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120'000 Franken für das Toggenburg: Kantonsrat befindet über Beiträge aus dem Lotteriefonds

Von der neuesten Serie von Krediten, welche die Regierung dem Kantonsrat beantragt, sollen gut 120'000 Franken ins Toggenburg fliessen. Bedacht werden vor allem musikalische Projekte und Ausstellungen.
Martin Knoepfel
Das neue Eternitdach der alten Thurbrücke in Lütisburg sticht ins Auge. Für die Erneuerung gibt es einen Zuschuss vom Kanton. (Bild: Timon Kobelt)

Das neue Eternitdach der alten Thurbrücke in Lütisburg sticht ins Auge. Für die Erneuerung gibt es einen Zuschuss vom Kanton. (Bild: Timon Kobelt)

Der Toggenburger Musiker Peter Roth wird 75 Jahre alt. Aus diesem Grund komponiert er ein Weihnachtsoratorium mit dem Titel «Friede auf Erden». Die Inspiration bildet der Gemäldezyklus «Christ ist geboren» des Wattwiler Malers Willy Fries. Viermal wird das Chorprojekt St.Gallen das Oratorium öffentlich vortragen. Eine Aufführung findet in Nesslau statt. Das Chorprojekt St.Gallen wird darüber hinaus verschiedene Lieder aus kammermusikalischen Kompositionen von Peter Roth einstudieren. Die beiden Konzertprogramme sollen 153'000 Franken kosten. 25'000 Franken sollen nach dem Willen des Regierungsrats aus dem Lotteriefonds kommen. Das kann man der Botschaft an den Kantonsrat entnehmen.

Zweimal jährlich beantragt der Regierungsrat dem Parlament, Beiträge aus dem Lotteriefonds zu sprechen. In der Juni-Session wird das Paket behandelt. Diesmal geht es um gut 5,4 Millionen Franken. In Frage kommen gemeinnützige Vorhaben in den Bereichen Soziales, Umwelt, Gesundheit, Bildung und Entwicklungshilfe. 1,14 Millionen Franken gehen in historische Projekte. Gut eine Million ist für Beiträge an denkmalpflegerisch begleitete Sanierungen historischer Gebäude vorgesehen. Eine Dreiviertelmillion fliesst in Projekte aus den Bereichen Bildende Künste, Film, Design und Architektur. 124'200 Franken sind für Toggenburger Projekte.

Orchester der Kanti Wattwil werden bedacht

30'000 Franken soll die Big Band der Kantonsschule Wattwil erhalten. Im Projekt «Cueca Boliviana» will sich das Orchester mit der «Cueca», einem Musik- und Tanzstil aus Südamerika, auseinandersetzen. Ziel ist, die Zuhörer in der Schweiz mit der Schönheit der bolivianischen Musik vertraut zu machen und die bolivianischen Zuhörer mit der Schweizer Musik. Zum Projekt gehören Konzerte, auch in Wattwil, und eine Konzertreise nach Bolivien. Der Regierungsrat spricht von einem aussergewöhnlichen interkulturellen Projekt. Die Gesamtkosten sind mit 170'000 Franken angegeben.

15'000 Franken soll das Jugendorchester Il mosaico erhalten. Es plant eine Konzertreihe unter dem Titel «orientale lumen» gemeinsam mit einem Kinder- und Jugendballett aus dem ukrainischen Lemberg und mit einem Vokalensemble aus Tiflis (Georgien). Fünf Konzerte sind in den Monaten August und November geplant. Das Jugendorchester hat schon früher Werke von Komponisten aus Osteuropa, dem Balkan oder dem Kaukasus aufgeführt. Zwei Konzerte werden in Wattwil stattfinden. Die ausserordentlichen Kosten des Projekts werden mit 70'000 Franken veranschlagt. 8000 Franken kommen von Gemeinden und der Region. 22'000 Franken sind Eigenleistungen.

Keller im Städtli werden bespielt

51'000 Franken wird die 13. Ausstellung der Kunsthalle(n) Toggenburg in Lichtensteig kosten. Rund 15 Künstler und Künstlerinnen werden Untergeschosse und Keller im Städtli mit ihren Arbeiten bespielen. Der Lotteriefonds soll die Aktion der Regierung mit 13'000 Franken unterstützen. 7500 Franken kommen von der Gemeinde und der Region. Eigene und ehrenamtliche Leistungen betragen 15'000 Franken.

Eine Ausstellung findet in der Probstei in St.Peterzell statt. Sie steht unter dem Motto «Luxus Privatsphäre – Mythos Anonymität». Das Thema ist, was privat bleiben muss und was Öffentlichkeit bedeutet. Die Gesamtkosten erreichen 59 000 Franken, von denen 11'000 Franken durch Eigenleistungen gedeckt werden. Kultur Toggenburg wird 7000 Franken beisteuern. 3000 Franken kommen vom Kanton Appenzell-Ausserrhoden und 10'000 Franken aus dem Lotteriefonds.

Beiträge für Brückenreparatur

Die alte Thurbrücke in Lütisburg stammt von 1790 und ist ein Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung. Das Dach leckte. Es musste inklusive Unterkonstruktion repariert und neu gedeckt werden. Die Arbeiten wurden schon ausgeführt.

Die Sanierung kostete 369'507 Franken, von denen 103'815 Franken als denkmalpflegerisch anrechenbar eingestuft sind. Der Staatsbeitrag bei Bauwerken von kantonaler Bedeutung liegt bei 30 Prozent. In diesem Fall sind es gerundet 31'200 Franken.

Schliesslich richtet der Kanton Beiträge von 5,29 Millionen Franken an 75 Kulturinstitutionen, davon acht aus dem Toggenburg, mit einer Leistungsvereinbarung aus. Die Vereinbarung deckt die Jahre 2018 bis 2020 ab. Ins Toggenburg fliessen 465'000 Franken. 290'000 Franken gehen an die Klangwelt.

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