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TOGGENBURG: Vermummte stürmen Restaurant in Bazenheid

Erneute Aufruhr um das Restaurant Traube in Bazenheid: Vermummte haben am Samstagabend die Lokalität betreten und Pfefferspray gegen drei Gäste und die Wirtin eingesetzt. Vier Personen mussten ins Spital. Die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS), welche zum Tatzeitpunkt ein Treffen in der Gaststube abhielt, bezichtigt Linksautonome der Tat.
Das Restaurant Traube wurde von vermummten Personen gestürmt. (Bild: Ralph Ribi)

Das Restaurant Traube wurde von vermummten Personen gestürmt. (Bild: Ralph Ribi)

Gemäss den derzeitigen Erkenntnissen haben zwei oder drei vermummte Personen um kurz nach 19 Uhr das Restaurant Traube in Bazenheid betreten. Sie setzten einen oder mehrere Pfeffersprays gegen die Wirtin und drei Gäste ein. Aufgrund der Hilfeschreie wurden mehrere Männer, welche sich in einem Nebengebäude aufhielten, auf den Vorfall aufmerksam, wie die St.Galler Kantonspolizei schreibt. Sie begaben sich sofort in Richtung des Restaurants. Im Freien wurden sie von den Vermummten ebenfalls mit Pfeffer besprüht. Vor dem Restaurant wurde zudem eine Rauchpetarde gezündet.

Vier Personen mussten sich gemäss Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei, schliesslich in ärztliche Behandlung begeben - sie konnten das Spital aber bereits wieder verlassen. Die Täter flüchteten eventuell mit einem schwarzen Audi mit St.Galler Kontrollschildern.

Krüsi bestätigt auf Anfrage zudem, dass zum Tatzeitpunkt in einem Nebengebäude des Restaurants ein Treffen der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) stattfand. "An diesem Stammtisch nahmen etwa zehn Personen teil", so Krüsi. Die Anwesenden seien befragt worden - zudem habe die Polizei Spuren gesichert und die gezündete Rauchpetarde sichergestellt.

Ermittlungen laufen

Auch am Tag nach dem Vorfall in Bazenheid, ist der Hintergrund der Aktion unklar. Ob die Tat in Zusammenhang mit den Geschehnissen von vor zwei Wochen steht, wird gemäss Krüsi abgeklärt. Die Toggenburger Gaststube geriet vor zwei Wochen in die Negativschlagzeilen, da sie eine Gruppe dunkelhäutiger Asylsuchender nicht bedienen wollte. Auf Nachfrage sagt der Mediensprecher: "Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen."

Anzeichen, wonach es sich bei den Vermummten, um Mitglieder der linksautonomen Gruppe Antifa handelt, konnte die Polizei nicht bestätigen. Ignaz Bearth, stellvertretender Pnos-Sektionschef, beschuldigt aber Linksautonome der Tat. Auf der Facebookseite der Pegida-Schweiz schildert er mit einem Genossen in einem 30-minütigen Video den Angriff. Gegenüber "Blick online" sagte er weiter, der Stammtisch seiner Partei habe zum ersten Mal in diesem Restaurant stattgefunden. "Der Ort des Treffens wurde im Vorfeld nicht öffentlich kommuniziert und nur angemeldeten Teilnehmern mitgeteilt."

Noch keine Anzeigen

Bisher fehlt von den Angreifern weiterhin jede Spur. Den Betroffenen steht es ausserdem frei, Anzeige gegen die Täter zu erstatten. Gemäss Mediensprecher Krüsi sind bei der Polizei bisher keine eingegangen.

Um den Tathergang zu klären, sucht die Polizei nun nach Zeugen. Personen, die Hinweise zum Vorfall oder zum Fluchtfahrzeug machen können, werden geben sich bei der Polizeistation Bazenheid unter 058-229-76-00 zu melden. (chk/lex)

Vier Personen mussten sich nach der Pfefferspray-Attacke auf die Traube Bazenheid in ärztliche Behandlung begeben. (Bild: Ralph Ribi)

Vier Personen mussten sich nach der Pfefferspray-Attacke auf die Traube Bazenheid in ärztliche Behandlung begeben. (Bild: Ralph Ribi)

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