TOGGENBURG: SOB will selbstfahrenden Zug testen

Die Südostbahn will bis spätestens 2020 zwischen Wattwil und Mogelsberg einen selbstfahrenden Zug testen. Später soll die Teststrecke nach Nesslau - Neu St.Johann ausgedehnt werden.

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Ein Flirt-Zug der SOB fährt aus Richtung Wattwil in Ebnat-Kappel ein: Die Flirt-Züge könnten technisch aufgerüstet werden, damit der Zug selbst fahren kann. (Bild: Urs Jaudas/Archiv)

Ein Flirt-Zug der SOB fährt aus Richtung Wattwil in Ebnat-Kappel ein: Die Flirt-Züge könnten technisch aufgerüstet werden, damit der Zug selbst fahren kann. (Bild: Urs Jaudas/Archiv)

Dass die Südostbahn (SOB) einen selbstfahrenden Zug testen will, berichtet "20 Minuten" unter Berufung auf die aktuelle Ausgabe der "Eisenbahn-Revue". Die Revue beziehe sich auf Aussagen von Markus Barth, Leiter Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung der SOB, an einer Tagung des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV).

Wie es im Artikel heisst, solle der Versuch bei Wattwil zeigen, wie sich der Einbezug eines Knotenbahnhofs auf die selbstfahrenden Züge auswirke. Auch für die Kunden soll der selbstfahrende Zug einen Nutzen bringen: Gemäss Barth würde sich die Fahrplanstabilität durch die Automatisierung verbessern und an Endbahnhöfen wären sehr kurze Wendezeiten möglich - dadurch könnte ein Halbstundentakt zwischen Wattwil und Nesslau eingeführt werden. Heute fahren die Züge im Stundentakt.

Die Tests könne die SOB mit ihrem eigenen Rollmaterial durchführen. Die bestehenden roten Flirt-Züge und die neu bestellten Kompositionen des Voralpenexpresses würden sich technisch zum automatisierten Fahren aufrüsten lassen.

Ob und wann ein Testbetrieb eingeführt wird, ist noch offen. Es braucht noch Bewilligungen. Bei den Bewilligungen sieht SOB-Direktor Thomas Küchler grössere Fragezeichen, wie er bereits im vergangenen Juli in einem Interview mit der "Ostschweiz am Sonntag" sagte. (red.)

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