Toggenburg gewinnt im Käsestreit

Die Produzentenvereinigung des «Vacherin Mont-d'Or» hat ihren Kampf gegen den «Krümmenswiler Försterkäse» aus dem Toggenburg verloren. Laut Bundesgericht wird der AOC-Schutz für den Weichkäse aus dem Waadtländer Jura durch das Ostschweizer Produkt nicht verletzt.

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Die Produzentenvereinigung des «Vacherin Mont-d'Or» hat ihren Kampf gegen den «Krümmenswiler Försterkäse» aus dem Toggenburg verloren. Laut Bundesgericht wird der AOC-Schutz für den Weichkäse aus dem Waadtländer Jura durch das Ostschweizer Produkt nicht verletzt.

«Namen völlig unterschiedlich»

Mit dem Urteil aus Lausanne endet der jahrelange Streit zwischen der Toggenburger Käserei Diriwächter und der Interprofession du Vacherin Mont-d'Or.

Das Bundesgericht hat nun bestätigt, dass der Försterkäse die geschützte Ursprungsbezeichnung des Vacherin Mont-d'Or nicht verletzt. Die Produktenamen seien völlig unterschiedlich, heisst es im Urteil. Dass der Försterkäse wie der Vacherin Mont-d'Or mit einem Holzreifen umfasst werde, sei zulässig.

St. Galler Urteil bestätigt

Auch die runde Form der beiden Käsesorten sei nichts Besonderes.

Nicht von Bedeutung sei zudem, dass der Försterkäse mit dem Vacherin Mont-d'Or verglichen oder gar als dessen «kleiner Bruder» bezeichnet werde. Damit bestätigt das Bundesgericht die Entscheide des St. Galler Gesundheitsdepartements und des Bundesverwaltungsgerichts. (sda)

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