarte nach professionellen Vorgaben errichten und betreiben. Seit 16 Jahren bereits läuft die Planung, die Inbetriebnahme der Sternwarte mit den astronomischen Geräten ist auf den Sommer 2001 geplant.

Vor 10 Jahren

25. August: Zürich/Krinau. Der 14-jährige Benedict Hasenohr aus der kleinsten Gemeinde des Kantons St.Gallen hat gegen Garry Kasparow, den besten Schachspieler der Welt, am Champions Simultan unentschieden gespielt. Was ihm gelang, schafften nur drei weitere der 25 Gegner – verloren hat Garry Kasparow keine einzige Partie. Eine Frage an Benedict Hasenohr: Hast du es genossen gegen Garry Kasparow zu spielen? Ja, es war schön, aber auch anstrengend. Immerhin habe ich gut fünfeinhalb Stunden gespielt. Für Garry Kasparow war es jedoch noch viel anstrengender, denn er musste ständig von einem Tisch zum nächsten gehen und hatte 25 Gegner.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.